#47 Matthias Klimsa: Ich gehöre ganz vielen

Shownotes

Ich habe mich so gefreut, dass der Schauspieler Matthias Klimsa mein Gast war.. Vor langer Zeit war ich Fan von ihm in seiner Rolle als Hart in der preisgekrönten Serie "Berlin, Berlin". Mittlerweile kenne und schätze ich ihn als Kollegen.

Matthias bewegt sich in unterschiedlichen Bereichen der darstellenden Kunst, vom Schauspiel über das Sprechen bis hin zur Regie. Wir sprechen über unseren gemeinsamen Beruf, über das Handwerk des Schauspielens und darüber, was Stimme, Körper und Persönlichkeit miteinander verbindet.

Wie gelingt es, mit Stimme und Körper Gefühle zu gestalten und für andere erlebbar zu machen? Welche Rolle spielen Haltung, Atmung und Körperwahrnehmung? Und warum ist Zuhören vielleicht eine der wichtigsten Fähigkeiten beim Schauspiel?

Matthias gibt Einblicke in seine Ausbildung an der Guildford School of Acting, seine Erfahrungen vor der Kamera und im Synchronstudio und seine Arbeit als Synchronregisseur. Wir sprechen darüber, wie viel in einer Szene unausgesprochen bleibt, wie ein Blick manchmal mehr erzählen kann als viele Worte und warum die Stimme immer auch etwas mit der Haltung einer Figur zu tun hat.

Ein besonders schöner Gedanke unseres Gesprächs ist Matthias' Satz: „Ich gehöre ganz vielen.“ Was bedeutet Verbundenheit für ihn? Und warum entsteht daraus gerade die Verpflichtung, sich selbst treu zu bleiben?

Zum Schluss sprechen wir darüber, wofür Matthias seine Stimme in dieser Welt erheben möchte: für mehr gegenseitiges Zuhören, Toleranz und Empathie.

Ein Gespräch über das eigene Handwerk, künstlerische Identität, Authentizität und die Frage, wie wir als Künstler:innen unseren ganz eigenen Ausdruck finden und bewahren.

Love your voice. Denn deine Stimme, das bist du.

Eure Eva ❤️

Wenn ihr Fragen an Matthias oder mich habt, findet ihr uns bei Instagram:

@matthiasklimsa @eva_weissmann

Foto auf dem Cover: Urban Ruths.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Natürlich sprechen!

00:00:03: Dein Podcast rund um Stimme, Sprechen und Personality mit Eva Weismann.

00:00:09: Diese Folge entsteht mit freundlicher Unterstützung von Gretas Pastelen – balsam für deine Stimme Erhältlich in deiner Apotheke.

00:00:18: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:20: natürlich sprechen.

00:00:21: wie schön dass ihr dabei seid.

00:00:23: Die heutige Folge ist für mich etwas ganz besonderes denn Von meinem Gast war ich mal großer Fan.

00:00:33: Als wir uns wieder getroffen haben im Synchronenstudio war ich erst Starstruck.

00:00:38: Dann habe ich irgendwann kapiert, nein, nein!

00:00:39: Wir sind ja wirklich Kollegen und können zusammen ganz normal arbeiten.

00:00:43: Das hab' ich jetzt auch abgelegt, das Fan sein... Ich möchte aber darüber sprechen weil es natürlich ein sehr spannender Part ist wie das ist wenn man aus dem Fernsehen berühmt ist und Leute einen daher kennen und auf einen reagieren.

00:00:56: Darüber möchte ich heute sprechen mit dem Schauspieler, Musiker, Regisseur und Sprecher Matthias Glimmes.

00:01:02: Herzlich willkommen in meinem Podcast.

00:01:04: Hallo, vielen Dank für die Einladung!

00:01:05: Matthias wie cool dass du da bist.

00:01:08: Wie fühlst Du Dich das ich dein Fan war?

00:01:10: Wie ist das?

00:01:11: Findest Leute dir sagen?

00:01:14: Das schmeichelt natürlich erstmal aber wie Du schon richtig gesagt hast Ich koche auch nicht mit Champagner kann mein Popo auf einen Stuhl setzen also... Das ist auf Augenhöhe, also immer.

00:01:29: Also das finde ich nicht ein besserer Mensch oder so.

00:01:32: Aber natürlich schmeichelt es ein aber wir haben ja jetzt noch was anderes vor.

00:01:37: deswegen...

00:01:38: Auf

00:01:39: jeden Fall!

00:01:40: Alles gut.

00:01:41: Total,

00:01:41: total!

00:01:42: Das irritiert mich auch nicht oder so?

00:01:43: Nee, das geht man irgendwie um.

00:01:45: Geht man

00:01:45: um

00:01:45: ne?

00:01:46: Ja ja.

00:01:46: Aber

00:01:46: es wird sich wenn einfach das Gesicht so bekannt ist.

00:01:49: Mir dein Gesicht weißt du, das ist verrückt.

00:01:52: Also es gibt ja Begegnungen mit Fans und Leuten die einen aus dem Fernsehen kennen da gibt es Begegenung von bis.

00:02:00: also manchmal ist eine Begegnung der dritten Art und manchmal ist es eben ganz normal.

00:02:06: ich habe schon erlebt dass mir jemand einfach gefolgt ist So ein halben Tag lang, ja.

00:02:11: Und dann immer zu nahe gekommen ist und mich einfach beobachtet hat wie ich so bin.

00:02:17: Das

00:02:17: ist sehr spooky!

00:02:21: Es gab aber auch schon Leute, die von hinten über die Straße auf mich zugelaufen kamen und mir mit Vollkarreche auf den Rücken gehauen haben.

00:02:27: Weil sie sich so gefreut haben, mich

00:02:29: zu

00:02:29: sehen.

00:02:29: Ich hatte dem Fass eine gepumpt als Reflex.

00:02:36: Damit rechnet man

00:02:36: ja nicht, dass

00:02:37: einfach einer aufm Rücken haut.

00:02:39: Dann habe ich gesehen, er hat sich nur tierisch gefreuthert, mich zusehend.

00:02:42: Und dann hab ich ihm natürlich keine gefeuert.

00:02:44: Aber das ist schon ... Da gibt's Begegnungen von Biss.

00:02:47: Das glaube ich.

00:02:48: Genau!

00:02:49: Ja, Matthias ich kenne dich von der Serie Berlin-Berlin.

00:02:53: War das dein Durchbruch sozusagen?

00:02:57: Das weiß ich immer gar nicht ob man das irgendwo festmachen kann dran.

00:03:01: also es hat bestimmt an der Karriere nicht geschadet ganz sicher nicht.

00:03:07: auf der anderen Seite habe Ich vorher auch schon so viel gedreht dass Es war für mich eigentlich ein weitermachen in meinem beruf obwohl ich dazu sagen muss dass doch schon Die Drehbücher, die damals zu mir kamen.

00:03:24: Dann die ersten Bücher für die ersten Folgen.

00:03:27: Da wusste ich schon, dass das was sehr Besonderes

00:03:29: ist.

00:03:30: Weil wenn man schon so ein paar Drehbucher gelesen hat dann wiederholt sich natürlich auch viel gerade wenn man so ein gewisses Rollenprofil natürlich bedient und wenn man immer der beste beste Freund ist.

00:03:46: auf der anderen Seite, aber wie gesagt und das wussten wir alle.

00:03:50: Also die im Ensemble dann, die ich noch nicht kannte Wir haben uns ja auch kennengelernt Und wir wussten alle dass wir da was sehr besonderes haben.

00:03:59: Das war uns allen sehr bewusst weil so habe ich noch nie gearbeitet So bin ich noch mit einem Stoff umgegangen, wie damit umgegang

00:04:10: wurde.

00:04:10: Ich

00:04:10: bin auch hier nochmal erwähnt vielleicht die Regisseurin Francesca Maya Price, die das Ganze großartig angeschoben hat fast die erste Staffel komplett gemacht hat dann übernommen von dem großartigen Sven Unterwald und alle wussten, dass das schon was sehr besonderes

00:04:27: ist.

00:04:27: Wir werden später einen großen Teil über die Serie sprechen.

00:04:31: Ich lese mal paar Sachen vor, die du gedreht hast.

00:04:33: Du hast so viel gedreet.

00:04:35: Ja ein bisschen.

00:04:35: was hab ich gemacht?

00:04:36: Ein

00:04:36: bisschen was hast du gemacht?

00:04:37: Ja ich weiß es immer gar nicht alles weil ich google mich so selten.

00:04:40: Ja du googlst dich selten!

00:04:41: Ich habe jetzt geguckt auf der Seite von deiner Agentur Die ganze Vita.

00:04:45: Du hast Tatorten mehrfach gedrehen.

00:04:47: Du hast die Wache gedrehte der Fahnder, die Pfefferkörner natürlich auch wichtige Serie für alle Kinder oder alle die Kinder haben.

00:04:57: Der Dicke, die Rettungsflieger... Ich sage jetzt so Serien.

00:05:01: du hast natürlich auf viele Spielfilme gemacht da ich jetzt kein Bild vor Augen habe.

00:05:04: Nacht Asylvater auf der Flucht.

00:05:07: Vorwärts in die Vergangenheit viele Spielfilme sieben Steinen die Serie Sesamstraße mehrfach sehr

00:05:13: schön großartig

00:05:14: ja natürlich In aller Freundschaft, die Küstenwache rote Rosen.

00:05:19: Diverse Sokos!

00:05:21: Der Lehrer der letzte Bulle... Das sind so die Serien, die ich hier finde.

00:05:26: Dann hast du auch Filme gedreht?

00:05:28: Berlin-Berlin.

00:05:28: gab es einen Kinofilm?

00:05:30: Da haben wir tatsächlich noch ein Film gedrehen.

00:05:34: Ja.

00:05:34: Das war ganz spannend.

00:05:35: Auch die Entwicklung dahin.

00:05:38: Weil also die Serie ist ja zwanzig Jahre her und ... Und dann kam irgendwann nach knapp achtzehn Jahren die Produzenten auf uns zu und meintten, dass sie jetzt noch ... Sie würden gerne ein Kinofilm drehen.

00:05:52: Okay?

00:05:52: Und meine ich okay.

00:05:54: Da mal los!

00:05:55: Ja.

00:05:56: Dann zeig mal

00:05:58: was

00:05:58: ihr so habt.

00:06:00: Und da gab's eine gewisse Entwicklung dahin auch buchmäßig Und dann haben wir uns nach fast zwanzig Jahren wieder vor der Kamera getroffen und wir haben es echt gefeiert.

00:06:12: Es war echt großartig, weil wir alle noch relativ mehr oder weniger Kontakt miteinander auch immer gehalten.

00:06:20: Das ist ja auch ganz selten bei der Filmerei Und wir sind uns aber immer wieder über den Weg gelaufen und dass wir da noch mal als unsere Figuren, auch als andere Figuren eigentlich.

00:06:31: Also unsere Figur nach zwanzig Jahren geben was die für eine Entwicklung durchlaufen sind.

00:06:37: Eigentlich haben wir genau das Gegenteil von dem gespielt, was wir in der Serie gespielt haben.

00:06:41: Ach so!

00:06:43: Das war ganz spannend einfach und wir haben es wirklich abgefeiert.

00:06:46: Wir haben sehr gefeiert, wir haben uns sehr gefreut Und wir haben gemerkt, dass wir immer noch wahnsinnig gut aufeinander eingespielt sind.

00:06:55: Das ist ja wenn man vier Jahre lang fast jeden Tag miteinander arbeitet Dann muss man nicht mehr viel sagen, dann macht man einfach und irgendwas wird schon rauskommen.

00:07:05: Und das war ganz toll!

00:07:08: Das

00:07:09: war was fürs Herz.

00:07:11: Dann hast du gedreht mit Alexander Jovanovic und weißt du was das Lustige ist?

00:07:16: Ich fahre mit ihm auf der Stagechool zusammen.

00:07:17: Ich kenne ihn noch als coolen Tänzer im Hauptraum.

00:07:21: Der ist auch ein guter Tänster.

00:07:23: Er hat ja auch Starlight Express gemacht.

00:07:27: Genau, mit Alexander sind wir ... Wir waren eine lange Zeit sehr eng befreundet.

00:07:35: Ah cool!

00:07:35: Und wir haben auch auf der gleichen Ecke gewohnt und haben ... Der ist dann irgendwann nach Berlin gegangen und der hat ja damals diesen ersten Fertig-Ackien-Film

00:07:45: in der

00:07:46: Hauptrolle gespielt und damit ist er eigentlich richtig durchgestartet.

00:07:51: Da haben wir unsere Kameras in die Hand genommen und wir haben so rumgefilmert eigentlich.

00:07:58: Und dann haben wir auch richtig Kurzfilme zusammen gedreht, und haben uns dabei kaputt gelacht die ganze Zeit weil es einfach wahnsinnig cool war, ich mit ihm einfach wahnsinnig gut lachen kann was auch ein wahnsinnigt komischer Mensch ist.

00:08:09: Ja!

00:08:10: Wir haben viel zusammengemacht ja, auch gerne, einen sehr kluger Mann, Ein

00:08:19: besonderer

00:08:21: Mensch, weil er auch klug.

00:08:24: Er ist ein wahnsinnig guter Dramaturg und das hat er sich so alles selber drauf geschafft.

00:08:29: Und er kann supergut schreiben auch und es schade dass er das nicht mehr macht, dass er nur noch Schauspieler ist.

00:08:39: Weil er ist wirklich sehr gut für mich.

00:08:41: Habt ihr zwei Filme gemacht, sehe ich hier.

00:08:44: Dann hast du mit Daniel Petersen gearbeitet?

00:08:46: Das ist der Sohn von Wolfgang Petersen.

00:08:48: Der ist auch ein Freund von mir und kommt aus dem direkten Freundeskreis.

00:08:55: Er hat eine alte Kindergartenfreundin von mir geheiratet.

00:08:57: Wirklich?!

00:08:59: Die haben zwei Kinder zusammen und Dani kenne ich deswegen schon ganz lange.

00:09:03: Und Dani hatte einen Film gemacht, da hat er Regie gemacht ... Und dann ist er jetzt aber vorwiegend als Autor tätig, schreibt auch viele Synchronenbücher und so.

00:09:14: Und schreibt aber auch das eine oder andere Drehbuch hat ja selber auch ein Buch geschrieben während der Dreharbeiten zu einem Film von seinem Vater die Troja.

00:09:28: da war er am Set und hat einen Buch geschrieben embedded in the Trojan War heißt es?

00:09:33: Wie abgefahren?

00:09:36: Hat dein Buch drüber geschrieben und war bei den Dreharbeiten

00:09:39: dabei.

00:09:39: Es war ewig her, Troja ist mit Brad Pitt und Diane Krüger.

00:09:43: Das waren wir in den Zwanzigern als es rauskam.

00:09:46: Ewig her!

00:09:48: Nein, wir sind nicht so alt.

00:09:49: Aber der Film ist ...

00:09:51: Der Film ist

00:09:52: so alt!

00:09:52: Wir waren dann noch so alt wie heute.

00:09:57: So jung wie damals.

00:10:00: Interessant und du hast mir gesagt, in einem Oscar-prämierten Film mitgemacht die Roti Jacke von Florian Baxmeyer.

00:10:06: Ja

00:10:08: das war ein Abschlussfilm von der Hamburger Hochschule und da durfte ich mitspielen.

00:10:16: Dann hat er tatsächlich einen Studenten-Oscar damals bekommen.

00:10:21: Und Studio Hamburg hing damit drin und das war ganz niedlich von denen, da haben die so einen kleinen Empfang gemacht Und dann hat jeder von uns einen kleinen Oscar gekriegt.

00:10:31: Wirklich?

00:10:32: Ja, das war ganz niedlich.

00:10:35: Passiert ja auch nicht jeden Tag, dass man ein Oscar gewinnt und das hat natürlich Florian natürlich auch einiges an Türen geöffnet, schadet der Karriere zumindest

00:10:44: nicht.

00:10:44: Wenn

00:10:44: man seine Karrieren damit anfängt

00:10:46: mit seinem Abschlussfilm...

00:10:48: Und ja, da war ich auch da.

00:10:50: Da durfte ich auch mitmachen!

00:10:51: Mega Matthias also viel gemacht.

00:10:53: jetzt möchte ich natürlich wissen wie alles angefangen hat.

00:10:56: bist du ein Kind das schon früh alle unterhalten hat und unbedingt auf die Bühne wollte?

00:11:02: und ich muss noch was fragen deine Mutter ist Künstlerin glaube ich oder?

00:11:04: Ja

00:11:05: gewesen leider sehr früh gestorben leider Aber sie ist im Grunde genommen ein bisschen daran schuld, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe.

00:11:14: Ich wüsste auch nicht was ich sonst machen sollte ehrlich gesagt.

00:11:16: Gab es keine Alternativen?

00:11:17: Nicht

00:11:17: so wirklich!

00:11:18: Das war schon immer meins.

00:11:19: Ich war natürlich auf wie man früher sagt in der Klassenkasse war total und mit mir Unterricht zu machen war eigentlich unmöglich.

00:11:28: Es ging erst wenn ich draußen war und ich hab das schon immer gemacht.

00:11:34: einfach also deswegen.

00:11:35: das war gar nicht Das war jetzt gar nicht so wahnsinnig.

00:11:40: Es war keine große Überraschung.

00:11:41: Keine riesen Entscheidungen?

00:11:42: Nein, es

00:11:42: war auch keine riesige Entscheidung für mich nicht.

00:11:45: Sondern das war im Grunde genommen klar.

00:11:47: Also meine Mutter hat das auch ... Die hat das gefördert und vorangetrieben.

00:11:52: Ich hab noch zwei Brüder und sie hat uns damals verdunkelt an ZDF.

00:11:58: Da suchten die drei Jungs für einen Mehrteiler fürs ZDf.

00:12:06: Und da hat sie uns angeboten, Feidl geboten und wir wurden genommen.

00:12:11: Alle drei?

00:12:11: Alle drei!

00:12:12: Da habe ich mit meinen Brüdern... Da war ich damals acht.

00:12:16: Meine Brüder sind beide Jünger die waren damals dann sechs und vier.

00:12:20: Okay.

00:12:23: Und da haben wir die drei Söhne von einer Familie gespielt.

00:12:31: Also spielte im Osten und es ging um eine Flucht in den Westen.

00:12:35: Freiheit, die ich meine heißt das waren mehr Teile fürs ZDF ewig her.

00:12:39: wie gesagt da war ich acht Und Loni von Friedl hat nun Mutter gespielt und Wolfgang Theichert unseren Vater und mit unser Opa.

00:12:52: Jetzt geht es los mit Namen.

00:12:53: Ich sag's dir, die Branche ist nichts für Leute, die sich keinen Namen merken können.

00:12:59: Gesichter kann ich aber.

00:13:00: Eckard Dux

00:13:02: war mein Opa.

00:13:05: Genau, wir haben uns da wieder getroffen

00:13:07: sozusagen.

00:13:08: Da bin ich auf ihn zu und hab gesagt weißt du noch wer ich bin?

00:13:10: Und das war ganz...

00:13:13: Wir haben deine Brüder reagiert.

00:13:14: Die waren nicht on fire so wie du mit dem Drehen

00:13:18: Doch, die fanden das auch okay so.

00:13:20: Aber das hat sie dann in ihrem weiteren Verlauf nicht so

00:13:23: interessiert.

00:13:25: Die haben das auch süß gemacht und alles.

00:13:27: Und haben es dann aber einfach nicht weiterverfolgt, und ich bin... Das war ja mein Gott!

00:13:31: Ich war acht.

00:13:32: Ich habe das gar nicht so wirklich entschieden.

00:13:33: Das ist dann einfach so gekommen.

00:13:35: Dann bin ich weitergereicht worden.

00:13:37: Dann hab' ich eine große Sache gedreht.

00:13:39: Auch so ein Mehrteiler.

00:13:42: Das war historisch über die Flucht ... Das war so ne Roman-Verfilmung.

00:13:48: Jo Kähnen hieß das.

00:13:49: Da ging's über eine Flucht eines ganzen auspreußischen Dorfs übers Haft damals die dann eben in den Westen flohen vor den Russen.

00:13:59: Und ein Riesending mit unfassbar viel Kompasserie, Tierenpferden, Panzern, keine Ahnung was.

00:14:07: und das ging damit eben weiter und dann ging das irgendwie immer weiter.

00:14:12: Dann kamen Synchroen, kam relativ früh da rein und da hab ich so mit elf, zwölf habe ich damit angefangen und schien da auch irgendwas richtig gemacht zu haben.

00:14:26: Und bin dann eben auch gleich direkt weitergereicht worden, und hab dann eben ab da ganz viel Synchronen eben auch gesprochen.

00:14:32: Wahnsinn!

00:14:33: Ja

00:14:33: so früh alles?

00:14:35: Ich bin

00:14:35: ja eben auch eher so reingerutscht mehr oder weniger.

00:14:39: Also ich hatte einen großen Gönner- und Förderer nämlich den Jan Haaloff.

00:14:45: mit Den beiden Söhnen bin ich immer noch sehr, sehr eng befreundet mit Fabian und Marek.

00:14:49: Wir sind auch gegenseitig, sind wir Patenonkel von unseren Kindern ...

00:14:55: Du hast da auch gelebt?

00:14:57: Aber du bist nicht von da!

00:14:58: Du kommst woanders hin.

00:14:59: Ich

00:14:59: komm genau aus dem Kaff, wo wir alle herkommen.

00:15:03: Wir waren ja befreundet und es war sozusagen ein Zufall in Anführung.

00:15:08: Der Vater ist auch Synchron-Regisseur, der hatte damals eine kleine Produktionsfirma, hat viel für die Sesamstraße gemacht, hat selber auch Filme gedreht mit seiner Produktionsfirma.

00:15:23: Und das war dann eben so die Auftragsarbeiten, Verkehrserziehung und so ein Krämpel.

00:15:28: Da haben wir immer alle mitgespielt halt oder ganz früh Erfahrung gesammelt darüber alt.

00:15:33: Ja ja ja!

00:15:34: Wir haben festgestellt, dass wir uns wahrscheinlich aus den Alsterstudios

00:15:37: schon

00:15:37: kennen.

00:15:38: Ich habe auch als Kind angefangen, dann zusammengesprochen.

00:15:41: Deine Mutter kenne ich natürlich

00:15:42: auch von damals schon.

00:15:43: Auch von

00:15:43: damals?

00:15:44: Genau.

00:15:47: Wir müssen uns kennen.

00:15:49: Wie weißt man denn in den Pausen waren wir draußen auf der Straße unter ... Genau,

00:15:53: genau.

00:15:54: Da hat Pac-Man

00:15:54: gespielt.

00:15:55: Das war das erste, was es gab.

00:15:58: Wir kamen nach der Schule mit dem Taxi da reingefahren?

00:16:00: Ja für euch war's nah.

00:16:02: Dann hat Simone Seidenberg auch immer unsere französische Hausaufgaben gemacht.

00:16:07: wir haben da etwas zu essen gekriegt und dann waren die Kinder dran was auch gut war weil die ganzen Erwachsenen waren schon besoffen.

00:16:17: So war das damals ich weiß das

00:16:19: also das war ja früher war das ja allen scheiß egal.

00:16:22: Als Kinder standen wir auf der Kiste am Mikro.

00:16:24: Neben den Rauchern

00:16:25: und Trinkern?

00:16:26: Ich weiß,

00:16:26: ich weiß!

00:16:28: Da gab es auch einige... Einer hat mir fast mal eine gefeuert weil ich am Vorabend beim Griechen war und zu viel Knoblauch gegessen hatte und dann war da meine das gehört sich nicht.

00:16:36: Aber dann habe ich ihn darauf auch gemerkt, wie er riecht und dann hat er mir keine geknallt.

00:16:44: Das war ja auch früher synchron.

00:16:48: Die haben ja alle Theater gespielt.

00:16:50: Und kamen dann müde in Studio von der Vorstellung

00:16:54: oder besoffen nach den primären Feiern oder nach einem ganz normalen Abend in der Theaterkantine.

00:17:01: Das waren ganz andere Zeiten.

00:17:05: viel weniger Programm auf dem Zettel und das war ja damals auch so.

00:17:08: Das hat sich, das Synchron hat sich ja auch komplett verändert.

00:17:10: Ja

00:17:10: man war ja immer zu zweit mindestens mit dem Spielpartner.

00:17:14: Da

00:17:14: waren alle da die in der Szene waren und musste ja eben auch disponiert werden.

00:17:19: Man stand da auseinander, musste dann schnell zum Mikro rüber...

00:17:21: Und wer Text hatte ging nach vorne?

00:17:26: Genau!

00:17:27: Und das gibt

00:17:31: es ja gar nicht mehr.

00:17:33: Das war mein Glück, eben auch als Kind, weil so habe ich's gelernt.

00:17:36: Ich hab's halt von

00:17:36: den anderen abgehört.

00:17:37: Von

00:17:38: denen gelernt, die es schon konnten und das ist natürlich großartig.

00:17:42: Da hab' ich mit tollen Leuten – das wusste ich damals alles noch nicht, weil sie klein waren aber – ich hab mit Gerd Fröwe zusammengesprochen zum Beispiel, wir haben auch Jan Weltz da.

00:17:54: Das habe ich dann sehr viel später, hab' ich dann Goldfinger geguckt und da habe ich den kleinen Vampir gesprochen wo er den Gaia Maier gespielt hat.

00:18:06: Das war eine deutsch-französische Co-Produktion mit der Polyphon damals und da hat er eben den Gaianmaier gespürt und ich habe den Rüdiger gesprochen das waren den Jungen den Hauptampir.

00:18:20: Und hast du jemals Nervosität erlebt?

00:18:22: Oder bist du so früh jung...

00:18:24: Ja, die haben ja auch Theater gespielt und so.

00:18:26: Klar, klar denkst du bei der Premiere okay wenn ich jetzt aufs Klo gehe dann findet mich keiner und natürlich aber

00:18:33: auch am Mikro weil du so früher angefangen hast.

00:18:35: Ja

00:18:36: auch das kommt da ist natürlich dass immer so.

00:18:39: Tagesraum also nicht mehr so wirklich.

00:18:42: doch auch wieder so wenn es ein Kinofilm oder wenn's ein toller Schauspieler ist Wenn man eine Regie hat, die man noch nicht kennt oder klar.

00:18:52: Kennst du

00:18:52: auch?

00:18:52: Ja na klar kenne ich das!

00:18:54: Das ist aber... wenn es mal nicht mehr so sein sollte dann würde ich was vermissen auch.

00:19:00: Also weil es so ne ganz tolle Energie auch ist kommt ja immer drauf an wie man's benutzt

00:19:06: wird.

00:19:07: Man kann das

00:19:07: ja kanalisieren oder man sollte es

00:19:09: kanalisierend in was positiv ist und sich nicht lame lassen.

00:19:13: Und ist einfach als das nehmen was es ist und zwar unbewertet wie möglich, weil es einfach ... Es ist ja eine Energie die frei wird.

00:19:22: Adrenalin macht den Körper ein Jahr sehr viel leistungsfähiger und es schießt einen auch in ganz andere Konzentrationen.

00:19:32: Das ist auch so ein Level an Konzentrazen.

00:19:34: das kann man kaum jemandem erklären der da noch nie war.

00:19:39: Wenn man zum Beispiel auf einer Bühne steht und eben in diesem Zustand ist, während ich spiele höre Ich höre hinten rechts eine Nadel fallen.

00:19:53: Weil man so aufmerksam ist, weil man so angeschaltet ist ... Die Wahrnehmung ist sehr omnipräsent.

00:20:00: Mega!

00:20:00: Das ist toll, dass du das sagst.

00:20:02: Es gibt immer wieder auch Musicals zum Beispiel, Ken nicht?

00:20:06: Ich glaube, Cynthia Erivo hat mal eine Vorstellung abgebrochen weil sie zu sehr gesehen hat, dass jemand jetzt gefilmt hat.

00:20:12: Ja genau!

00:20:13: Und

00:20:13: dann hat sich das Ganze hier gespielt und ich spiele nicht weiter.

00:20:16: Ich weiß Sabrina Weckerlin, viele Leute bitten in ihren Stories immer die Fans filmen nicht.

00:20:21: Ich kriege das mit, ich sehe es wenn das Handy hochkommt.

00:20:24: Das nimmt die Konzentration von mir weg aber auch fürs Publikum als für die anderen sofort.

00:20:29: Weil das ist eine andere Konzentraktion auch?

00:20:32: Ich krieg ja auch sofort mit, das ist auch das Z-Fotografen zum Beispiel.

00:20:37: Ich verblüff ich immer, weil ich genau in dem Moment in deren Kamera gucke.

00:20:42: Ja

00:20:42: klar!

00:20:42: Weil du das merkst.

00:20:43: Und ich krieg's

00:20:43: mit einfach,

00:20:44: ne?

00:20:44: Ich kriege das alles mit.

00:20:46: Ich krieche auch mit wenn mich jemand, wenn ich irgendein Café oder ein Restaurant oder irgendwo irgendwie mit mich bewege, was ich ja problemlos tue, weil es ist nicht so schlimm wie bei Tom Cruise oder so... Aber ich krieche sofort mit wenn ich erkannt werde.

00:20:58: Wie die Aufmerksamkeit dann anders ist.

00:21:02: Das bekomme ich sofort mit, meine Frau sagt dann immer, was denn los mit

00:21:05: dir?!

00:21:05: Wenn auf einmal auf.

00:21:07: Ich rede jetzt mal von mir.

00:21:09: Auf meine Person kommt auf einmal so eine Schwung-Aufmerksamkeit.

00:21:12: So kann ich es nur beschreiben, das kriege ich einfach mit.

00:21:15: Das ist eine Energie oder keine Ahnung?

00:21:18: Da muss noch nicht mal ein Handy im Spiel sein.

00:21:21: aber ich krieg sofort mit wenn mich jemand so anguckt wie er mich anguckt weil er mich erkennt.

00:21:29: Das merke ich auch wenn das hinten hinter mir passiert.

00:21:32: Ich habe einfach, was ich eigentlich immer verfolgt habe in meinem Leben.

00:21:38: Vielleicht gehört das ein bisschen damit dazu ist, dass sich eigentlich immer sehr bei mir war.

00:21:48: Weil ich weiß, dass nicht mehr selber nur gehöre – ich gehör ganz vielen!

00:21:54: Das war schon immer in meinem Leben so.

00:21:56: Deswegen bin ich auch das geworden, was ich geworden bin, glaub' ich.

00:21:59: Weil ich immer schon das Gefühl hatte, dass ich ganz vielen gehöre und deswegen kriege ich solche Sachen einfach mit.

00:22:06: Aber wo kommt dieser Satz her?

00:22:08: Ich habe keine.

00:22:09: Ich will es erklären, dass du vielen gehörst.

00:22:10: Das hab ich noch nie ausgesprochen gehört.

00:22:13: Das

00:22:13: kommt von mir...

00:22:15: Ja!

00:22:15: Also

00:22:16: da hab ich gerade geschrieben.

00:22:17: Okay cool,

00:22:19: weil du eine

00:22:20: große Familie hast, wo viele Erwartungen sind.

00:22:23: Nee,

00:22:24: das hat mit Erwartungshaltung gar nichts zu tun.

00:22:29: Ich weiß auch gar nicht warum ich das jetzt so gesagt habe, aber weil es gerade aus mir rauskommt... Das ist eine Gewissheit die ich schon seit immer habe.

00:22:40: Also das ist was Schönes für dich?

00:22:41: Auf jeden Fall etwas Schönes!

00:22:42: Ja ja, dass es nicht schlimm ist.

00:22:45: Und dadurch

00:22:46: bist du mehr noch bei dir?

00:22:51: Dadurch habe ich die Verpflichtung, mir treu zu bleiben.

00:22:54: Weil ich ... Tja,

00:22:57: cool!

00:22:58: Philosophisch?

00:22:59: Ja klar mache ich mir auch zwei drei Gedanken über mein Leben.

00:23:04: Aber schön.

00:23:07: Und damit bin ich immer gut gefahren.

00:23:09: Also weil ich zum Beispiel bei Entscheidungen es gibt Wenn es um den Job geht.

00:23:18: Es gibt immer so die Entscheidungs-Dreifaltigkeit.

00:23:23: Stimmt die Kohle, interessiert mich das inhaltlich und hab ich da generell Bock drauf?

00:23:28: Und wenn eins nicht mit Ja beantwortet werden kann ist es das nicht oder wenn mindestens zwei Sachen müssen mit ja

00:23:35: beantworten.

00:23:37: Also wenn's nur wegen des Geldes ist... Das

00:23:38: reicht

00:23:39: auch keinen Fall weil das recht sich

00:23:43: Ja, natürlich

00:23:44: für

00:23:45: das gegen

00:23:46: die Werte.

00:23:48: Ich muss bei mir bleiben und mir selber treubleiben.

00:23:52: Sonst kann ich das nicht mehr machen.

00:23:54: Und sonst verliere ich mich!

00:24:00: Sonst gebe ich Dinge von mir ab, die ich nicht wieder kriege sozusagen.

00:24:04: Es muss was zurückkommen und sonst arbeite ich mich leer.

00:24:07: Ich muss mich aber rundarbeiten weil in unserem Beruf wir geben ja wahnsinnig viel.

00:24:13: Und das muss an irgendeiner Stelle das wieder zurück kommen, sonst ist man irgendwann alle oder es ist mal leer gebrannt.

00:24:19: irgendwann wenn ich zum Beispiel einen Schreibtischstopp machen müsste.

00:24:25: Da würde ich komplett, das würde ich auch natürlich mit Inbrunst machen oder leerbrennen weil nichts für mich zurückkommt.

00:24:33: und die Leute die das können, die bewundere ich.

00:24:35: Und es gibt ja auch Leute wie mein Steuerberater oder Leute, die machen das, weil sie das machen und vielleicht auch machen wollen und da darin ihre Erfüllung finden.

00:24:49: Darum beneide ich sie nicht, darum was Sie machen.

00:24:51: Aber es ist toll dass es sie auch gibt.

00:24:53: Auf

00:24:53: jeden Fall!

00:24:54: Also ohne die wäre hier aufgeschmissen?

00:24:56: Ja ja natürlich!

00:24:57: Natürlich!

00:24:58: Wenn

00:24:58: ich schon lange aufgeschmiessen

00:24:59: zahlen

00:25:00: kann ich ja gar nicht also dafür bin ich nicht da.

00:25:03: Ich muss jetzt zurück sprengen in deiner Vita weil ich habe gelesen du hast das Abitur in Singapur gemacht.

00:25:09: Ist das wirklich wahr?

00:25:11: und wie konnte das passieren?

00:25:12: Das ist nicht!

00:25:13: Ich hab nichts in meiner Vita ins Gelogen!

00:25:15: Vielleicht

00:25:17: bei Wikipedia oder...

00:25:18: Es gibt ja einige Leute, die lügen in ihrer Wiedern.

00:25:21: Ich

00:25:22: kann gar nicht lügen!

00:25:22: Nein, nein, nein!

00:25:25: Ich konnte noch nie lügen...

00:25:27: Das ist super!

00:25:28: Ja

00:25:28: ich habe das einmal verliebt und kann auch nicht betrügen.

00:25:31: Das geht nicht, das kommt immer raus aber durch mich selber.

00:25:35: Man

00:25:35: sieht es mir sofort an.

00:25:37: Und weil ich weiß dass man's mehr ansieht, kann ich es noch weniger.

00:25:40: So ist das gekendet.

00:25:41: Noch ein Verstärker Ich hab einmal ne Sechs gekriegt in einer Klassenarbeit, ich weiß gar nicht mehr welches Fach das war.

00:25:48: Obwohl ich eigentlich eine Zwei gehabt hätte, weil ich alles wusste, habe ich trotzdem ... ist mir dieser scheiß Spickzettel runtergefallen?

00:25:54: Aber auch so blöd und ungeschickt!

00:25:56: Ich kann das eben auch nicht!

00:25:58: Und dann habe ich ne Sechst gekriecht und da habe ich einfach

00:26:02: sein lassen.

00:26:03: Also Singapur?

00:26:05: Ja, ich habe in Singapurt mein Abitur gemacht.

00:26:09: Das war eine sehr glückliche Fügung in meinem Leben.

00:26:17: Meine Eltern haben sich damals getrennt und ich habe mit meiner Mutter, meinen einen Bruder oder auch mit beiden Brüdern mehr oder weniger alle zusammen gewohnt eben im Künstlerhaushalt.

00:26:26: Und in dem Haus, in dem wir gewohnd haben unten so einer alten Jugendstilvilla mitten in der Stadt damals die gibt es nicht mehr ist abgerissen Und oben hat eine Familie gelebt, die war da eher ein altes WDR-Kind.

00:26:40: Er hat beim NDR gearbeitet und hatte dort ne Sendung, Panorama, ne Polietsendung.

00:26:46: Der war schon vorher Auslandskorrespondent gewesen und ist dann wieder Auslandscorrespondent geworden und ist nach Singapur gegangen für den südostasiatischen Raum Und wir haben eben in diesem Haus zusammen gewohnt.

00:27:03: Nicht mal ein Jahr tatsächlich, es fühlte sich an wie fünf Jahre nicht weil zu ätzend war ganz im Gegenteil sondern weil das so intensiv einfach... Das war eine riesen Scheibe Leben die wir da zusammen verbracht haben dass er mir angeboten hat oder die Familie mir anboten hatte, ob ich nicht ein Jahr zu ihnen komme.

00:27:21: Und ich hatte gerade mit Ach und Krach meine mittlere Reife geschafft.

00:27:25: Schule war ja auch nichts für mich.

00:27:29: Dann habe ich gesagt Ja!

00:27:32: Alles klar mache ich.

00:27:33: Ich wusste noch nicht mehr wo das ist.

00:27:36: Das habe ich mir nochmal angeguckt.

00:27:44: Ich war ja immer auch schon in unserer Familie.

00:27:47: Jetzt, da ich selber Vater oder Eltern bin, weiß ich, was sich meiner Mutter für Sorgen gemacht haben muss.

00:27:52: Weil ich bin nie nach der Schule nach Hause gekommen und deswegen ... Das war zwar mein Zuhause aber ich war immer sehr viel unterwegs und hab mich in den Himmel geguckt.

00:28:04: Also ich habe mich auf die Wiese gelegt... Wirklich?

00:28:08: Und für beobachtet und also ein Krempel oder an der Baustelle hängen geblieben, den Bagger zugeguckt.

00:28:16: Nicht nur einmal hat meine Mutter zwanzigmal den Schulweg abgefahren

00:28:20: um mich zu finden,

00:28:22: wo ich dem bleibe.

00:28:23: Deswegen war da lange Rede gar keinen Sinn, deswegen war damals die Entscheidung Für mich ganz klar, natürlich mache ich das.

00:28:32: Obwohl ich überhaupt keine Ahnung hatte... Aber das konnte nur toll sein und meine Mutter hat es sofort unterstützt natürlich.

00:28:42: Mein Vater gar nicht aber der ist einfach auch anders.

00:28:46: Und

00:28:46: sie hat das durchgesetzt.

00:28:47: dann?

00:28:48: Ja

00:28:48: sie hat es durchgesetzt und ja und dann war ich auf einmal in einer Singapur geflogen

00:28:54: mit

00:28:57: One Way Okay.

00:29:00: Mit Eroflott damals, das weiß ich noch.

00:29:02: Das

00:29:02: war mein erster ...

00:29:03: Nein, die gibt's noch?

00:29:05: Weiß ich nicht, ob sie immer noch Ero flott heißt, aber das war damals die russische Fluglinie über Moskau, über Indien damals, über Bombay.

00:29:13: Es war mein erster langen Streckenflug und das war natürlich vom Flug her schon mal aufregend In einem Land, in einem Klima.

00:29:24: Da hatte ich überhaupt keine Ahnung, was mich da erwartet.

00:29:28: natürlich, woher auch?

00:29:29: Na ja und dann hab' ich... Dann

00:29:32: bist du länger als ein Jahr geblieben

00:29:34: wenn

00:29:34: Du Abi gemacht hast.

00:29:35: Geht weiter!

00:29:37: Und dann bin ich da halt an der Schule, haben sie mich an einer Schule angemeldet.

00:29:42: Deutsche Schule Singapur.

00:29:43: Krass!

00:29:44: War das nicht sehr teuer?

00:29:45: Doch schon ein

00:29:45: bisschen.

00:29:47: Ein bisschen teuer mit vereinten Kräften.

00:29:49: Da ist so ein bisschen was von meinem Geld, was ich damals verdient habe, gelandet und so... Teilweise muss ich sagen.

00:29:58: Also die Familie, in der ich dann gelebt habe, die haben auch... Die haben da teilweise sind, die da auch eingesprungen und so.

00:30:03: Wahnsinn!

00:30:03: Ja, die hat mich einfach aufgenommen als Sohn.

00:30:05: Okay,

00:30:07: kannst du's?

00:30:07: Total toll.

00:30:08: Und nach dem Jahr haben sie mich halt gefragt, jetzt gehst du zurück nach Deutschland was machst du denn?

00:30:15: Da hatte ich nicht wirklich irgendeine Idee.

00:30:18: Dann haben sie gesagt, mach doch dein Abi hier.

00:30:20: Dann hab' ich nochmal ja gesagt Und dann bin ich da insgesamt dreieinhalb Jahre geblieben.

00:30:29: Was?

00:30:29: Wenn

00:30:30: ich mir das vorstelle, dass mein Kind mit sechzehn so was machen sollte oder siebzehn oder sämt,

00:30:34: dann macht es ja zehn irgendwie... Ja genau!

00:30:37: Und dann einfach weg ist letztendlich, dreieinhalb Jahre.

00:30:40: Ja meine

00:30:40: Mutter war immer schon sehr freiheitsliebend aber nichtsdestotrotz meiner Mutter.

00:30:45: Trotzdem bist du der älteste Musiker

00:30:47: herzer.

00:30:47: Die hat auch total geheult als ich mich verabschiedet habe und ich war auch zwischendurch in einer

00:30:53: Tür.

00:30:54: Immer mal

00:30:54: da!

00:30:55: Und zwar eine lustige Geschichte... Ich habe ja in Singapur genauso weitergemacht.

00:31:00: Auch zur Grund gesprochen?

00:31:01: Nein,

00:31:01: das nicht!

00:31:02: Aber

00:31:03: gedreht oder was?

00:31:04: Wir haben Musik gemacht und mit meinem Mathelehrer, wir haben im Musical zusammengeschrieben und da haben auch das zu Aufführung gebracht.

00:31:15: Mit dem zusammen habe ich dann und seiner Frau die hat auch Musik gemacht.

00:31:20: Ich hab einen Gesangswettbewerb an der französischen Schule... an einer französischen Fohle, da habe ich teilgenommen und mit den beiden zusammen habe ich ein Stück dort einstudiert.

00:31:35: Und das war damals organisiert von der franzöischen Botschaft.

00:31:39: Der erste Preis war – das weiß ich noch nicht, bin so froh dass ich einen ersten Preis nicht gewonnen habe – der erste Preis waren Flug nach Paris Und ähm, unten Sprachkurs.

00:31:47: Oh!

00:31:48: Hättest du Französisch lernen müssen?

00:31:49: Ja, ganz klar.

00:31:50: Wollt ihr nicht?

00:31:51: Arbeit!

00:31:51: Wollte ich gar nicht.

00:31:52: Das ist schon klar.

00:31:53: Der zweite Preis war ein Flug nach Paris.

00:31:56: Aha,

00:31:57: ohne Kurs... Ohne Kurs!

00:32:00: Den habe ich gewonnen und konnte deswegen Weihnachten nach Hause fliegen.

00:32:04: Wie cool!

00:32:04: Ich bin dann von Paris mit der Bahn nach Hamburg, genau.

00:32:09: Dann konnte ich Weihnachten zuhause.

00:32:10: Wie abgefahren!

00:32:11: Matthias was für eine Biografie?

00:32:14: Ein bisschen was erlebt.

00:32:16: Wirklich

00:32:16: was

00:32:16: erlebt?!

00:32:17: Okay, dann kamst du zurück nach deinem dreieinhalbjahrs-Singer.

00:32:20: Woher?

00:32:21: Wo wolltest Du denn hin?

00:32:21: Das war

00:32:24: genau

00:32:24: die Frage, die mich umtrieb da ich dann dreieinhalb Jahre in einem der Journalistenhaushalt gelebt hatte.

00:32:30: Und war ich, hat mich das natürlich tief beeindruckt und also ich hab das wirklich was eher gemacht hat.

00:32:36: Das glaube

00:32:36: ich natürlich!

00:32:37: Weil er hat da auch die haben ja... Also du liegst ja nicht am Pool und trinkst in Tonic sondern die sind ja zweihundertfünfzig Tage im Jahr gar nicht da und der ist über die grüne rote Grenze zu den roten Khmer über die grüne Grenze.

00:32:56: Damals, Laos Kambocha ... Wahnsinn!

00:32:59: Da waren sie zwei Monate im Dschungel ohne Rückmeldungen und haben da die Khmer gesucht.

00:33:06: Die Nachkommen von Pol Pot sozusagen.

00:33:11: Und haben solche Sachen halt gemacht.

00:33:16: richtig hautnahen, krassen Journalismus irgendwie gemacht.

00:33:18: Wahnsinn!

00:33:19: Und der war ganz viel gar nicht da halt.

00:33:21: und Australien gehörte auch noch dazu zum Sendegebiet.

00:33:25: Japan hat einen eigenen und Peking hatte ja auch einen eigenen aber er war eben Südostasien und Pazifik.

00:33:35: Das war ja das größte, zusammenhängende Korrespondentengebiet was bedient werden sollte.

00:33:40: Der hatte ja auch Anfragen nach Pitkern Island und also ein Käse zu machen.

00:33:43: oder könnten sie mal ganz kurz und so... haben wir auf dem Globus geguckt?

00:33:49: Wo

00:33:49: das jetzt hingeht!

00:33:52: Und klar, da gab es immer so Anfragen aus den Redaktionen für irgendwelche Features.

00:34:01: Die haben bei uns immer mitten in der Nacht angerufen, weil die auch Zeitverschiebungen

00:34:05: ... Ja ja.

00:34:06: Immer nachts angerufen werden, wenn sie gearbeitet

00:34:10: haben.

00:34:10: Was war eine Prägung für dich?

00:34:12: Deswegen wollte ich da Journalist werden

00:34:15: als ich zurückkam

00:34:16: und bin dann zurück nach Deutschland gekommen.

00:34:17: Ich dachte echt, ich bin im falschen Film gelandet.

00:34:20: Das war ganz komisch für mich das zurückkommen.

00:34:23: Weil einfach die ganze ...

00:34:25: Es ist so anders.

00:34:26: Völlig anders, also ganz anders.

00:34:29: Mein Vater kommt aus Rio de Janeiro.

00:34:31: Deswegen kenne ich das.

00:34:32: Brasilien habe ich auch von mir hier.

00:34:34: Wirklich?

00:34:35: Ja, für

00:34:36: die Federlicherseits.

00:34:36: Interessant.

00:34:38: War ich schon in Hesife.

00:34:39: Ich liebe Rezive, über alles.

00:34:42: War

00:34:43: ganz viel mit meinem Papa aus Rio und wir waren auf dem Rezif im Bahia in Natau bis nach oben.

00:34:48: Ja war

00:34:48: ich auch schon natauweit, Bahia war

00:34:50: ich

00:34:51: aber auch in Rio schon.

00:34:53: In Rio auch?

00:34:54: Ich war

00:34:54: noch nicht in Sao Paulo, warst du schon?

00:34:56: Im Sao Paolo war ich ja auch, ich war auch im Südenweich

00:34:59: weil

00:34:59: da meine Cousine lebt.

00:35:00: Ah

00:35:01: ok!

00:35:01: Ich war in Brasilien auch schon mal, aber das war sehr klein.

00:35:03: Da

00:35:03: war ich noch nicht.

00:35:05: Auf jeden Fall verstehe ich dadurch, wie verschieden die Welten sind.

00:35:08: Wie anders das ist und wenn man so lange wo gelebt hat... Ich merke jetzt schon, ich habe Fernweh weil es mir fehlt und ich war nie so lang am Stück.

00:35:16: aber wenn dreieinhalb Jahre ist ja dann schon Lost für Deutschland.

00:35:20: Das Tolle war eben dass wir sind halt Wir haben da wahnsinnig viele Ausflüge auch gemacht.

00:35:25: Also ich und mein Kumpel, ich hatte einen Kumpeln da, wir waren ja zu viert im thirteenth Jahrgang dann letztendlich.

00:35:31: Das war eine Auslandschule.

00:35:33: Wir waren ja wirklich ein Privatunterricht

00:35:35: quasi.

00:35:35: Ich

00:35:37: habe ja auch ein altes deutsches Abitur gemacht also das war ja wie ne Privatschule quasi.

00:35:40: Ja toll!

00:35:40: Ich hab in dreizehn Fächern Abituren gemacht und hab's komischerweise geschafft auch.

00:35:47: Und mit meinem Kumpel, wir sind ... Mit dem bin ich immer noch befreundet.

00:35:52: Der ist auch Fernweh.

00:35:54: Er lebt inzwischen in Südfrankreich.

00:35:55: Da hat er die Nase voll von Deutschland

00:35:57: gehabt.

00:35:57: Verständlich!

00:35:59: Wir sind ganz oft am Wochenende nach Malaysia getigert und da auf den Inseln sind Schneucheln gegangen das kostete ja alles nichts.

00:36:06: Das konnten wir uns als Schüler leisten.

00:36:09: Da hast du dann so eine Hütte am Strand für einen Dollar die Nacht und Mutti hat gekocht, für drei Dollar.

00:36:16: Das konnten wir uns alles leisten und das haben wir eben ganz oft gemacht.

00:36:20: Und das war natürlich ne unfassbare Freiheit natürlich noch.

00:36:23: Natürlich!

00:36:26: Und zurück nach Deutschland zu kommen war schon ein bisschen komisch.

00:36:29: Dann wollte ich ja studieren...

00:36:31: Wolltest du an die Hein-Henri-Nan-Schule?

00:36:33: Das

00:36:34: wurde mir nahegelegt.

00:36:35: Das habe ich dann aber erst mal nicht gemacht, sondern bin erstmal in Heidelberg einer Universität eingeschrieben.

00:36:45: Keine Ahnung, warum.

00:36:47: Also ich weiß es bis heute nicht.

00:36:49: Ja

00:36:49: vielleicht weil's da ein Studium Platz gab oder... also ich wollte Englisch und Geschichte.

00:36:53: Die Geschichte hat mich immer schon interessiert und Englische konnte ich ja nun.

00:36:56: Ich dachte dann studiere ich das mal und mache aber nicht auf Lehramt sondern auf Magister und gucke dann mal weiter.

00:37:06: Na

00:37:07: ja, sagen wir mal so.

00:37:07: Ich hab mich eingeschrieben zum Wintersemester da ist er dann auch gleich Weihnachtsmarkt und dann war ich aber solange im Ausland dass sich völlig vergessen hatte das ich ja auch eigentlich ein Wehrpflichtiger bin.

00:37:20: Und dann haben sie mich da unten beim Bund eingezogen und dann musste ich in Ulm noch zur Bundeswehr Und da dachte ich nun, das ist der Verein.

00:37:33: Da wollte ich ja gar nicht hin und obwohl es hat komischerweise echt Spaß gebracht für Jungs ist das echt

00:37:39: cool

00:37:40: mega.

00:37:40: also das war wirklich ein Abenteuerspielplatz oder weniger so und wir sind Ich war in einer Leopard II-Mannschaft und werde dann mit einem Panzer durchs Gelände geballert.

00:37:50: Das hat schon Bock gebracht

00:37:51: auf dem Niveau

00:37:53: Also spielt sich für große Kinder.

00:37:55: und dann hatte ich davon aber genug weil als die Grundausbildung vorbei war, wurde eigentlich nur noch gesoffen und gekifft.

00:38:01: Und es war einfach starbenslangweilig.

00:38:04: Dann habe ich mir gedacht, dann wäre ich jetzt Schauspieler.

00:38:06: Jetzt könnt ihr mich alle machen!

00:38:07: Ich werde jetzt Schausepieler habe ich meinen gesamten Urlaub, der ging.

00:38:13: Habe ich mir genommen von der Bundeswehr und da wurde dann auch genehmigt und bin nach England geflogen und hab eine Aufnahmeprüfung gemacht.

00:38:21: Ja

00:38:21: wieso in England?

00:38:22: Weil ich das Englisch nicht verlieren wollte.

00:38:24: Ich wollte die Sprache weiter sprechen und weil ich nicht in Deutschland sein wollte.

00:38:33: Und England lag nahe ... In den Staaten wollte ich nicht.

00:38:37: Das hat mich noch nie gereizt also heute

00:38:40: weniger denn hier.

00:38:44: Weil mich die Leute auch nicht gereizt haben, als Land nie gereizte.

00:38:50: und dann bin ich nach England gegangen und hab da meine Aufnahmeprüfung gemacht an dieser Schule und die habe ich genommen.

00:38:55: und dann musste ich aber wieder zurück zur Bundeswehr.

00:39:02: der Trick, den ich angewendet habe.

00:39:05: Also das ging eigentlich überhaupt gar nicht so weil die haben eben eine Berufsarmee in England damals gehabt und das gibt es ja also wie bei uns heute.

00:39:12: Die hatten keine Beherbpflicht.

00:39:14: Und deswegen wurde auch mein Studienplatz nicht erhalten.

00:39:17: Also musste ich an irgendeiner Stelle halt lügen oder irgendwas veranstalten was vielleicht nicht so in den Büchern steht.

00:39:24: Das hab' ich dann gemacht und dann haben sie mich ausgemustert und dann sind aber wahnsinnig lange gebraucht um mich auszumustern.

00:39:29: Was aber mein Glück war, so hatte ich das eigentlich das komplette erste halbe Jahr in England, wo dich bezahlt von der Bundeswehr.

00:39:39: Oh sehr gut für die Ausbildung!

00:39:41: Sehr gut, sehr gut.

00:39:43: Das

00:39:43: kostete ja auch Geld

00:39:45: und da hast du richtig normalen Schauspieler-Ausbildungen

00:39:47: gemacht.

00:39:47: Und da ging dann meine Schauspulausbildung los, genau.

00:39:50: In Englisch everything?

00:39:51: And what accent do you speak when speaking English?

00:39:54: ?

00:39:55: Wir haben eine Mischung

00:40:00: aus Singapur und

00:40:03: Britannien.

00:40:08: Und als ich dann in England war, da gab es dann ja richtig auch Akzentunterricht.

00:40:15: Ja, und

00:40:16: da hat man... Ich habe ja da auch Theater gespielt und so weiter hat man's nicht mehr gehört, dass ich nicht

00:40:21: nach England komme.

00:40:23: Wie heißt das High Standard?

00:40:24: Nee, das heißt...

00:40:28: Api heißt das auch.

00:40:30: Das BBC Englisch ist

00:40:32: anp,

00:40:33: Received Pronunciation.

00:40:36: Das wurde da gelehrt und eben noch der ganz andere Krempel Northern Scottish Irish.

00:40:41: Wirklich?

00:40:43: Ja!

00:40:44: Das kann man sich drauf schaffen.

00:40:46: Aber...

00:40:48: Das ist in englischsprachigen Ländern so.

00:40:50: In Deutschland hast du das nicht mehr.

00:40:51: Nein,

00:40:51: das ist ja im Synchron.

00:40:54: Das ist natürlich in England, wenn ich da jetzt auch im Synchron begegne.

00:40:58: Natürlich Fernsehserien, die spielen dann in Yorkshire oder so.

00:41:01: Ja ja, natürlich!

00:41:02: Wir

00:41:02: haben dann den

00:41:04: gewissen Akzent und du hast was wo du um Süden spielst, dann kommt aber ein Schotte daher und das sagt ja etwas aus.

00:41:09: Na ja, natürlich.

00:41:10: Ja klar!

00:41:10: Und dann kommen die Redakteure auf die Idee da könnte doch Bayerisch sprechen oder dann aber sagt ne kann er nicht.

00:41:15: also das ist ein völliger Käse.

00:41:17: also was völlig anderes.

00:41:18: Aussage und je nachdem wie sie auch sprechen auch in London innerhalb von London gibt es

00:41:23: ja auch ganz viele.

00:41:24: Das berühmte Cockney natürlich.

00:41:26: Da gibts aber auch das Mittelklaas und das Greens English usw.

00:41:32: Da hat es eben noch mal eine andere Aussage.

00:41:37: In England habe ich mich ja auch total verknallt einfach.

00:41:39: Ja, herrlich!

00:41:40: Die haben so ne geile Ecke ab, die Engländer... Die sind

00:41:43: cool!

00:41:44: Ich mag

00:41:45: das sehr.

00:41:46: Das ist so unmittelbar und das denkt man gar nicht.

00:41:50: Es ist wirklich nur ein stunde Flug von hier und sie sind da so anders drauf, dass denkt man einfach gar nicht.

00:41:55: Und davon ganz abgesehen ist es landschaftlich wunderschön.

00:41:59: Das sollte man auf jeden Fall mal von Norden bis Süden bereisen.

00:42:02: Ich war mal in Devon und da unten.

00:42:04: Und ich war auf den Orkney im Insel, weil es

00:42:08: auch...

00:42:09: Ja ja!

00:42:10: ...und in London.

00:42:10: Ich war ganz viel in London meine Gesangstlehrerin war da und dann war ich jedes Jahr mehrfach immer in London und...

00:42:16: Meine Schauspielschulde damals waren die Guildford School of Acting.

00:42:18: das war ein Guildford das so dreißig Meilen südlich von London in Surrey Wo ich dann auch gelebt habe.

00:42:24: Und am Anfang hab ich natürlich in London gewohnt, weil ich noch gar nicht wusste wo ich lande.

00:42:29: Da hatte ich Freunde, wo ich runtergekommen bin und dann hab' ich mir aber einen Gipfel, der da gewohnte.

00:42:34: Weil ich auch nicht jeden Morgen zwei Stunden zur Arbeit fahren musste oder zur Schule fahren musste.

00:42:39: Da ist schon sehr viel Zeit immer verloren.

00:42:41: Und hast du da gute Sachen gelernt Matthias?

00:42:43: Ich meine, du hast ja schon sehr viele Erfahrungen vorher gehabt.

00:42:46: Auch mit

00:42:46: Drehen und mit Sprechen und mit allem hat sich das spielen für dich nochmal anders...

00:42:54: Also das, was ich da auf jeden Fall gelernt habe.

00:42:59: Ist das eine Schauspielschule nicht zum Schauspieler macht, sondern das bringst du mit.

00:43:04: So

00:43:04: ist das!

00:43:05: Das muss man unterstreichen mit.

00:43:07: Das ist

00:43:11: so.

00:43:11: Da trennt sich auch die Spreufer im Weizen relativ schnell.

00:43:15: Im ersten Jahr waren wir noch fünfzig Leute und nach einem halben Jahr waren es noch dreißig.

00:43:22: Also das hat sich dann auch relativ schnell ausgesiebt.

00:43:26: Also die sind entweder aus eigenen Stücken gegangen oder sind gegangen worden.

00:43:29: Und dann gesagt wurde auch, na tu mir leid aber da sehen wir nix was sich noch weiter lohnt auszubilden.

00:43:36: und genau das habe ich gelernt.

00:43:40: Die Schauspieler macht dich nicht zum Schauspieler.

00:43:42: Das muss man anders wollen einfach nochmal weil...

00:43:46: Muss in einem drin sein?

00:43:47: Ja!

00:43:50: Ein gewisses Talent oder eine gewisse Grundbegabung muss dafür schon vorhanden sein und eine gewiss Bereitschaft auch, das zu machen.

00:44:01: Mit sich selber auch zu machen Das kann einfach nicht jeder Und das macht auch nicht jeder und ist aber auch nicht schlimm.

00:44:11: Ausbildung ist ja auch da für sich auszuprobieren und wenn es das nicht war dann war's das halt

00:44:15: nicht.

00:44:17: Was ich da noch gelernt habe ist, womit wir eigentlich beim Kernthema der Podcast sind.

00:44:22: Da hab ich wahnsinnig viel über Stimme gelernt tatsächlich.

00:44:25: Die haben eine ganz fundierte,

00:44:27: unfassbar fundierte Sprachausbildung und Sprach-Ausbildungen.

00:44:32: Also

00:44:33: ganz konzentriert darauf.

00:44:35: Ich hab glaube ich anderthalb Jahre nur ein A gemacht auf dem Stuhl.

00:44:39: Sehr gut!

00:44:41: Es geht ganz viel um Atmung, um Körpergedächtnis... Die eigene Körperwahrnehmung, dann die räumliche Wahrnehmungen und so das.

00:44:51: Da hab ich wahnsinnig

00:44:52: viel.

00:44:52: Hattet ihr Link-Later-Stimmtraining?

00:44:54: Wie bitte?

00:44:55: Nein, würdest du kennen?

00:44:56: Das ist da drin bin ich ausgebildet.

00:44:58: Okay!

00:44:59: Das ist ein KörperstimmTraining von einer Frau aus den Orkneyinseln in New York an der Columbia gelehrt hat und Lehrer weltweit ausgebilt

00:45:07: hat.

00:45:07: Und

00:45:07: das ist ein Körperschirmtraining was an manchen Schauspielschulen exklusiv

00:45:11: is'.

00:45:12: Aber du wirst Ähnliches gemacht haben.

00:45:13: Und die ganzen Sachen Körperbewusstsein, Atembewusstseins.

00:45:16: Das ähnelt sich ja auch alles?

00:45:17: Total!

00:45:18: Also wie gibt es an der Ausbildung eine Schauspielausbildung oder so mache das sind ja die gleichen Übungen weil sie ist ja das gleiche Instrument.

00:45:24: also so viele verschiedene Arten von Stimmbändern gibt's ja nicht.

00:45:27: Richtig, so ist

00:45:29: das.

00:45:30: So und klar gibts gibt's different approaches aber letztendlich reden wir über das Gleiche.

00:45:36: grundsätzlich geht es ja um Atmung einmal

00:45:39: und den eigenen Stimmklang zu authentisch zu sein.

00:45:42: Und auch überhaupt steuern zu können, okay was will ich eigentlich machen?

00:45:45: Wo ist meine Stimme?

00:45:46: Wo sitzt sie heute?

00:45:47: Wo soll sie sitzen?

00:45:49: und dass man solche Sachen einfach... Dass man sich bewusst macht mit Bildern im Kopf und so weiter.

00:45:55: Da habe ich wahnsinnig viel gelernt.

00:45:57: auf jeden Fall also das ja sozusagen die Grundlage des Berufs.

00:46:01: auf jeden fall und da rede ich nicht nur über Theater sondern das ist für alles mögliche was mit dem beruf auch nur im entferntesten zu tun hat.

00:46:11: auch die dreherei zum beispiel hat auch viel auch viel damit zu tun.

00:46:16: manchmal musste halt den ganzen tag schreien und das kannst du nicht wenn du deine stelle ausgebildet hast.

00:46:21: da bist du dann mittagsheiser und dann geht es nicht weiter.

00:46:24: also dass ist hab ich ja mal erlebt.

00:46:28: Da geht's dann, endet das auf dem Opetisch.

00:46:30: Endet es auf dem ... Ja, erzähl mal davon!

00:46:32: Wann war das?

00:46:33: Das

00:46:33: waren nun ... da war meine Stimme ja schon ausgebildet und

00:46:35: sagen,

00:46:36: dass wir tatsächlich in der Dreharbeit zu den Berlin-Berlin-Kino-Filmen...

00:46:39: Wirklich?!

00:46:40: Ach so, gar nicht so lange

00:46:41: her.

00:46:41: Nee, das ist gar nicht solange her.

00:46:42: Und ähm ... Äh, da haben wir ... ähm Im Regen, im Scheißwetter gedreht einfach.

00:46:51: Und da haben wir irgendwie zwei Tage lang im verregneten Wald gedrehen und alles war nass, alles war klamm und es ging eben viel mit, war viel Text, viel Rufen,

00:47:01: viel Stein,

00:47:02: viel Stimme

00:47:03: halt...

00:47:04: Und irgendwann waren auch alle krank.

00:47:08: Also das ganze Team war krank und wir haben aber weiter

00:47:11: gemacht, auf die kranke Stimme rauf.

00:47:13: Schön!

00:47:13: Auf die kranken Stimme weiter... Da erinnere ich noch, da haben wir nämlich danach den ganzen Anfang gedreht.

00:47:24: Ah.

00:47:25: Das ist im Gericht ... Das ist wirklich den ganzen Anfang, wo wir dann auch noch hochemotional

00:47:32: ... Wo ihr heiraten wollt?

00:47:33: Auch das?

00:47:34: Nee, noch davor!

00:47:35: Bei der geplatzten Hochzeit.

00:47:37: Ja ja ja... Da wurde der Film

00:47:38: anfängt.

00:47:40: Wo ich dann diese Riesetreppe runterlaufe, Lolli mir hinterher, Jan mir hinter her und dieses wahnsinnige Nein!

00:47:50: Ich will heulerein Und das haben wir natürlich nicht nur einmal gemacht, sondern ein paar Mal.

00:48:01: Das hat ein bisschen gedauert und dann haben wir diesen Film fertig gedreht.

00:48:04: Irgendwann merkte ich, dass meine Stimme nicht mehr, also dass ich nur noch ungefähr eine Quinte zur Verfügung habe an Range.

00:48:13: Also es war wirklich so ... Das war nicht mehr viel.

00:48:20: Da habe ich sofort zum HNO-Ärzten gehangen, zu meiner HNO Ärztein, die auch sehr gut

00:48:25: ist

00:48:26: und sie hat gesagt, da rufe ich direkt den Spezialisten an, da bin ich einfach gar nicht ... Sie sind Schauspieler und so, deswegen brauchen ihr ihre Stimme.

00:48:34: Dann habe ich mich sofort an den Herrn Heß gekommen.

00:48:41: Die haben das direkt gefunden was ich habe.

00:48:43: Was hattest du?

00:48:45: was man alles haben kann.

00:48:46: Ich hatte eine

00:48:49: Einblutung,

00:48:50: also quasi ne Blutblase,

00:48:52: hat sich gebildet

00:48:54: und von dann irgendwann gestemmt halt, wie ihr mir erkältet und so und dann noch trotzdem weiter durchgerockt dass so viel Arbeit auf dem Abband hat, das irgendwann geplatzt ist sozusagen.

00:49:08: Und er hat auch gesagt, das Kremau mit der Salbe nicht mehr weg?

00:49:11: Das müssen wir tatsächlich operieren!

00:49:13: Ich glaube, dass das Adel hatte.

00:49:15: Ja, kann gut sein

00:49:17: und das wurde dann weggelasert.

00:49:19: oder wie wurde

00:49:19: das operiert?

00:49:20: Er hat das mit einem ganz... Also er hat mir das erklärt.

00:49:23: Ich war ja zwar körperlich da aber ich war natürlich unter vollem Nachboden, weil die hinten im Rachen operieren.

00:49:28: Natürlich darf man sich nicht bewegen.

00:49:29: Nein, also er hat gesagt sie dürfen absolut gar

00:49:32: nicht.

00:49:34: Das wurde auch hart fixiert.

00:49:36: Da wurde mir so eine Schiene in den Kehlkopf gestellt, weil er mit einem ganz feinen Hobel im Nano-Bereich hobelt.

00:49:44: Der haut schichten ab und wurde das dann abgetragen.

00:49:48: wirklich im Nanobereich.

00:49:49: also ein ganz feines Hierät Bitte nicht verletzen, vor allem nicht die Stimmenbänder.

00:49:57: Natürlich!

00:49:58: Das war ja eine größte Sorge und hat mir gesagt auch nein also das ist auch durch die Stimmbänder durch sei komplette Routine.

00:50:09: inzwischen kann er so beschützen dass da absolut nichts passiert.

00:50:12: okay dass er sich nur um den Teil kümmern kann der tatsächlichen Mitleidenschaft gezogen.

00:50:18: klar kann irgendwas immer passieren.

00:50:20: Ja, wenn sie hier bitte unterschreiben würden.

00:50:22: Das

00:50:22: geht mit dazu!

00:50:23: Es ist das Schreckliche,

00:50:25: dass man das

00:50:26: immer unterschreifen muss.

00:50:27: und dann wie war es danach?

00:50:29: Musstest du

00:50:31: zwei Wochen die Klappe halten was mir wahnsinnig schwerfällt.

00:50:35: Ich habe viele Kinder und da war für mich wirklich komplett Klapperhalten angesagt.

00:50:42: Mit einem Block war ich unterwegs und die Kleinen, die noch nicht lesen konnten wurden dann angeflüstert Was übrigens ganz lustig ist, was ich da wieder festgestellt habe.

00:50:50: Wenn man kleine Kinder, wenn man die anflößert und flößern sie zurück.

00:50:52: Ja natürlich, das machen wir!

00:50:54: Die spiegeln noch.

00:50:56: Das war total

00:50:57: süß.

00:50:57: Auch wenn die umschreien... Du musst ein bisschen

00:51:02: leiser sein.

00:51:03: Ganz niedlich.

00:51:05: Genau dann muss sich zwei Wochen langsam vokalisieren.

00:51:09: Hast du Übungen gekriegt oder hattest du Therapie im

00:51:12: Nachgang?

00:51:13: Nein, hab ich nicht.

00:51:13: Habe ich gesagt, mach' ich selber.

00:51:16: Weil ich mich so gut mit meiner Stimme auskenne, dass ich weiß.

00:51:20: Wenn's auch

00:51:21: kratzt und sofort auf viel Wasser trinken.

00:51:25: Kreidefressen bringt übrigens gar nichts.

00:51:28: Okay danke für den Tipp!

00:51:29: Schmeckt auch scheiße.

00:51:30: Das

00:51:32: bringt höchstens was gegen Soht brennt aber das war es auch.

00:51:39: Und eben ganz langsam vokalisiert wieder Und bis sich dann wieder, also auch mit einem geschlossenen Kehlkopf.

00:51:46: Also hinten zumachen und das Gaumsägel runter machen.

00:51:56: Dass man halt solche Übungen machen, dass man wieder leichte Schwingung drauf packt.

00:52:02: Dann leicht eine Range machen.

00:52:04: Mit Kopfstimme anfangen, damit das Hochfrequenz ist.

00:52:09: Tief ist ja dass es langsam schwingt.

00:52:12: Also so ein bisschen rumprobieren und in sich reinhorchen muss man sich schon gut auskennen mit seinem Apparat aber mit seinem Instrument um das dann zu machen.

00:52:19: Und dann ging's langsam wieder, da hab ich wieder volle Breitseite.

00:52:22: Das ist jetzt wieder alles wie vorher?

00:52:23: Ja!

00:52:24: Und achtest du anders auf dich jetzt?

00:52:26: Ja tu' ich.

00:52:27: Mach sprichst Du Dich manchmal noch ein oder wieder?

00:52:30: Manchmal

00:52:31: immer okay.

00:52:32: Okay, gut.

00:52:33: Wow!

00:52:33: Da hab ich deinem Sohn auch gesagt?

00:52:34: Ja

00:52:35: ja, ich habe ihn immer im Auto eigentlich gesprochen.

00:52:37: Man muss nicht einsprechen

00:52:38: und da hab' ich den anderen Kindern, wir haben ja diese Kinder-Serie

00:52:40: gemacht,

00:52:41: die kamen dann morgens X-No, X-no... Sehr

00:52:45: gut, sehr gut.

00:52:46: Oder alles warm machen, die ganzen Muskeln aufwärmen für den Sprechapparat Und hab dir natürlich auch ein paar lustige Übungen gezeigt, dass man auch Spaß dran hat.

00:52:56: Aber das sind ja alles die gleichen Übung.

00:52:58: und mit Zwerchfell und mit Vierten hast du nicht gesehen.

00:53:14: Wie komplex auch der Apparat

00:53:16: ist, was

00:53:16: da alles so zusammenspielt und wie man durch Angewohnheiten dem Apparat sehr schaden kann.

00:53:23: Ich bin wieder so ein bisschen in die Schauspielschule zurückgefallen und habe noch mal von vorne angefangen

00:53:31: sozusagen.

00:53:31: Und hab mich nochmal von unten aufgebaut und eben auch mich dann erst wieder angefangen, eben aufzuwärmen

00:53:39: weil

00:53:39: ich dachte Öl geht schon.

00:53:40: Ja ja irgendwie geht halt nicht.

00:53:42: Wenn du das benutzt du kannst auch... Wenn du dich bevor du im Klavierkonzert spielst,

00:53:49: musst

00:53:49: du auch erst mal die Tastatur aufwärmen.

00:53:53: Genau so geht es mit der Stimme und da bin ich wieder an die Basis zurückgekommen dadurch durch diesen doch recht drastischen Eingriff.

00:54:03: Total!

00:54:06: Aber nichts überbehalten, sehr zufrieden damit gewesen.

00:54:09: Markus Hess ist ein Superarzt und es gibt eine Podcast-Folge, wer sie noch nicht gehört hat.

00:54:13: Er war mein Gast!

00:54:15: Ja?

00:54:15: Ich wollte nämlich fragen, lad den doch mal einen... Hab ich schon,

00:54:18: der hat ganz viel über seine OPs erzählt.

00:54:22: Toller Typ, er hat mir auch sofort die Angst genommen.

00:54:25: Der heißt ja auch Stimmklinik.

00:54:28: Ist ja schon im Titel versteckt.

00:54:30: Also das ist überhaupt kein Hokus Pokes.

00:54:31: der Mann

00:54:32: weiß was er tut.

00:54:34: zurückspringen, nach England.

00:54:36: Du hast deine Ausbildung beendet und hast du dann probiert als Schauspieler dort zu arbeiten?

00:54:41: War das dein Ziel?

00:54:42: Wolltest du in England bleiben?

00:54:48: Hast du vielleicht sogar?

00:54:49: Nee, hab

00:54:49: ich nicht.

00:54:51: Wir haben ... an die Schauspielschule wurde manchmal so rangetreten von irgendwelchen Videos.

00:54:56: Genau da haben wir dann ein paar mal mitgemacht.

00:54:58: Da habe ich dann mal eine Woche lang so Trainingsvideos für die Englische Polizei gedreht,

00:55:04: wo wir dann

00:55:05: irgendwelche Gangster gespielt haben und ... Wir haben im letzten Jahr auch nur noch gespielt.

00:55:14: Also wir haben ja gar nicht mehr so richtig Unterricht gemacht, wir haben halt unsere Theater gespielt, die hatten halt zwei oder drei schuleigende.

00:55:24: in den Studios gab es dann immer so Studiotheatervorstände und da konnte man sie richtig Tickets kaufen.

00:55:28: also hatten wir auch mal Front of House Dienst, mussten immer Tickets abreißen Und da konnte man als Zuschauer ganz normal Tickets gucken kommen.

00:55:44: Wir haben ja ganz viel gespielt hier noch und dann gab es eine zweitjahres Arbeit, das haben wir.

00:55:50: in Gilford gibt's ein großes Theater, ein großes problemelles Theater.

00:55:53: Da haben wir dann ein großes Musical tatsächlich gemacht Kalamity Jane So ein amerikanisches Ding.

00:56:05: Das haben wir gemacht und ich weiß gar nicht mehr, was ich wollte.

00:56:13: Ich überleg gerade tatsächlich... In den Ferien bin ich immer zurück und hab Synchronen gesprochen.

00:56:19: Deswegen

00:56:20: hat

00:56:20: sich das so natlos

00:56:22: abgelöst, dass du wieder rüber musstest und arbeiten hier.

00:56:24: Genau!

00:56:25: Das nächste war ja schon da, deswegen bin ich dann einfach zurück nach Deutschland gefahren...

00:56:29: ...und

00:56:30: weitergearbeitet und bin nicht wieder zurück nach England.

00:56:33: Okay, so einfach.

00:56:34: Ich habe hier relativ

00:56:35: schnell angefangen auch Theater zu spielen.

00:56:37: Hast

00:56:37: du Theater gespielt in Deutschland?

00:56:40: Ja, cool.

00:56:42: In Bremen habe ich Theater gespürt, Kinder Theater habe ich ganz

00:56:44: viel gespielt.

00:56:45: Am Waldorf

00:56:45: Theater?!

00:56:46: Nee, am

00:56:47: Goetheplatz.

00:56:49: Am großen Hause.

00:56:50: Drei Vorstellungen am Tag?

00:56:51: Ja ich hab auch so was erlebt.

00:56:54: Anstrengend!

00:56:54: Sehr wahnsinnig anstrengende.

00:56:58: und während ich da im Goetherplatz gespielt habe, habe ich mein erstes Casting gemacht für meine erste große Sache eigentlich fürs Fernsehen.

00:57:08: Was war das?

00:57:09: Das war die Anreiner.

00:57:11: Damit hat dann meine Fernsehkarriere begonnen.

00:57:14: Ich hab da noch mal Theater gemacht, ich habe nochmal den Tell-Ollen-Spiegel gespielt und einen Tell-Ellen-Spiegelfestspieler in Mölln wieder belegt nach über zwanzig Jahren.

00:57:23: Da hab' ich denn den Tell–Ollen Spiegel mit ganz viel Laien auch gespielt.

00:57:28: Das war eine ganz tolle Arbeit.

00:57:29: Es hat eher sehr viel Spaß gemacht weil wir da haben sehr lange dran gearbeitet.

00:57:33: Also ich geh mal ein bisschen

00:57:35: jetzt

00:57:35: weg im Raum.

00:57:37: haben wir aus der ganzen Leintruppe einen Ensemble geschmiedet.

00:57:41: Das hat Spaß gemacht, das war ganz tolle Arbeit!

00:57:43: Das war auch Schauspielschule.

00:57:46: Das war eigentlich so wie eine Schausspielwerkbank.

00:57:50: Das waren richtig beide Hände in die Erde und los.

00:57:55: Und mal

00:57:55: ausprobieren, wie es geht...

00:57:56: Das war toll mit den Leuten zu arbeiten.

00:57:58: Es hat mir irrsinnig viel Spaß gemacht.

00:58:01: Die auch besser zu machen.

00:58:04: Erstaunt darüber sein, was sie

00:58:05: können werden.

00:58:06: Was er in ihnen steckt.

00:58:08: So immer so ein Level Upgrade.

00:58:11: Ja cool!

00:58:12: Das hat Spaß gemacht.

00:58:13: und dann musste ich während ich habe ich in Bremen fertig gespielt.

00:58:19: Nee das war das zweite Stück was ich im Bremen gemacht habe.

00:58:22: da hatte ich gespielt hab habe ich das Casting gemacht und musste nach Köln während des Karnevals.

00:58:31: In Kölner war ich bisher noch nie gewesen in meinem ganzen Gesamtleben, dachte wo bin ich denn hier gelandet?

00:58:39: Die ganze Stadt kam ja total besoffen und verkleidet entgegen und war ganz baff über Kölnen.

00:58:46: Ganz anderes Leben dann!

00:58:48: Dann ist jemand auf mich zurück und hat gesagt du siehst verloren aus.

00:58:50: kann ich dir helfen?

00:58:51: natürlich ja ich muss zum WDR und er fragte mich zu welchem denn?

00:58:54: Oh!

00:58:54: Und ich meine, gibt's mehrere?

00:58:55: Hätte ich

00:58:56: auch nicht gewusst.

00:58:57: Nein, dann können gesagt drei Gebäude...

00:58:59: Ah ja, einen unterschiedlichen Stand auf.

00:59:01: Ja genau

00:59:02: und ich habe gesagt nur Zettel hochgehalten.

00:59:04: Ja klar kann ich dich hinbringen und wie kannst du mich hinbringen?

00:59:07: Ja ein Taxikrist so heute nicht.

00:59:08: Ah okay krass.

00:59:09: Es war Weiberfasnatt oder jedenfalls war diese ganze Stadt außer Rand um Band.

00:59:14: und dann bin ich da ins Produktionsbüro gekommen Und hab erst mal gesagt, wie könnt ihr denn heute hier...

00:59:21: Wie arbeiten?

00:59:22: ...eine komplette Infrastruktur zusammengebrochen.

00:59:24: Na ja dann habe ich das Casting gemacht und da war ich in Köln.

00:59:28: Hatte eine

00:59:30: feste Rolle, war Bestandteil dieser neuen lokalen Serie gedreht, Zieglerfilm Kölner und dem WDR, die Al Reiner ausgestrahlt im dritten Programm.

00:59:44: dieser Serie.

00:59:45: Krass!

00:59:46: Ja, und seitdem war ich dann in Köln.

00:59:48: Okay... Ja,

00:59:50: hab dann auf einmal in Kologne gelebt.

00:59:52: Also halb

00:59:53: gelebt und manchmal zum Synchroner-Hamburg?

00:59:54: Nein, ich musste dann den Synkronenbränen ja noch in Hamburg, hatte noch ein paar Vorstellungen in Bremen und hatte

00:59:58: dann

01:00:00: erst aufgrund des deutschen Bundesbahns.

01:00:02: Und

01:00:04: ähm, so ist das als junger Schauspieler.

01:00:06: Ja absolut, in Berlin habe ich auch gearbeitet, da haben wir nochmal Theater gemacht hatte dann irgendwann drei Wohnungen tatsächlich.

01:00:13: Eine in Berlin, eine in Hamburg und eine in Köln.

01:00:17: Und das würde ich aber keinem empfehlen.

01:00:19: Da musst

01:00:20: du so

01:00:20: organisieren, wo was ist und so.

01:00:22: Dann hast du

01:00:23: keine Unterhosen mehr oder?

01:00:24: Ja,

01:00:24: da kaufte dann an vierten, dass die Apparate weil alle drei sind in

01:00:27: Kologne gerade.

01:00:27: Ich bin aber in Berlin und es macht überhaupt gar keinen Sinn.

01:00:32: Also Wohnung sammeln ist nicht gut.

01:00:37: Na ja... Genau, dann ging das nach drei Jahren an Rainer.

01:00:44: So lange?

01:00:46: Okay krass!

01:00:48: War dann gut so für mich.

01:00:51: und immer wenn sich ein Tor... Immer wenn eine Tür zugeht krieg ich da ne neue

01:00:54: auf.

01:00:55: Ist so Weißt

01:00:57: du, was dann kam?

01:00:58: Als ich gesagt habe ... Ich möchte nicht mehr.

01:01:01: Kam Berlin-Berlin!

01:01:02: Wirklich?!

01:01:05: Du hast das Alte gekündigt selber.

01:01:07: Ja, cool.

01:01:10: Während den Anrheinern ja auch immer ... Ich hab wahnsinnig viel gedreht in der Zeit.

01:01:13: Die Zeit, wo die ganzen Privaten groß sind

01:01:15: und

01:01:16: wir von den Privaten mit dem tollen Gagen sehr verbunden

01:01:20: wurden.

01:01:21: Und

01:01:21: sehr schöne fette Jahre mitgenommen.

01:01:25: Und ja, und da hab ich wirklich sehr viel gedreht.

01:01:29: Gerade in Köln auch.

01:01:30: Wenn du irgendwas im Kölner drehst, drehst du immer in den Kölnen.

01:01:33: Da wurde so viel gedretet.

01:01:36: Deswegen habe ich da wahnsinnig viel gemacht.

01:01:39: Aber auch in Berlin habe ich viel gemacht und dann kam Berlin-Berlin.

01:01:44: Wie hast du diese Rolle bekommen, Matthias?

01:01:47: Bist du eingeladen worden zu einem Casting?

01:01:49: Genau!

01:01:49: Ich bin eingeladen worden zu meinem Casting, hab das Casting gemacht und hab von denen nie wieder was gehört.

01:01:54: Und dann habe ich während ich die Anreiner noch machte, meine Agentur gekündigt... Ich brauchte einen Tapetenwechsel.

01:02:13: Irgendwas hat mich gerappelt, habe ich meine Agentur gekündigt und das ging in eine falsche Richtung für mich.

01:02:19: Dann wollte ich von vorne anfangen sozusagen.

01:02:23: Und dann hat mich Simone Bär damals der Kassel leider auch schon gestorben sehr früh leider.

01:02:27: Er hat mich angerufen und hat gesagt schick mir mal deinen Band.

01:02:33: Dann hab ich das und hab von denen nie wieder was

01:02:34: gehört.".

01:02:35: Und das ist dann ja immer eine Casting.

01:02:37: halt, ne?

01:02:38: Hingehen machen weggehen vergessen, dann haben die mich zum Casting eingeladen, dann habe ich da meinen Casting gemacht... Ich hab mich so blöde beim Casting versprochen dass ich dachte es hat daran gelegen weil ich hatte sich also einen blöden Freutscher mit den Kollegen nämlich zusammengemacht und mein Text war mein Casting.

01:02:54: Text sollte eigentlich heißen Sven, mit der Einstellung hast du erst im nächsten Leben wieder Sex.

01:03:00: Und ich hatte so einen Kollegen da, dessen Namen ich einfach auch nicht mehr weiß, das wie ich ihn auch nicht nennen würde.

01:03:06: Aber mein Freutscher war ... Sven!

01:03:08: Mit der Einstellung hast du ja erst im ersten Leben wieder Text.

01:03:13: Das andere Wort mit X.

01:03:14: Okay okay...

01:03:17: Der Raum brach natürlich zusammen

01:03:19: vor Lachen

01:03:19: Und ich wusste erst gar nicht, wieso.

01:03:21: was war denn.

01:03:22: Du hast dich versprochen, hab' ich!

01:03:24: Ja du hast gesagt mit der Einstellung hast du ja erst im nächsten Leben wieder Text und das...

01:03:29: Das war natürlich gut für dich wahrscheinlich eigentlich weil es so komediantig war aber es war halt aus

01:03:35: Versehen Und das war jetzt auch gar nicht unbedingt auf den Kollegen gemünzt,

01:03:39: aber es schien

01:03:40: wohl zu passen.

01:03:42: Na ja ich bin da wieder nach Hause gefahren, aber wie das halt bennet... Das ist ja auch unser Leben besteht gerne mal eine Zeit lang nur aus Castings und nix klappt so.

01:03:50: und dann halt Casting hingehen machen weggehen vergessen.

01:03:52: und das habe ich dann wieder vergessen.

01:03:54: und dann hab' ich meine Anreiner gekündigt und dann haben sie gesagt oh was?

01:03:59: Oh nein!

01:04:01: Ich hatte so viele Drehtage schon gehabt und die waren vertraglich eigentlich schon lange erfüllt.

01:04:06: Sie wollten dich fragen, ob du uns noch ein paar Drehtage gibst.

01:04:09: Okay?

01:04:11: Wie wollen wir das machen?

01:04:12: und so ... Und dann rief Simone Bärmich an die Karsterin und sagte, Mathias, die haben immer keinen für die Rolle, schick mir doch einen Band.

01:04:22: Aha!

01:04:22: Ich hab gesagt, ich kann dir nur das noch mal

01:04:24: schicken.

01:04:26: Ja ja, schicke mir das noch einmal.

01:04:28: Dann habe ich ihr das geschickt, zwei Tage später sagt sie, du bist es.

01:04:31: Was?!

01:04:33: Und dann mussten wir organisieren, meine Ausstiegsfolgen bei den Anreinern und meinen Einstieg bei Berlin-Berlin.

01:04:39: Das hat sich überschnitten eigentlich.

01:04:41: Und zwar anderthalb Monate!

01:04:43: Ich musste sechs Wochen lang täglich hin und her fliegen... Wirklich?

01:04:46: Matthias?!

01:04:51: Ich weiß es noch wie heute.

01:04:53: Das war ganz aufregend, aber sehr in meinem Element.

01:04:56: auch das

01:04:57: war

01:04:58: großartig.

01:05:00: Ganz hohe Energie.

01:05:02: wo andere Leute zusammenbrechen fange ich erst an und ich muss den Flieger kriegen.

01:05:10: in Köln bin ins Taxi gesprungen Und während ich mich umzog in einer Garderobe und auf dem Weg zum Taxi war, habe ich den damaligen Herstellungsleiter von der Produktionsfirma von Berlin-Berlin am Apparat gehabt.

01:05:23: Weil ich ja keine Agentur hatte, hab ich mit dem am Telefon ... Wirklich?

01:05:27: ... während dieser Taxifahrt meinen Vertrag

01:05:29: verhandelt.

01:05:30: Oh!

01:05:30: Ich bin im Taxi auf einem Weg zum Flughafen an diesem Mann am Telefon... Ja!

01:05:35: ...und hab mein Vertrag Verhandelt!

01:05:36: Krass!

01:05:37: Großartig!

01:05:38: I love it!

01:05:39: Und warst du zufrieden, dass du gut verhandelst?

01:05:41: Mein Danachagent hat gesagt, du hast das gemacht?

01:05:44: Ja sehr großartig.

01:05:46: So ein Feier war es wahrscheinlich.

01:05:48: Ich war etwas redig und feier.

01:05:51: Ich wusste abends gar nicht wohin mit

01:05:52: ihr.

01:05:56: Genau.

01:05:57: Das war auch so, dass ich manchmal halbe Drehtage in Köln und Berlin hatte.

01:06:03: Am selben Tag?

01:06:03: Ja.

01:06:04: Vormittags habe ich da noch zwei Bilder gedreht zum Zugaben rübergesaust ... Und um fünfzehn Uhr schon wieder in einer Maske an eine andere Produktion gesessen.

01:06:15: Da noch zwei Bildern oder bis fertig oder Nachtdreh oder keine Ahnung was.

01:06:19: Krass!

01:06:19: Das ging tatsächlich über fünf Wochen oder so.

01:06:21: So ging das wirklich, dass am Ende gar nicht mehr ... Ja, ja.

01:06:28: Und ... Aber da ist so was großartig.

01:06:31: Toll, natürlich sehr verständlich!

01:06:35: Das war nach meinem Geschmack und das hat auch echt Spaß gemacht.

01:06:39: Und dann eben die Anreiner haben mir natürlich wahnsinnig viel Spass über.

01:06:42: Auch meine Ausstiegsfolgen haben mir wahnsinn nicht viel Spaß über weil da haben wir auch noch mal richtig etwas zu spielen gegeben und zumal ich einen ganz tollen Filmpapier hatte.

01:06:50: Ich kann nämlich der Sohn von Ernst Hilbig und Hilde Kregel hat auch mitgespielt also seine Schwägerin.

01:07:00: Das war dann auch irgendwann wie eine große Familie da.

01:07:04: Wenn man wirklich so lange Zeit mit den Leuten verbringt, ist das ja wie nach Hause kommen teilweise und ... Das war dann auch mit einem Lachen und einem Weinen-Auge.

01:07:14: Der Abschied wurde mir aber mit dem Einstieg nach Berlin, Berlin sehr versüßt.

01:07:19: Gleich am Anfang Berlin-Berlin war schon so großartig ... Von

01:07:22: der Anfang an?

01:07:23: Ja

01:07:23: es hat so ein Spaß gehabt!

01:07:24: Aber

01:07:24: ihr fahrt auch eine tolle Truppe.

01:07:26: Ihr wart ja so oder?

01:07:27: Ja

01:07:27: das musste sich auch erst zurechtdrucken.

01:07:30: Es gab schon die Ellenbogen.

01:07:35: Ich bin gar nicht so ein Ellenbogentyp Einige andere waren ein bisschen Ellenbogelig drauf, wo ich dann auch gesagt habe.

01:07:44: Also du hast deine...

01:07:46: Wir

01:07:47: sind so

01:07:47: verschieden!

01:07:48: Du musst

01:07:48: wirklich keine Angst haben dass hier irgendjemand irgendwas abgeräbt.

01:07:53: Dann hat es einmal richtig gekracht irgendwie und dann haben wir uns berappelt und jetzt sind wir beste Freunde und ja wirklich ganz süß.

01:08:02: Na ja, dann ging Berlin-Berlin halt los.

01:08:04: Ja!

01:08:04: Wir müssen das beschreiben für Leute die es nicht kennen.

01:08:07: Auch viele geben dies nicht kennen, die Serie ne?

01:08:09: Was das Besondere daran war... Wie können wir das denn beschreiben?

01:08:13: Das Besondere war erstmal dass Drehbuch lesen überhaupt.

01:08:16: Also das war als mir die Rolle angeboten wurde habe ich diese ersten drei Folgen gelesen und dachte das gibt's ja nicht.

01:08:24: Das ist geschrieben wie ein komikhafter MTV Clip.

01:08:32: Es ist ja großartig, wie wollen die das machen?

01:08:34: Ja.

01:08:35: Und ich hab sofort ja gesagt natürlich bei der Sowas-Krisso... Das is once in a lifetime so.

01:08:43: und dann gab es natürlich Besprechungen und wir machen mir das und ihr seid sicher dass wir dann gibt's Zeichentrick?

01:08:54: Also, das hatten wir bis dahin ja noch nie gesehen sozusagen.

01:08:58: Nee, das warte man nicht von

01:08:59: Roger Rabbit.

01:09:00: Und Roger Rabbit?

01:09:01: Das war ja ein Film

01:09:02: aber ...

01:09:04: Aber da hab

01:09:05: ich die Szenen Menschen unzeichnet

01:09:07: und zwar nochmal anders.

01:09:07: Genau, bei uns nicht so.

01:09:09: Das war eigentlich nur Lollis-Innenleben.

01:09:11: Ja, ihre Gedankenwelt wurde dann ja zeichentrickig.

01:09:16: Und wie kommen wir darüber?

01:09:22: Ich finde es wahnsinnig spannend.

01:09:24: Das ist auch Filmwerkstatt so ein bisschen irgendwie und klar bin ich dabei, aber wie machen wir das?

01:09:32: Aber auch die Spielszenen waren so unfassbar komisch geschrieben.

01:09:35: Wir haben ja Sachen gedreht Da würde jeder Regisseur sagen, nee, komm jetzt bleiben wir auf dem Teppich.

01:09:42: Aber Franziska war ja so cool und hat das immer noch ein weitergetrieben.

01:09:47: Irgendwann haben wir auch Angebote gemacht und je verrückter desto besser!

01:09:54: Wir springen alle in See oder machen das... Es gab eine Szene, die haben wir geprobt und da sollten wir uns morgens im Badezimmer begegnen.

01:10:07: Und dann saß der eine, so kommen wir da und setzen uns dahin.

01:10:11: Der andere sagt da seinen Satz.

01:10:13: Wir dachten, es ist total

01:10:14: langweilig irgendwie.

01:10:17: Lolle hat als Einzige am Waschbecken gestanden und sich die Zähne geputzt.

01:10:20: Er

01:10:21: hatte eigentlich immer nur so ... Hä?

01:10:25: Dann hab ich aber auch Jan und ich uns den Zahnbürste genommen und er hat gesagt, versteh kein Wort!

01:10:35: Dann hat Franziska aber gesagt, weißt du was?

01:10:37: Das untertiteln wir.

01:10:38: Cool!

01:10:41: Wir spielen die Haltung natürlich, ich habe auch den Text gesagt.

01:10:44: Man kann ihn nicht verstehen, weil alle einen Zahnpasta-Schrauben im Mund haben... Aber das untertiteln wir.

01:10:51: Dann

01:10:52: haben

01:10:53: wir das so gemacht, solche Sachen halt.

01:10:54: So was

01:10:54: war möglich?

01:10:56: Da würdest du ... Beim ZDF würde sich jeder redaktieren und auch bei der ARD sagen, nein!

01:11:01: Auf gar keinen Fall ja.

01:11:04: Was soll denn unser Zuschauer denken?

01:11:06: Das ging alles.

01:11:07: Ganz viel Freiheit.

01:11:08: Alles ging, alles ging!

01:11:09: Und

01:11:09: der Plot war... das war ihr wartene WG oder zwei?

01:11:12: Genau

01:11:12: wir waren ja die WG und ich hatte ja nicht in der WG gewohnt.

01:11:16: Du

01:11:16: warst der Nachbar?

01:11:17: Ich bin ja der Nachbarr gewesen.

01:11:18: Du bist der Nachbard gewesen?

01:11:19: Ja,

01:11:19: das war auch nie eine Wohnung.

01:11:20: Das war immer nur die Tür.

01:11:22: Wirklich?!

01:11:23: Es gab gar nicht eine

01:11:24: Wohnung!

01:11:25: Es gab nur ein Mitspiel.

01:11:26: Es gab die Tür und es gab den Eingangsbereich.

01:11:28: Der zugemüllt war mit Hard-Car-Einheiten

01:11:31: oder Motorteilen.

01:11:33: Ja, Hard war so mit... Nicht Lederjacke aber so Jeansjacke.

01:11:39: Genau, genau.

01:11:40: Und dann war Lolle, weil das junge Mädchen es vom Land nach Berlin zog in die Wohnung ihres Cousins, die sich dann aber verliebt haben auch.

01:11:47: Die haben

01:11:47: sich ineinander verliebte?

01:11:49: Ich weiß gar nicht mehr wie wurde das begründet oder...

01:11:53: Die haben mich einfach ineinander verliebt!

01:11:56: Die haben sich einfach ineinander verliebt und das war ja die Crux an der Liebe.

01:11:59: Man

01:12:00: kann sie gar nicht... Und dann hatte Lolle mehrere Liebhaberchen, was dann aber auch alles lieben.

01:12:06: Sie waren immer wieder zu Sven zurück.

01:12:08: Wann kamst du ins Spiel?

01:12:09: Warst du in der Serie mit Lolley zusammen?

01:12:11: Nein!

01:12:12: Überhaupt gar

01:12:12: nicht!

01:12:13: Das war nur Empfehlungen.

01:12:15: Das war so weitergedacht.

01:12:16: Ich dachte ich konnte mich nicht mehr erinnern ob ihr noch am Schluss zusammenkam.

01:12:20: Es war

01:12:20: ein Husarenstreich von dem Autorenteam.

01:12:24: Die große Überraschung.

01:12:26: Mich mit Lottitz verheiraten zu wollen, wo dann Sven als gescheiterte Existenz mit Motorrad ankommt und sagt irgendwie soll... Nein!

01:12:36: Das geht

01:12:37: nicht.

01:12:37: Ja

01:12:38: genau, das wird komplett das Gegenteil von dem Spielen was war.

01:12:41: Aber du hattest aber hart hatte doch auch irgendwelche Sachen liebes Geschichten oder nicht?

01:12:46: Weil er mit... Oh ja

01:12:46: hart.

01:12:47: Ich

01:12:49: muss mich jetzt zurückerinnern.

01:12:52: Das war aber nicht, was du nicht mit Reha haben.

01:12:55: Doch!

01:12:55: Mit

01:12:55: Reha!

01:12:56: Ich war ja dann mit Reher zusammen...

01:12:58: Was ist die Rolle?

01:13:00: Wie hieß

01:13:00: es von Reha?

01:13:01: Sarah.

01:13:02: Und mit Rehe auch mal ein tolles Kollege.

01:13:08: Das hat so viel Spaß gemacht mit Rehar und wir haben er dann auch einen Kind gekriegt weil Reha wurde schwanger und hatte ganz viel Panik dass sie jetzt aufhören muss.

01:13:18: Und dann hab ich gesagt... Achst

01:13:19: du, sie in echt wurde schwanger?

01:13:21: Ja.

01:13:21: Sie wurde schwenger und meinte die musste jetzt aufhören.

01:13:23: und dann hab' ich gesagt wieso lass uns das doch einbauen.

01:13:25: Ah!

01:13:26: Okay Also auch habe ich, lasst das doch mal fallen oder soll ich's fallen lassen?

01:13:30: Lass es das doch mit ihnen in die Serie nähen irgendwie und dann bringste deinen Kleinen mit und verdienst ein bisschen Windelgeld.

01:13:36: Haben sie gemacht?

01:13:37: Echt?!

01:13:37: Ja also verheße ich gar nicht dass als meinige.

01:13:39: Die verkaufen um Gottes Willen aber.

01:13:41: Aber es wurde dann eingebaut, dass wir beide ... Also das war sozusagen erzählt eine Liebelei.

01:13:50: Wo wird dann gedreht?

01:13:51: halt der Schwangerschaftstest halt?

01:13:54: Wie er ausgeht!

01:13:55: Und dann die jungen Eltern,

01:13:57: wie

01:13:58: viele einzelne Socken kann ein Kind haben.

01:14:00: Und so weiter mit angekotzt werden und mit allem drum und dran.

01:14:05: Wahnsinn!

01:14:06: Das

01:14:06: wurde richtig aufbereitet.

01:14:09: Wie lange habt ihr gedreht?

01:14:10: Vier Jahre ne?

01:14:11: Wir haben insgesamt vier Jahre gedreet.

01:14:13: Genau das erste Jahr war aber noch Sandra Borgmann dabei.

01:14:15: Die

01:14:16: ist

01:14:16: auch sehr schätzere Publikum eine unglaublich fleißige tolle Schauspielerin Und die hat aber nach dem Jahr leider aufgehört.

01:14:25: Und dann wurde der Abschied aber auch ein bisschen versüßt durch Rehaader, die dann was dann wiederum auf meiner Rolle natürlich viel Auftrieb gab.

01:14:35: Ja klar!

01:14:38: Was mich so ein bisschen... also was heißt mich?

01:14:41: Ich war ja immer der beste Freund, der immer dann da ist, weil man ihn gerade nicht braucht und immer auch das sagt, was er grade nicht hören will.

01:14:50: Der in seiner ganz eigenen Welt lebt war es natürlich eine gewisse Komik auch beinhaltet, gerade in den Spielszenen zwischen Sven und Hart.

01:15:02: Wir hatten ja auch dieses Start-up zusammen, wo da gibt's die ganz süße Szene mit Zwischen Sven und hart, wo Sven ausflippt und sagt, mein Gott ich hab immer das Gefühl, dass alles was ich sage bei dir so abtreibt wie bing, bing!

01:15:18: Und Hart guckt halt einfach nur so geradeaus, guckt ihn an lässt ihn da seinen Schwall zu Ende reden und macht dann mit seinem Scheiß weiter.

01:15:26: Also er hat tatsächlich nicht zugehört.

01:15:31: Aber das hat ihnen dadurch, dass Reha dazugekommen ist und sie das mit dem Kind auch eingebaut haben.

01:15:36: damit hart als Vater kam ja so ein bisschen aus dieser beste

01:15:39: Freund-Ecke

01:15:40: raus und es wurde noch ein bisschen bunter für mich.

01:15:44: Für dich zu spielen

01:15:45: natürlich sehr schön!

01:15:47: Du hast ja vorhin einen Satz gesagt, das fand ich interessant, dass du so ein Rollenfach hast ein bisschen.

01:15:55: Ich war aber auch ganz oft der Bösewicht.

01:15:57: Du konntest schon ein bisschen das Fach erweitern oder?

01:16:00: Ja, ich war schon so vieles.

01:16:03: Aber es war in diesen Serienrollen war ich schon mal gerne immer der beste Freund.

01:16:09: In so ein paar Filmen war ich dann auch der schwule Freund und ja ... Genau, also da gibt

01:16:17: es viele

01:16:18: beste Freunde

01:16:19: rollen.

01:16:20: Aber mit Berlin-Berlin habt ihr wahnsinnig viele Preise auch gewonnen ne?

01:16:23: Ein

01:16:24: Grimmepreis, deutschen Fernsehpreis glaube ich und ein Emmy!

01:16:29: Und Emmi, ja.

01:16:29: Das war

01:16:30: ein richtiger Kracher gewesen.

01:16:32: Die Serie war sensationell!

01:16:34: Ich habe geguckt, wann waren das?

01:16:35: ungefähr in dem Jahr zwei Tausend vier oder drei?

01:16:38: Anfang der Zwei-Tausende, glaube ich.

01:16:41: Da war ich auch schon fast dreißig, dass sich das so toll fand.

01:16:49: Es gab bestimmt eine Zielgruppe.

01:16:50: In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass der Bekanntheitsgrad gestiegen ist und da Wir waren aber alle durch die Bank weg.

01:16:59: Aber jetzt erlebe ich so eine Art ...

01:17:01: Gibt es, Revival?

01:17:03: So eine Art Renaissance.

01:17:05: Alle, die jetzt so ...

01:17:08: Unser Alter guckt das mit seinen

01:17:10: Kindern.

01:17:10: Mit den Vierzig sind's.

01:17:12: Die kommen jetzt alle auf mich zu!

01:17:14: Ah, die

01:17:15: haben das damals gesehen.

01:17:16: Das waren alles die jungen Mädels von damals?

01:17:18: Mit zwanzig?

01:17:18: Ja ja natürlich!

01:17:20: Die in dem Alter so von Felicitas sind... ...die anzwischen auch zweifache Mutter ist

01:17:26: und

01:17:27: ganz süß zwei ganz süße Mädels und genau.

01:17:32: Das ist aber so, weil das war ja die auch... Die

01:17:35: haben das mit zwanzig glaube ich, hat man

01:17:36: das gesehen?

01:17:37: Genau!

01:17:37: Und da sind so die Mitte-Vierzigjährigen jetzt noch mal auf mich zukommen und sagen, bist du nicht der aus Berlin?

01:17:46: Genau, genau.

01:17:48: Es gibt es auch.

01:17:48: wo hab' ich's jetzt als?

01:17:49: man kann das sehen in Mediantheken bei Streamingdiensten Also, Berlin-Berlin.

01:17:55: Wo

01:17:55: du von den Preisen sprichst?

01:17:56: Ja, unbedingt!

01:17:57: In eine

01:17:57: kleine Nessigian Geschichte als der Emmy kamen.

01:18:00: Wir wollten natürlich alle mit nach New York.

01:18:03: Aber das ging nicht, weil wir mussten ja weiterdrehen.

01:18:05: Oh wie ärgerlich!

01:18:06: Und an dem Tag... Das war so verhexend.

01:18:10: An dem Tag, an dem Nachts haben uns die, hat uns der Produzent nachts angerufen Der mit dem Autoren war, die beiden waren da in New York bei der Verleihung und die hatten ja nun gewonnen.

01:18:22: Die haben uns nachts natürlich auch ordentlich angepiegt.

01:18:26: Irgendwie haben sie uns angerufen, wir

01:18:28: haben gewonnen!

01:18:30: Und die Nachricht ereilte uns morgens am Set dann so richtig offiziell von der Produktion.

01:18:37: Und am dem Tag haben wir eine Beerdigung gedreht.

01:18:39: Oh nein!

01:18:40: Wir waren

01:18:40: aufm Friede oben.

01:18:41: Wie schrecklich,

01:18:42: oh wie gemein.

01:18:43: Und wir konnten uns überhaupt nicht konzentrieren.

01:18:44: Natürlich

01:18:45: nicht.

01:18:47: Weil wir so aus dem Häuschen... Wir waren

01:18:48: so ausem Häuschchen natürlich und wollten eigentlich Champagner trinken gehen.

01:18:53: Und es ging aber alles näher, weil wir wussten ja diese verdammte Beerdigung drin.

01:18:57: Zuerst die Beerdighung von Svenn, die wir drehen mussten.

01:18:59: Ist der gestorben?

01:19:00: In einer Serie?

01:19:00: Ja, es gab doch diese coole Serie und das ging eben auch mit der Serie.

01:19:05: Das war in der letzten Staffel eine Ex-Marquina-Folge, wo wir alle hinter die Kamera treten.

01:19:11: Ah!

01:19:13: Und Lolle Sven am Catering trifft und ich dachte du bist tot?

01:19:20: Ich bin doch nur der Schauspieler der Sven

01:19:21: spielt.

01:19:21: Ja cool.

01:19:22: Meine Geschichte war aus erzählt wie Kameras...

01:19:25: Ja.

01:19:26: Hier

01:19:26: sind Kammern, ne?

01:19:26: Das war so eine Mischung dann auch.

01:19:28: Mega-Tor ganz... Richtig Kunst!

01:19:30: Ja und es gab ja auch schon eine Folge die äh das war eine.

01:19:34: was wäre wenn Folge.

01:19:35: Das war ja auch in der Serie drin, was wäre gewesen, wenn wir erfolgreich gewesen... Also da haben wir alle das komplette Gegenteil von unserem Rollenprofil eigentlich noch zu mal spielen dürfen.

01:19:47: Auch super super super in Szene gesetzt von einem ganz einem Ritterswürdigen.

01:19:51: ich sehr schätze Ätzhard Ohnikken Und das waren doch mal richtig Filmschule auch für mich.

01:19:59: Der hat mit ganz einfachen Mitteln diese Umschwünge erzählt, wirklich mit so Filmtricks.

01:20:06: Ganz toll!

01:20:07: Hat er diese Umschwünge aus der jetzigen Welt und in dieser Ex-Mar-Kina-Welt.

01:20:13: Hat er ganz toll gemacht.

01:20:14: Mit ganz einfachem filmischen Mitteln.

01:20:17: Und wirklich toll inszeniert.

01:20:20: Da gab es das schon mal und da haben wir gerade diese ... Gerade

01:20:25: die Beerdigung gedreht?

01:20:26: Und Sven ist eben in der Serie gestorben, und da hat er seine Beerdigung gedrehen mit dem ... Offen

01:20:33: im Sarg!

01:20:33: Nein, dass nicht.

01:20:36: Ich wollte auch noch stehen bleiben.

01:20:37: Mit einem Kollegen, der den Autoren spielt sozusagen von mir sehr geschätzten Fabian Busch.

01:20:48: der hat quasi den, das war die Stimme des Autoren.

01:20:51: Der Lolle, dass alles erklärt was hier gerade passiert.

01:20:55: Krass!

01:20:57: Da war

01:20:57: viel möglich.

01:21:00: Und hast du dann nach Berlin-Berlin mal Pause gemacht und dich auf dem Fame ausgeruht?

01:21:06: Ein Drink genommen

01:21:09: oder ging es genauso dann wild weiter?

01:21:11: wahrscheinlich ging es genau so weiter.

01:21:14: Nein,

01:21:15: also das kamen dann andere Serien.

01:21:17: Ich

01:21:17: weiß es ehrlich.

01:21:18: Aufschlagen!

01:21:20: Da kamen so viele Filme.

01:21:23: Dann hab ich mit Erzhard noch was gemacht.

01:21:28: Mit Franziska habe ich viel gemacht tatsächlich.

01:21:34: Dann kam hier allein unter Bauern.

01:21:36: Das war auch eine süße Serie mit Christoph im Ort in der Hauptrolle.

01:21:41: Das war auch eine lustige Serie, da haben wir zwei Sommer lang in Brandenburg gesessen auf dem Acker und haben gewartet bis es aufhört zu regnen.

01:21:52: Das hat aber Spaß gemacht.

01:21:53: Da hab ich einen Pfarrer gespielt, zum zweiten Mal bei dem Pferdverkörnern habe ich auch eingespielt.

01:22:01: Da war der Pfarrern der Flussschifferkirche ein unfassbar tolles Motiv.

01:22:06: Haben wir dann irgendwann sein gelassen?

01:22:08: Weil das war halt ein schwieriges Motiv, weil die Flusschifferkürchen ... Schwankt!

01:22:12: Nein, nee, das war nicht das Modell.

01:22:13: Die ist zweieinhalb Tage im Jahr nicht da.

01:22:16: Die fährt ja durch ganz Europa.

01:22:19: Deswegen ist sie ja auf dem Schiff.

01:22:22: Ja, die ist einfach nicht da.

01:22:25: Das Motiv ist einfach gar nicht da!

01:22:29: Und dann kam allein Unterbauern, das war für Sat.Eins glaube ich.

01:22:34: Ich muss selber in meiner Wieder nachgucken, weil alles gar nicht weiß.

01:22:37: Jetzt

01:22:37: bin ich schon eine Seite weiter im Sokus.

01:22:40: Ich habe meine Frage.

01:22:40: Agilera

01:22:41: kam auch genau, da war hier auch zwei Jahre dabei und dann kam noch plötzlich Papa gab es ja auch noch.

01:22:48: Guck mal!

01:22:49: Das war auch ne Serie?

01:22:51: Ja.

01:22:52: Das war mit dem... Das war so ein toller Produzent Siegi Kammel.

01:23:02: Toller Typ auch, dann kam ... Mann aus der Pfalz!

01:23:13: Das war so ein Biopic über Helmut Kohl.

01:23:16: Interessant.

01:23:17: Hab ich auch eine Politik-Kombinenz gespielt über ein paar Tage.

01:23:22: Dann hab ich was mit Sigi Rotermund gemacht und tat er noch mal.

01:23:27: Siebensteinen habe ich zweimal gemacht.

01:23:29: Siebenstein war auch süß.

01:23:31: Das ist

01:23:32: so eine

01:23:33: Kinderserie, ne?

01:23:33: Ja genau das fand ich so toll mit diesem Raben.

01:23:38: Diese Puppenspieler sind ja wohl auch großartig.

01:23:42: Da siehst du diese Handpuppe in der Deko rumliegen als toten

01:23:49: Lappen

01:23:50: Und dann tun die da ihre Hand rein und das Ding ist am Leben.

01:23:53: Das ist wirklich unglaublich, was für mit den kleinsten Bewegungen hauchen diese diesen Lappen-Leben ein.

01:24:01: Also das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht!

01:24:04: Das fand ich ganz toll auch mit einer ganz süßen Hauptdarstellerin bei Vater auf der Flucht haben wir sehr gelacht.

01:24:12: Da habe ich mit einem Kameramann zusammengearbeitet, mit dem ich später einen Kurzfilm von mir gedreht hat, den ich selber produziert

01:24:19: habe.

01:24:20: Und da haben sie mir eine Perücke aufgesetzt.

01:24:24: Das spielte in den Siebziger und dann mussten wir alle das die Siebziegerklamotte anziehen und so.

01:24:30: Und dann hat Theo damals auch leider schon gestorben.

01:24:32: Sehr früh, er hat mir von seinem Dolly... Herr Kollege!

01:24:36: Ja du da in dem braunen... Also Theo ich bin es manze und so... Was?

01:24:41: Ich habe nicht erkannt.

01:24:43: Oh krass.

01:24:44: Ja ja.

01:24:44: Das haben wir sehr gelacht.

01:24:46: Ja cool.

01:24:47: Ich hab eine Frage an dich.

01:24:49: Auf der Seite deiner Agentur gibt es ein Show-Reel von dir, wo du so eine schöne Szene oder schöne Rolle hast.

01:24:56: Da wirst du verhört die ganze Zeit!

01:24:58: Was war das für ne Rolle?

01:24:59: Das kann man sich nämlich angucken.

01:25:00: Leute guckt euch das alles an,

01:25:02: wenn

01:25:02: ihr wollt.

01:25:03: Ich muss noch mal dringend noch mein Band überarbeiten Aber

01:25:06: das ist toll!

01:25:07: Du spielst das toll!

01:25:09: Ist

01:25:09: das Soko Köln?

01:25:10: oder was ist

01:25:11: das?

01:25:11: Ja ich weiß nicht...

01:25:12: Ich glaube das war Soko-Köln

01:25:14: mit

01:25:14: Ulrike Hammerhaar, übrigens auch ne tolle Regisseurin.

01:25:18: Ach so, ich weiß was es ist.

01:25:20: Das ist Soko Köln.

01:25:22: Deine

01:25:23: Fortsicht von dir getrennt mit die Hicks

01:25:25: aus dem

01:25:27: Zoo und dann

01:25:28: ne Beinst

01:25:29: du und

01:25:30: ein Atem bist du.

01:25:31: Und da ging's... Genau das war eine Rolle.

01:25:33: der hatte bisschen Argeprobleme mit seiner Impulskontrolle und musste immer so, hatte vor dem Gericht die Auflage da einen Kurs zu machen und dennoch ist er immer wieder ausgeflippt weil er irgendwie vom Leben so ein bisschen ungerecht sich behandelt fühlt.

01:25:47: Genau, ja das war diese Verhörsituation habe ich da auch mit

01:25:51: rein.

01:25:52: Jetzt möchte ich nochmal... wir kommen jetzt fast zum Schluss aber jetzt möchte ich noch mal einsteigen in die Arbeit selber.

01:25:57: wie bereitest du dich auf so einer Rolle vor?

01:26:00: Wie hast Du Dich vorbereitet auf hart?

01:26:02: Wie bereitest du Dich vor Matthias?

01:26:04: was ist dein Dein Approach sozusagen?

01:26:10: Ja

01:26:12: also ich lese erst einmal alles durch dann lese ich Ganz viel von den anderen.

01:26:19: Und gar nicht so sehr meine Rolle, sondern ich lese eher die Wahrnehmung der anderen Rollen

01:26:26: über

01:26:26: diese Rolle.

01:26:27: Interessant!

01:26:28: So weil man da... Weil man nur über die Wahrnehmungen anderer eigentlich was über eine Figur erfährt und dann Dann gucke ich mir meine Szenen an und Text lernen kommt eigentlich ganz zum Schluss.

01:26:46: Text lernen finde ich eigentlich total nebensächlich, also man sollte seinen Text können.

01:26:50: Auf

01:26:51: jeden Fall I hate everyone who doesn't and I hate myself for it if i don´t because you can´t fake it.

01:26:58: Ja beim Drehen?

01:27:01: Nein!

01:27:01: Das kriegt man nicht auf der linken Arsbacke abgehen.

01:27:03: Und es gibt

01:27:03: ja Stichwörter und so du kannst dich da... Ja und du

01:27:05: lässt alle im Regen stehen Text lernen und man muss eine ungefähre Idee von dem haben, worum es geht.

01:27:13: Und so ein bisschen den Raum lesen auch.

01:27:20: Und dann gucke ich mir die Szenen an, worums geht?

01:27:22: Also woher komme ich... also das ist eigentlich

01:27:27: so

01:27:28: diese klassische Drei-Satz Woher komm' ich?

01:27:30: Wo bin ich?

01:27:31: Wohin will ich?

01:27:32: Die Entwicklung der Figur.

01:27:35: weil das was du sagst, was über die Textschiene läuft ist meistens nicht das was gespielt wird.

01:27:40: Weil es ganz oft eben genau dagegen geht und das ist ja das Geheimnis auch.

01:27:47: Das ist auch das Geheimnis von vor der Kamera weinen zum Beispiel.

01:27:51: Der Trick ist gar nicht zu weinen sondern eigentlich ist der Trick nicht zu Weinen.

01:27:58: Nicht weinen zu wollen.

01:27:59: Es zu unterdrücken.

01:28:04: Es ist ganz oft so, dass auch junge Kollegen immer ein bisschen dem Dings aufsitzen.

01:28:11: Den bin ich selber aufgesessen.

01:28:13: Dass man immer versucht das zu eins zu eins bedienen und wenn er schon sagt, ich bin so traurig, dann bitte nicht spielen oder selber anbieten es zu streichen.

01:28:29: Aber es zu sagen ist, wenn ich übereitwas traurig bin okay.

01:28:32: Wenn nicht in der Szene trauriger sein soll, dann muss ich irgendwas falsch machen.

01:28:39: Entweder schnallt das der Zuschauer, dass ich traurisch bin oder wenn ich sagen muss, ist es nicht gut Das hast du ja bei diesen Dailies ganz oft, dass sie das sagen, was sie eigentlich spielen sollten.

01:28:54: Deswegen müssen Sie es sagen!

01:28:56: Und das meine ich gar nicht... Das ist gar nicht die Qualität der Schauspieler, die da arbeiten sondern das ist ja vorgegeben.

01:29:04: Die sind übrigens... Ich drehe wahnsinnig gerne mit Leuten, die in einer Dailie so arbeiten.

01:29:10: Ja weil die können ihren verdammten Text Die sind geschliffen,

01:29:14: die

01:29:14: sind so diszipliniert.

01:29:16: Sonst schaffst du da nicht einen einzigen Tag?

01:29:18: Das ist dann bist du verraten und verkauft.

01:29:20: ich hatte ja jetzt kommen wieder vom Weltseeknopf weg.

01:29:23: Wir hatten hat dich bei den bei Bova das bei rote Rosen.

01:29:26: Ja

01:29:26: ich wollte auch davon erzählen!

01:29:27: Ich hatte Claudia Schmutzler hier zu Gast.

01:29:29: Was hattest Du mit ihr gedreht?

01:29:30: dass in der Stapel aber sie hat halt auch davon erzählt genau.

01:29:35: Und da hast Du so Coaches die darum laufen die mit dir nur Text ballern was total super ist.

01:29:42: Und dafür war ich so dankbar, weil mir ist nämlich Folgendes passiert.

01:29:45: Ich habe meinen ersten Drehtag da und ich bekomme... also ich kriege ja einen Tag vorher, krieg ich meine Dispo oder

01:29:50: wenn

01:29:51: mein Tag ist,

01:29:52: weiß

01:29:53: was dran kommt und so.

01:29:54: Und ich gucke auf meine Disbo, sage alles klar das, dass, das, das bereite mich vor, lernen diese Textgelannten da, balle ich mir in den Kopf.

01:30:04: Dann drehen wir das und dann sage ich vielen Dank für den ersten Drehtag.

01:30:08: Es hat super viel Spaß gemacht, bis morgen!

01:30:10: Und der Regisseur guckt mir an und sagt wie bis morgen du hast... Wir sind noch nicht fertig.

01:30:16: Oh!

01:30:17: Wieso sind wir nur nicht fertig?

01:30:18: Nein, nein, du hast noch mehr Bilder.

01:30:22: Du

01:30:22: hast noch vier Szenen.

01:30:25: wo denn?

01:30:27: Das Skript liest mal kurz die erste Zeile von dem nächsten Dialog an.

01:30:31: Kommt ihr das irgendwie bekannt vor?

01:30:33: Nein, wie

01:30:34: gehört.

01:30:36: Scheiße!

01:30:37: Und dann habe ich auf meine Dispo geguckt und hab gesagt, aber wieso?

01:30:39: Ich bin doch hier fertig.

01:30:40: Und dann hab ich gesagt ne, nee geht auf der zweiten Seite weiter.

01:30:44: Wie hast du nicht gesehen?

01:30:45: Und ich hab mich schon... Ich bin tausend Tote gestorben, ich hab gesagt... Oh wie schrecklich,

01:30:48: ich kann es nicht, was mache ich?

01:30:49: Noch

01:30:49: mal könnt ihr irgendwas anderes drehen?

01:30:51: Ne, nee wir machen das... Nee, das geht nicht.

01:30:54: Das ist der Horro, der Albtraum.

01:30:55: Dann hab'

01:30:55: ich mir so einen Coach geschnappt und hab' gesagt Jetzt in diesem Augenblick rein damit, irgendwie in meine Birne.

01:31:02: Und dann haben wir diesen Text ... Irgendwann wird der ja auch ähnlich?

01:31:07: Natürlich!

01:31:07: Natürlich!

01:31:08: Das ist alles so ähnlich was du sagst.

01:31:10: Ganz seit das Gleiche eigentlich im anderen Kleid.

01:31:13: und dann habe ich mir diesen Text in den Kopf geprügelt mit Hilfe dieses großartigen Menschen, der mir dabei geholfen hat.

01:31:22: Die geben mir auch Tipps wie dass man da einen Bruch spielt und dass du dir ein Fahrplan machst.

01:31:29: So lernst du ja sowieso auch Text, dass du dir einen Fahrplan machst.

01:31:32: Dann machste dir ein Gedankenschluss und dann waren wir fertig.

01:31:39: und seid ihr fertig zum Drehen?

01:31:40: Alles klar!

01:31:41: Wollen wir eine Probe machen?

01:31:43: Ich sag auf keinen Fall, lass uns das bitte drehen.

01:31:47: Dann ist es einmal rausgekullert und dann ist es wieder weg.

01:31:50: Oh wie

01:31:50: schrecklich!

01:31:52: Und dann hab ich gesagt los mach an die Mühle und lass uns was bitte drehnen.

01:31:57: und ich hab wirklich die Luft fast angehalten damit ich nicht platze.

01:32:02: Und dann haben wir es beim ersten Mal geschafft und jemand war zu okay.

01:32:06: Ich so, ja, war super.

01:32:06: Danke!

01:32:07: Oh Gott ich bin tausend Toter gestorben.

01:32:09: Jetzt darfst du nach Hause fahren.

01:32:10: Ich sag oh danke euch entschuldigt.

01:32:11: Das passiert mir bestimmt nicht nochmal.

01:32:14: Bitte auch die Dispo zur Ende lesen.

01:32:15: Ja wirklich,

01:32:16: wirklich.

01:32:16: Nein

01:32:16: aber ich war das überhaupt nicht gewohnt, so eine Riesenpensum zu drehen

01:32:19: weißte?

01:32:20: Ja klar.

01:32:20: Weil

01:32:20: ich kam halt so Berlin-Berlin oder so.

01:32:23: da haben wir vier Bilder am

01:32:25: Tag gemacht.

01:32:26: Da haben wir was ja nicht dreieinhalb, vier Minuten am Tag gedreht, das waren noch... Das waren noch Zeiten, das war zum Schluss auch nicht mehr so.

01:32:36: Ich war von einem Pensum einfach total überwältigt.

01:32:39: Wahnsinn!

01:32:39: Ja und das kannte ich von den Anreinern selbst da hatten wir.

01:32:42: Das war dann noch ein bisschen

01:32:44: wie Lindenstraße.

01:32:45: Ja genau, selbst da waren wir wirklich sehr gut ausgestattet.

01:32:50: Was ich aber vergessen hatte, die produzieren eine ganze Folge am Tag.

01:32:53: Ja

01:32:53: ja ganz anders.

01:32:54: Die ballern fünfzig Minuten am Tag das ist richtig

01:32:56: ne Menge.

01:32:56: Das ist Wahnsinn!

01:32:58: Ja ja ja interessant.

01:33:00: Da bin ich da, das war kein schöner Tag.

01:33:02: Da habe ich auch tausend Tote gestorben.

01:33:04: Es ist ja wovon man träumt manchmal oder?

01:33:06: Ich träume manchmal so Sachen was ich in der Art der G und ein anderes Stück spielen muss und den Text nicht kann oder so.

01:33:11: Ja oder ich... Horror.

01:33:13: Oder ich hatte mal einen Traum von meiner ersten Premiere.

01:33:17: Das war ganz schrecklich Obwohl ich mich so darauf gefreut habe, weil es war eine tolle Rolle.

01:33:22: Das war ein japanisches Märchen und hab einen kleinen Teufel gespielt.

01:33:26: So ein Naturgeist auch ganz körperlich.

01:33:28: Und das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht!

01:33:33: Ich hatte so'n ganz Körperkostüm also die Arme und Beine waren bemalt tatsächlich ganz bunt.

01:33:39: und dass wir das nicht jeden Tag komplett machen müssen, hatte ich

01:33:43: etwas

01:33:44: Enges an was bemalt war in der gleichen Farbe.

01:33:51: In meinem Traum stand ich auf der Bühne.

01:33:53: Ich habe so geschwitzt, weil das körperlich war, hab ich ein Liter Wasser verbraucht pro Vorstellung.

01:34:00: Habe ich geträumt, dass die ganze Schminke runterläuft

01:34:05: und auch

01:34:06: vor diesem Anzug.

01:34:08: Und dass alles herunterläuft.

01:34:12: Meine ganzen, und jedes Mal wenn ich mich bewege so ein Farbschwall auf meine Kollegen.

01:34:19: Wie schrecklich!

01:34:20: Mit meinen Kollegen auch ja ganz buntsig nur wie ich, ganz nackt.

01:34:25: Schlimmer Traum.

01:34:26: Ganz furchtbar.

01:34:28: Und die Kollegen konnten dann gar nicht mehr ihre Rollen weiterspielen weil sie auf einmal mein... Das war ein Traum.

01:34:39: Was soll ich spielen?

01:34:41: Wer ist dran, bin ich dran?

01:34:43: Wow!

01:34:45: Das ist cool.

01:34:46: Ja

01:34:47: das war tiefgründig schrecklich.

01:34:49: Wahnsinn,

01:34:49: Wahnsinn.

01:34:51: Matthias, ich habe zum Schluss eine Frage.

01:34:53: Du machst ja auch Synchronregie und du arbeitest immer noch als Synchronsprecher.

01:34:57: Ja natürlich.

01:34:57: Und du

01:34:58: drehst aber ja auch immer noch.

01:35:01: Was ist für dich, jetzt große Frage.

01:35:03: Möchten Sie trotzdem stellen?

01:35:04: Was ist das Verbindende für Dich als Schauspieler und was ist der große Unterschied?

01:35:11: Wie fühlt es sich für DICH körperlich mental unterschiedlich an oder was ist gleich für DIG?

01:35:19: Das

01:35:19: ist eine sehr, sehr gute Frage!

01:35:20: Nein über die muss ich nochmal kurz nachdenken.

01:35:23: Dann nehme ich mir mal ein Denkschluckwasser.

01:35:30: Ich hab selten jemanden hier zu Gast gehabt, der so viel gedreht hat.

01:35:34: Meistens Musikleute, die viel Theater gespielt haben und aber auch spricht wie

01:35:38: ich.

01:35:39: Das ist jetzt eine seltene Kombi.

01:35:44: Es sprechen für dich ähnlich letztendlich?

01:35:46: Ja es ist alles sehr ähnlich.

01:35:49: Ich finde auch drehen und sprechen ... Und für mich ist aber auch Regie machen sowas Ähnliches.

01:35:59: Weil als Regisseur bin ich alle Figuren.

01:36:04: Weil das ist in meinem Kopf fertig, also ...

01:36:07: Interessant!

01:36:07: Du hörst die schon quasi oder du sprichst sie selber innerlich?

01:36:11: Alles, alles spreche ich mit innerlich und ich lass mich gerne überraschen.

01:36:16: Das ist gar nicht ein Steingemeister, aber den groben Fahrplan habe ich parat

01:36:21: so zu sagen.

01:36:22: Weil du so viel Erfahrung hast,

01:36:24: oder?!

01:36:25: Ja, ich glaube das ist auch eine Menge.

01:36:26: Davon ist Routine, dass man sich mehrere Sachen gleichzeitig konzentrieren kann und nicht nur auf sich.

01:36:34: Und ja, und da gehört es ein bisschen Routine dazu glaub' ich, dass als Regisseur auch weiß wie sich die Dinge miteinander verhalten.

01:36:42: also da ist auch ne Menge Psychologie dabei zwischen den Figuren.

01:36:46: Es gibt immer ne Aktion und Reaktion und es gibt ja auch immer ne Haltung der Figuren und in der Haltung ja auch Brüche Und die muss man quasi erkennen.

01:37:00: Ja und bedienen, also im Synchronen muss man sie bedienen weil der Film fertig ist und da muss man sich einfach identifizieren und muss ihn dann bedienen.

01:37:13: Manche können die nicht identifzieren, die merken den Haltungswechsel nicht und haben dann meistens wenn es dann Sprecher sind oder... Auch Sprecher sind für mich Schauspieler, Sprechers ist nur ein Teil der Schausspielerei.

01:37:30: Das hatte ich auch in jungen Jahren, das relativ häufig sogar, wo mir dann aber die älteren Kolleginnen beim Beigeholfen haben, weil sie mehr was an ihr, weil die mir Werkzeuge an ihre Hand gegeben haben.

01:37:41: Wenn du alles auf einer Haltung spielst oder ohne Haltung spielt, dann ist es wie vorgelesen.

01:37:48: Du brauchst, um es zu spielen musst du mit deinem Körper die Geschichte erzählen.

01:37:53: Die Figur erzählt und wie gesagt die Textschiene ist noch mal was anderes.

01:37:57: das ist äh ähm äh die Engländer können das zum Beispiel wahnsinnig gut über die Textchiene etwas ganz anderes spielen und spielen aber von der Haltung her was völlig entgegengesetzt

01:38:08: ist.

01:38:08: ja

01:38:09: und die hängen quasi Ich nenne das dramaturgisch Verdichten.

01:38:15: Die hängen noch mit der Einlein, mit der einen Zeile die Sie sprechen.

01:38:19: Hängen sie noch in einer Einhaltung fest während sie mit dem Körper schon unter meister Handel.

01:38:25: Und das ist wirklich die hohe Kunst.

01:38:26: da denkst du das geht gar nicht.

01:38:28: verdammt nochmal!

01:38:29: Das muss doch verboten sein.

01:38:30: wie geht das?

01:38:32: So schnell dann mit dem Körper

01:38:34: und das ist halt dramaturgische so dicht dass es von der Figuren erzählt wird Da kannst du nicht anders als hingucken.

01:38:45: Und eben auch nicht nur hören, sondern auch hingucken!

01:38:47: Weil da sind alle Sinne angesprochen und das ist ... Das ist so das, was ... und das vereint aber dann der Regisseur ein bisschen miteinander.

01:38:58: Also jetzt im Film zu inszenieren oder einen Theaterstück als Regisseure inszeniert, ist noch etwas anderes als Dialogregisseur zu arbeiten, weil da ist ja der Film quasi fertig.

01:39:10: Da musst du es identifizieren wo die Brüche sind und wie die Haltung ist und ob wir hier noch ein bisschen nachschrauben?

01:39:16: Und dann

01:39:16: musst du's natürlich auch deinen Sprecherinnen und Sprechern

01:39:19: rausholen.

01:39:20: Genau!

01:39:20: Was

01:39:21: machst du, Tami?

01:39:23: Sprichst du vor?

01:39:24: Nein.

01:39:25: Du sprichst dich ja nicht... Sprichest du vor manchmal?

01:39:28: Ich sprech's mir vor!

01:39:30: Ja.

01:39:32: Ohne den Knopf gedrückt zu haben.

01:39:34: Ich spreche es mir vor um herauszufinden was ich sagen muss.

01:39:39: Wo der

01:39:39: Fahrplan ist

01:39:41: und ich sprechs' mir vor damit ich sagen kann was ich meine.

01:39:46: Dann

01:39:47: sagst du die Haltung dem anderen.

01:39:50: keine Ahnung, liebevoll oder hoffend?

01:39:53: Ja.

01:39:53: Oder wenn man sagt, der kommt noch ein bisschen mehr vom Bild, da können wir in einer Stelle eine gute Richtung,

01:39:58: ne

01:39:58: guter Weg davon noch ein bissel mehr dann kann man so ein bisschen Stellschrauben spielen machen, dass man so davon noch und da noch ein bißchen anhebt.

01:40:06: oder du bist einfach ein bisschen, der steht neben dir, du bist einbach ein bisschen zu laut, ne so also ein Bisschen Lautstärke runterfahren

01:40:13: ja

01:40:14: oder kommen wir aus dem Bauch nochmal hier der ist riechender Dampf, der braucht ein bisschen Kompression noch.

01:40:26: Oder nimmst du mal ganz aus dem Kopf ne?

01:40:29: Der ist gerade ganz verloren und weiß gar nicht wo die Reise hingeht.

01:40:35: Der Flopping nennt man das.

01:40:37: Es kommt auch aus einem Schauspielbereich, aus so einer Schauspillertechnik.

01:40:43: Flocking ist, wenn man so gar nicht weiß, wo es sehr richtungslos

01:40:47: ist

01:40:48: oder da gibt's also verschiedenste Ansätze eben.

01:40:51: Wir reagieren dann

01:40:54: gegenüber.

01:40:55: Kriegen die Leute das ehemaligen Gesetz bestimmt nicht?

01:40:58: Egal ob jetzt alle Schauspieler sind.

01:41:00: Natürlich nicht!

01:41:01: Das verstehe ich gerade nicht was du meinst.

01:41:03: irgendwie dann versuche ich es nochmal anders.

01:41:05: und wenn sie auch ein verstandener Spräch ist ihm vor oder ihr

01:41:10: Ja,

01:41:10: natürlich.

01:41:11: Oder die sagen von sich aus?

01:41:12: Sprich's mir vor!

01:41:14: Ich verstehe es.

01:41:15: Sprechst mir vor.

01:41:15: Hör auf mit die Scheiße zu erklären.

01:41:18: Dann weiß ich schon und dann kann ich es identifizieren.

01:41:21: Es jemandem vorzusprechen ist auch nicht unbedingt ein Zeichen davon dass sie es nicht verstanden haben sondern das ist auch ein zeichen davon... Sprich mir das vor, weil ich dann kann nicht identifizieren

01:41:30: was

01:41:33: du meinst.

01:41:34: Weil Schauspiel ist für mich auch ganz viel zuhören.

01:41:36: Auf jeden Fall!

01:41:39: Ist wenn nicht sogar die Basis... Auf jeden

01:41:43: fall, hundert Prozent.

01:41:44: Und

01:41:45: es

01:41:45: kann nicht soviel machen.

01:41:46: Alle denken aber sie müssen wahnsinnig

01:41:47: viel machen.

01:41:49: Du musst einfach zuhörn.

01:41:51: Das macht auch die Figur aus.

01:41:53: Das spielt auch die anderen mit ohne sie mitzuspielen.

01:41:57: Den König spielen halt über die anderen.

01:42:00: Und was ist jetzt für dich der Unterschied, wenn du selber drehst?

01:42:02: Oder gibt es einen Unterschied?

01:42:04: oder fühlt es sich für dich gleich an

01:42:06: Als wenn ich Regie mache?

01:42:07: Nee, als wenn du sprechst.

01:42:08: Also wenn ich spreche... Naja, dass sich natürlich etwas anderes an... Ich bin vorher abgepudert worden.

01:42:14: Du

01:42:14: weißt wohl wie du das Gesicht halten musst

01:42:16: für die Kamera

01:42:17: irgendwie.

01:42:17: Man hat ein bisschen

01:42:19: mehr... Ein

01:42:21: bisschen höhere Konzentration eigentlich noch.

01:42:24: Weil mein technisch ein bisschen herausfordernder und geforderter ist.

01:42:28: Dass man nicht gegenüber die Schiene rennt.

01:42:32: Dass du deine Marke triffst, dass du dein Licht triffest.

01:42:35: Dass du den Kollegen keinen Schatten machst und so weiter und dann noch kurz deinen Text sagst.

01:42:41: Und dann soll ich noch das dabei machen.

01:42:42: aber sind das meine Hände?

01:42:44: Auf einmal fühlt sich alles komisch an oder du musst einfach nur ein Brot schmieren und auf einmal... wie schmiert man eigentlich einen Brot?

01:42:52: Wenn wir gucken, wie ich mir einen Marmeladenbrot mache.

01:42:57: Da geht noch mal ein bisschen mehr ab einfach.

01:43:00: Es sind auch viel mehr Leute involviert und es ist viel mehr los an so einem Film-Set als in so einem Synchronenstudio.

01:43:06: Und deine Stimme?

01:43:08: Wie verschieden bist du?

01:43:11: Du hast ja Power!

01:43:13: Die Power hast du am Mikro und hast du...

01:43:16: Die ergibt sich aus der Haltung.

01:43:20: Wenn du es richtig spielst, ergibt sich die aus der Haltung.

01:43:23: Du musst dich sehr reduzieren?

01:43:25: sprichst du beim Dreh viel leiser als jetzt mit mir?

01:43:29: Das kommt immer auf

01:43:33: alles an.

01:43:33: Es ist

01:43:34: ein bisschen ... Ganz viel ist ja auch, wenn wir eine Probe machen, dass ich dann erst mal was anbiete natürlich.

01:43:40: How do I see the scene?

01:43:42: und dann sagt der Regisseur Da könnte man ja noch und hier könnte man aber und dann entwickelt man da ein bisschen was dran rum wo man dann merkt, ach guck mal den ganzen Text brauchen wir gar nichts kann ich alles spielen oder die Regie kommt selber drauf.

01:43:57: Warum mussten das alles sagen?

01:43:58: Muss ich nicht steht im Buch.

01:44:00: also dann spielst doch lieber.

01:44:01: Also klar danke mach' ich.

01:44:02: Es wird schöner auch wenn ich nur einen Blick spiele der viel mehr sagt als tausend Worte.

01:44:06: und ähm dann macht er dann dann.

01:44:08: dann sagt die Reggie dann mache ich mir lieber da nochmal ein Klos abdraues.

01:44:11: Das erzählt vielmehr als wenn du da den ganzen als wenn dir da den Vortrag hält was du eigentlich jetzt spielen sollst.

01:44:16: ja und dass ist alles in diesem Blick halt drin.

01:44:18: Und beim Synchron hast du halt, da hab ich einen Tonmeister.

01:44:22: Da hab' ich ein Regisseur und dann hab'n Mikro- und Pult und Fernseher.

01:44:25: So das ist natürlich... Da muss ich nicht auf den Licht achten!

01:44:27: Da muss sich die Hose nicht klemmt irgendwie, da muss ich gucken dass der Schuh nicht drückt und darauf muss ich alles gar nicht achten.

01:44:36: Deswegen ist es auch eine schauspielerische Arbeit in jedem Fall und die Stimme selbst ergibt sich aus der Haltung der Szene.

01:44:45: Und er gibt sich.

01:44:46: beim Synchron ist es ja auch im Grunde genommen schon vorgegeben, weil der Film ist ja fertig.

01:44:51: entgegen der Meinung einiger Redakteure, die irgendwas versuchen zu ändern wollen sagen aber der Film is ja fertig.

01:44:57: Der wurde ja schon getan.

01:44:59: insofern mach ich da jetzt... Ich vertraue meiner Stimme

01:45:06: Ja.

01:45:06: Auch?

01:45:07: Ich

01:45:07: hatte so einen kleinen Knacks nach meiner OK, da war ich ein bisschen zu Fuß mit ...

01:45:12: Da

01:45:12: war ich schon sehr self-conscious über meine Stimme.

01:45:15: Also da war auch ich dann schon sehr nach innen gerichtet manchmal

01:45:18: und

01:45:18: hab schon sehr darüber nachgedacht wie ich denn jetzt wohl so klinge.

01:45:26: Aber

01:45:27: ... Da ich mich oft so viel selber gehört und gesehen habe ist das auch nicht mehr komisch für mich.

01:45:36: Ich weiß, dass ich mir, weil ich ja sowieso dann als Regisseur, wenn ich eine Serie mache und eben im Studio bin und sage, wenn da irgendwelche Kleinstrollen sind die dann irgendwann noch einen Satz haben oder so, dann weiß ich, dass sich nicht zweimal in einer Folge zwei verschiedene Figuren sprechen kann, weil meine Stimme ein sehr hohen Wiedererkennungswert hat.

01:45:53: Also es gibt so Stimmen, die gehen bisschen unter.

01:45:56: Es ist ein bisschen gefälliger

01:45:58: und

01:45:58: das meine ich nicht als Wertung besser oder gut oder böse oder keine Ahnung.

01:46:03: Und meine Stimme hörst du aber sofort raus.

01:46:05: Die hörste sogar aus, wenn wir zu dritt sprechen.

01:46:09: Du hörst deine Stimme raus.

01:46:14: Das ist einfach nur eine Tatsache.

01:46:16: So oft gesagt worden, dass ich es inzwischen selber glaube.

01:46:19: Weil man hört sich ja auch selber immer als das andere ein.

01:46:22: Anders.

01:46:22: Das

01:46:22: wird man erst mal hier feststellen wenn man sich mal aufnimmt und sich mal anhört... Auf

01:46:25: jeden Fall!

01:46:25: Auf jeden fall durch

01:46:26: die... Man erkennt komischerweise was ich immer so komisch finde.

01:46:30: Man erkennt sich, man weiß, dass man das isst Aber man klingt ganz anders.

01:46:34: Als

01:46:34: man sich selber

01:46:36: kennt.

01:46:36: Deswegen finde ich das so komisch, dass man sich trotzdem erkennt, obwohl man sich ganz anders hört.

01:46:40: Interessant!

01:46:40: Ja ja ja.

01:46:41: Man erkennt sich...

01:46:43: Leute werden knallrot schüren

01:46:45: sich zum ersten Mal

01:46:46: und sind ja total baff wie die sich anhören.

01:46:49: Wie man sich selbst anhört aber dass sie trotzdem erkannt selber,

01:46:53: finde ich erstaunlich.

01:46:53: Das ist eigentlich

01:46:54: schön.

01:46:55: Hörst du dich den gerne?

01:46:56: Wenn du dich jetzt hier über Kopfhörer hörst, hörst du dir gerne?

01:46:59: Ich höre mir wahnsinnig gerne zu.

01:47:01: Nein, nein, nein!

01:47:02: Aber ist das angenehm für dich?

01:47:06: Ich bin so ein Kommunikator.

01:47:08: Ich mag wahnsinnig gerne mich mit Leuten auseinandersetzen

01:47:12: und

01:47:13: dieser Podcast ist auch deswegen ein Geschenk.

01:47:16: Das ist ein Geschenk für jeden Schauspieler, weil wir können das machen, was wir am liebsten tun über uns selbst reden.

01:47:21: Ja!

01:47:21: Oh Mann!

01:47:21: Swim, swim, swim!

01:47:25: Deswegen will ich jetzt auch noch sagen... Ich höre mich wahnsinnig gerne reden und sage alle sicher

01:47:29: Herr Klemmer.

01:47:29: Das meinte ich damit nicht.

01:47:31: Nicht ob du dich gerne reden hörst.

01:47:33: Ich habe mit Rasmus ja einen Gespräch geraten und da haben wir darüber gesprochen und er hat sich wahnsinnigt gerne und gesagt es geht doch jedem so.

01:47:40: Hab ich gesagt nein, es geht nicht jedem so.

01:47:41: Es gibt Leute die hören sich nicht gerne.

01:47:43: Auch die Profis sind.

01:47:45: Ich höre mich gerne.

01:47:46: Ja, ich höre auch gerne.

01:47:48: Das war aber ein Gang, ne?

01:47:50: Weil ich mich eben schon so viel gehört habe und mich ja selber aus Kurzfilm rausgeschnitten habe... ...und auch aus Sprachdingern rausgehen.

01:47:57: Weil sage ich, das war kacke!

01:47:59: Und da bin ich aber auch... Ich höhe mir mit einem gewissen Abstand zu.

01:48:06: Cool, gefällt mir gut.

01:48:10: Und höre manchmal, dass wenn ich selber Regie mache und selber spreche Also mit mir selber Regie mache sozusagen.

01:48:19: Dann höre ich mir ganz anders zu, dann bin ich sehr kritisch auch und dann mach' ich lieber viel mehr.

01:48:29: noch mal eine als dass ich das alles kaufe weil ich mich so großartig finde sondern da bin ich dann eher noch genauer und gründlicher noch so mit mir selbst.

01:48:42: Mir gefällt

01:48:43: das mit dem Abstand, da möchte ich direkt was zu sagen auch dass mir das auch so geht bei wenn ich coache oder auch wenn ich spreche dass ich diesen Abstand habe.

01:48:51: das heißt wenn ich gelobt werde kommt es gar nicht bei mir

01:48:55: an

01:48:56: Weil es ist dieser Abstand und das finde ich eigentlich gesund.

01:48:59: Ja, für die Stimme kann ja auch keiner was.

01:49:02: Also man kann sich natürlich ausbilden und so.

01:49:06: Dann habe ich eine tolle Stimme für denjenigen.

01:49:08: Aber das ist sehr subjektiv und individuell.

01:49:13: Ich höre mir schon gerne zu.

01:49:15: Ich weiß dass ich das bin und höre mich dann zu und bin aber dann gleich so ein ... haben wir das gut gespielt?

01:49:24: Ja, natürlich!

01:49:24: Selbstverständlich.

01:49:26: Nehm ich mir das ab oder nicht?

01:49:27: Also da war das S aber ein bisschen gezutzt und da haben wir einen kleinen Dring gehabt oder so.

01:49:32: Das ist ganz schön.

01:49:35: Genau.

01:49:36: Und kritisch dann einfach auch.

01:49:38: Total.

01:49:39: Das kommt aber mit den Jahren so... Also meine Frau sagt immer, sie hört mir wahnsinnig gerne zu wenn ich so spreche.

01:49:47: Ich muss auch abends mal allen vorlesen.

01:49:48: Wirklich?

01:49:48: Ja die Frau kommt auch immer mit zum Kind hervorlesen ja, die hört mir gerne zu.

01:49:54: Das hab ich bis jetzt.

01:49:55: tatsächlich, in so ein paar kleinen Rollen habe ich erst so eine Hörbücher gemacht.

01:50:00: Das hab' ich aber noch nie so gemacht und das würde mich nochmal reizen aus.

01:50:04: So ne ganze Geschichte vor sich.

01:50:05: Ich mag halt gerne Geschichten erzählen.

01:50:07: Ja natürlich!

01:50:08: Hätte

01:50:08: ich auch Lust zu.

01:50:09: Und wenn es ein schönes Buch ist, irgendwie dann... Würde

01:50:11: uns leicht fallen oder?

01:50:12: Ich glaube schon.

01:50:15: Wieso?

01:50:16: Ein bisschen Werbung machen, klar man gehört schon Handwerk.

01:50:19: Na klar!

01:50:20: Na klar mein schönes Hörbuch mit verteidigen Rollen und so.

01:50:23: ja das ist total schön toll Matthias es war ein mega Gespräch.

01:50:27: Ja vielen herzlichen Dank.

01:50:28: ihr könnt auch schon lange weiter mit dir reden.

01:50:29: Das bringt wirklich Spaß.

01:50:31: Weißt du was ich mir mitnehme was sich richtig cool fand ab bin ich gar nicht vorhin eingestiegen.

01:50:35: Mir hat sehr gut gefallen der Satz Man sagt was beim Spielen oder beim Drehen, aber das Gefühl ist etwas ganz anderes.

01:50:41: Und dann

01:50:42: habe ich gedacht, das kenne ich aus meinem Alltag so aus Gesprächen mit Freunden und so genau das.

01:50:47: Ja, die geht sehr gut!

01:50:50: Ja, auch das!

01:50:51: Die kleine Notlüge.

01:50:52: Oder

01:50:52: irgendwie man redet über was aber es geht in Wirklichkeit um etwas ganz anderes, was nicht ausgesprochen wird.

01:50:58: Der Elefant im Raum.

01:50:59: Und so ist es beim Schauspiel auf.

01:51:01: Ich finde immer schön wenn man die Verbindung spürt.

01:51:04: Das Schauspiel ist einfach eigentlich

01:51:07: echtes

01:51:07: Leben.

01:51:07: Es ist ein Handwerk, was man erlernen kann und das fängt mit Stimme.

01:51:14: Auf jeden Fall ist ein sehr großer Teil davon.

01:51:19: Es ist aber auch dadurch, dass das Handwerk an unseren Körpern

01:51:24: gekoppelt

01:51:25: ist.

01:51:26: Hat es immer was mit dir zu tun?

01:51:27: Ja!

01:51:27: Es hat immer etwas mit einem zu tun der es ausübt und das macht es eben so besonders.

01:51:38: Wenn ich den Stuhl baue, ist es etwas anderes als wenn ich dir einen Hamlet spiele oder so.

01:51:46: Das ist auf jeden Fall was anderes.

01:51:49: Ja, toll!

01:51:52: Ich habe immer eine Frage zum Schluss, die ich meinen Gästen stelle

01:51:55: und stelle

01:51:55: dir auf.

01:51:56: Wofür möchtest du gerne deine Stimme erheben in dieser Welt?

01:52:02: Ui, das ist aber eine tolle Frage.

01:52:03: Also ich würde meine Stimme gerne erhebe für mehr dafür dass man sich gegenseitig mehr zuhört Für Toleranz ist ein Teil davon.

01:52:23: Es ist aber noch mehr als das.

01:52:27: Ich vermisse in unserer Gesellschaft heutzutage sehr, dass man zu sehr in seinem eigenen Garten haken geht und viel zu wenig beim Nachbarn gucken geht.

01:52:44: Auch weil man eine andere Meinung hat, hat man nicht gleichzeitig recht ... Vieles davon ist entstanden oder das ist auch ein Kind dieser Zeit.

01:52:55: Ich nehme das mal als Beispiel, Geiz ist geil!

01:53:00: Ist für mich eine Kampagne die wahnsinnig irreführende ist und für etwas steht was ich auf keinen Fall unterschreibe.

01:53:06: Es ist mir fehlt heutzutage ganz doll eine Empathie dem anderen gegenüber und sich selbst die Möglichkeit zu geben, auch empathisch zu sein.

01:53:23: Auch dem Fremden gegenüber.

01:53:25: Obwohl man noch gar nicht weiß wer der andere ist oder was das andere beinhaltet, ist man schon mal dagegen.

01:53:30: Das kann es nicht sein.

01:53:32: Man kann nur gegen etwas sein, was man kennt.

01:53:34: Und ich freue mich sehr in einer bunten pluralistischen Bundengesellschaft aufzuwachsen und Teil einer solchen zu sein.

01:53:49: Und ich finde auch, jeder hat seine Berechtigung und jede hat seine Stimme.

01:53:56: Ob das die Genderproblematik ist oder ob das die Herkunft ist, ob der Glaube ist... Ganz vieles davon ist wirklich auch einfach Privatsache!

01:54:05: Ja,

01:54:06: auch mal gut gesagt.

01:54:09: Ich finde ja nicht alles was diese sagen muss man toll finden.

01:54:12: Darum geht es überhaupt gar nicht.

01:54:14: Es geht eher darum dass man sich damit befasst Und wenn das keine eigene Meinung sein kann, dann hat man eben eine andere.

01:54:26: Aber deswegen hat der Andere nicht unrecht, sondern einfach eine andere Meinung!

01:54:30: Wir kommen zum Schluss, ich danke dir.

01:54:32: Ich danke dir Libby Eva, das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und ... Das

01:54:35: war sehr interessant!

01:54:36: Du bist ein sehr interessanter Mensch, muss ich sagen.

01:54:38: Ich kannte dich ja gar nicht vorher so richtig.

01:54:41: Vielen Dank für alles und du bekommst ein Geschenk?

01:54:42: Ja.

01:54:43: Du bekommest Gretas einmal Elderflower und Black Current.

01:54:48: Oh,

01:54:48: danke sehr, lecker!

01:54:49: Baldam für deine Stimme

01:54:50: geliesse sie.

01:54:51: Ja, baldam für die Stimme.

01:54:51: vielen herzlichen Dank.

01:54:52: Bitte

01:54:52: schön, bitte schön.

01:54:53: Danke für die Einladung

01:54:54: Und ich danke euch allen fürs Zuhören.

01:54:56: Teil die Folge.

01:54:57: gebt uns fünf Sterne schreibt uns Nachricht Kommentiert und geht ins Gespräch mit uns.

01:55:02: Wir freuen uns, von euch zu hören!

01:55:04: Und ich sage macht es gut bis zum nächsten Mal und denkt immer daran love your voice denn deine Stimme das bist du eure.

01:55:11: Eva.

01:55:14: Das war natürlich sprechen Dein Podcast rund um Stimme sprechen und Personality Mit Eva Weismann.

01:55:21: Diese Folge wurde euch präsentiert mit der freundlichen Unterstützung von Greta's Pastillen.

01:55:26: Balsam für deine Stimm.

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