#44 Rasmus Borowski: Die Verdichtung des Selbst

Shownotes

Auf diese Folge habe ich mich besonders gefreut: Ich treffe Rasmus Borowski, den ich schon seit vielen Jahren kenne und schätze.

Rasmus ist Sprecher, Sänger, Schauspieler, Komponist und Regisseur. Wir sprechen über seinen Weg ins Studio, seine Arbeit als Synchronsprecher und Synchronregisseur, Filmmusik und eigene Filmprojekte - und darüber, warum es ihn sogar nach Hollywood gebracht hat.

Dabei geht es auch um die Seiten des Künstlerlebens, die man von außen oft nicht sieht: Prüfungsangst, Rückschläge, gescheiterte Plattenverträge und die Frage, warum Talent allein nicht automatisch zum Erfolg führt.

Besonders spannend finde ich unseren Austausch über die Stimme. Rasmus beschreibt das Arbeiten am Mikrofon als „Verdichtung des Selbst“. Wir sprechen darüber, wie eng Stimme und Persönlichkeit miteinander verbunden sind und wie wunderbar es ist, wenn wir immer mehr von unserer eigenen Essenz hörbar machen können.

Ein persönliches Gespräch über Stimme, Kreativität, Erfolg und das Leben als Künstlerin und Künstler.

Ich hoffe, dieses Gespräch inspiriert euch genauso sehr wie mich.

Love your voice. Denn deine Stimme, das bist du.

Eure Eva

Wenn ihr Fragen an Annakathrin und mich habt, meldet euch gerne.

Instagram:

@rasmus_van_oz @eva_weissmann

www.rasmusborowski.com www.evaweissmann

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Transkript anzeigen

00:00:01: Natürlich sprechen!

00:00:03: Dein Podcast rund um Stimme, Sprechen und Personality mit Eva Weismann.

00:00:09: Diese Folge entsteht mit freundlicher Unterstützung von Greta's Pastelen – balsam für deine Stimme Erhältlich in deiner Apotheke.

00:00:18: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Natürlich sprechen, wie schön dass ihr dabei seid.

00:00:23: Auf diese Folge freue ich mich ganz besonders doll!

00:00:27: Denn ich habe einen Künstlerzugast den ich sehr schätze, den ich lange kenne Und den ich viel zu wenig kenne, habe ich jetzt in der Vorbereitung gemerkt und ich habe fest vor dich noch besser kennenzulernen.

00:00:38: Lieber Rasmus Borowski herzlich willkommen mit meinem Podcast.

00:00:42: Hallo

00:00:42: liebe Eva.

00:00:43: Danke schön dass ich hier sein darf.

00:00:45: Super schön.

00:00:46: Ich sage mal was du alles bist.

00:00:47: Du bist Sprecher Sänger Schauspieler Komponist und Regisseur.

00:00:52: Erstmal bist du ein Sprecher und zwar in allen Genres, die man gerne sprechen möchte.

00:00:57: Du bist Synchronsprecher, du sprichst Hörbücher, Hörspiele, Dokus, Games und Werbung!

00:01:03: Du sprichest Martin Comston in der Serie Line of Duty, Luke Evans und Neff Schulman.

00:01:10: Dann bist du der Sith Warrior Zorn in Star Wars The Old Republic dem Game – das ist für Fans bestimmt ganz besonders, dass

00:01:19: du das spielst?

00:01:19: Ja

00:01:20: super wichtig.

00:01:21: Du sprichst Barn in the Seven Deadly Sins.

00:01:24: Du hast gesagt, es ist ein Riesen-Netflix-Erfolg gewesen?

00:01:27: Ja also das ist eine unfassbar berühmte Rolle und ich bekomme sehr viel Applaus dafür und vielen Dank auch an dieser Stelle.

00:01:35: Toll!

00:01:36: Und dann sprichest du in ähnlichen Hörspielen wie ich nämlich bei den drei Fragezeichen TKKG und den fünf Freundchen.

00:01:42: Das ist doch cool oder?

00:01:44: Bei Heike Dine Kürzing jedes

00:01:45: Mal...

00:01:46: Das Allerschönste bei ihr zu arbeiten.

00:01:48: Dann sprichtest du viel Werbung nicht aufgeschrieben, was?

00:01:51: aber sehr viel hast du gesprochen in deinem Leben.

00:01:54: Sag doch paar Beispiele!

00:02:05: und für Telefongesellschaften alles mögliche, was es zu sprechen

00:02:10: gibt.

00:02:10: Toll!

00:02:11: Dann stehst du seit deinem vierten Lebensjahr als Sänger vor dem Mikrofon.

00:02:15: Darüber müssen wir sprechen wie das passiert ist.

00:02:18: Aber ich habe mir aufgeschrieben, dein Gesang ist in den Titelsongs der Serien Dora oder Dora wahrscheinlich Agent- Ja, richtig.

00:02:26: Rubble and crew und auch bei Princes Power zu hören sowie in Hörspielen Games und Werbespots.

00:02:33: Dann hast du mehrere Bands gehabt.

00:02:36: Lust heißt ihr Lust?

00:02:37: Lust, Lust.

00:02:39: Drussell

00:02:41: Ja Borowski & Drusell

00:02:42: Okay on Seven Eleven für die du die Songs auch komponiert hast und die Texte geschrieben hast.

00:02:48: Deine Gesangslehrerin ist Texas Lightningstar Jane Comerford, yes müssen wir drüber sprechen?

00:02:54: Ja dann warst du im Kino zu sehen in dem Film SMS Für Dich von Caroline Herford.

00:03:01: sehr

00:03:01: cool!

00:03:03: Und du bist auch Komponist und hast unter anderem für die BBC Serie T-Cup Travels, forty fünf folgenklassische Orchester Filmmusik komponniert Und mit dem City of Prague Philharmonic-Orchester aufgenommen.

00:03:18: Unglaublich,

00:03:19: unglaublich!

00:03:21: Du hast noch viel mehr Filmmusik gemacht.

00:03:22: werden wir auch noch drüber sprechen?

00:03:24: und dann hast du Regie geführt bei einem Kurzfilm Der Beste und hast dafür zahlreiche Auszeichnungen bekommen unter anderem den Shocking Shorts Award der dich nach Hollywood gebracht hat.

00:03:35: Du bist mir auch darüber sprechen.

00:03:36: Unglaublich!

00:03:37: So viele Sachen, dann bist du natürlich Synchronregisseur, Dialog-Regisseur musikalischer Leiter im Studio und Songtextor.

00:03:45: Ganz schön viel – wie geht es dir wenn du das hörst Rasmus?

00:03:49: Wie ist dein Empfinden dazu?

00:03:52: Ich mache ja nicht alles gleichzeitig sondern eigentlich immer eins nach dem anderen.

00:03:55: deswegen ist es im Alltag meistens leichter zu bewerkstelligen als wenn man das jetzt so hintereinander aufzählt.

00:04:03: Das stimmt Aber es ist toll.

00:04:05: Eigentlich ist es so, wie ich's mir immer gewünscht habe weil ich mich schnell langweile und Trim war immer die Kunst, die mich interessiert hat, weil alle Künstler da zusammenkommen und Hand in Hand etwas Tolles machen.

00:04:18: Und ich liebe natürlich die Arbeit im Studio vor dem Mikro das ist mein Highlight.

00:04:23: oder mit dem Orchester aufnehmen ist auch ein Highlight.

00:04:26: aber toll ist natürlich dass dadurch, den Stuhlwechsel, also von der Regie vor das Mikro oder zu Hause Komponiere was ich am meisten alleine tue.

00:04:36: Oder halt mit dem Orchester aufnimmt und auf einmal hat man da hundert Leute Vorsicht die alle delegiert werden müssen.

00:04:42: Und dass befruchtet sich gegenseitig unfassbar kreativ.

00:04:45: Also wenn ich jetzt zwei Monate an einer Filmmusik gearbeitet habe und ich stehe wieder im Studio bin ich frisch wieder junger Morgen und bin voller Lust und Energie jetzt einen tollen Take-off zu dem zu sprechen und nur das zu tun Und nehme auch gerne die Regie an, dass ich nicht mehr Regie führe.

00:05:02: Das führt dir jetzt Regie?

00:05:03: Das ist überhaupt kein Ding und so muss es sein!

00:05:05: Ja

00:05:06: das kenne ich gut, das ist schön.

00:05:08: Und Rasmus... Ich habe vorhin vorgelesen du hast mit vier zum ersten Mal im Studio gesungen.

00:05:13: Es ist lustig denn ich hab auch mit vier meinen ersten Werbespot gedreht.

00:05:16: Du weißt gar nicht ob du das weißt.

00:05:17: Das gab damals die Schaumerwerbung wo eine Mutter ihrer Tochter die Haare gewaschen hat.

00:05:22: Ja natürlich.

00:05:22: Und das war Marianne meine Mutter.

00:05:24: Hat diese Mutter gespielt?

00:05:27: und die Legende sagt, ich weiß nicht ob es so war dass Mariane mich im Studio dabei hatte.

00:05:33: weil sie kein Baby-Sitter hatte und dann fanden die mich so süß, dass sie mich eingebaut haben in den Spot.

00:05:38: Und dann hat sie zu mir gesagt Sabine gibst du mir mal bitte das Schaumerschampo?

00:05:41: Dann hab ich gelispelt wo er ganz süß ist es

00:05:43: dies?!

00:05:44: Und habe es ihr gegeben!

00:05:45: Und Marianne hat mir immer erzählt, dass das das geflügelte Wort war in unserer Branche.

00:05:49: is this dies?

00:05:50: Ist es

00:05:50: dies?

00:05:51: Und das war auch bei mir mit vier der Start in den Job.

00:05:54: Ihr

00:05:54: wart die Schauma Familie?

00:05:55: Wir

00:05:55: waren die Schoma Familie.

00:05:56: Marianne und ich und noch ein älteres Mädchen Ja, das war mein Start mit vier.

00:06:01: Wie war es bei dir erzählt?

00:06:03: Ich war in den Alsterstudios.

00:06:05: Mein Vater ist der Tonmeister Richard Borowski, der arbeitet bis heute und meine Mutter ist Gabriele Borowski.

00:06:11: die war damals Sängerin und mein Vater war eigentlich twenty four seven im Studio.

00:06:17: das heißt wenn ich ihn gesehen habe dann meistens habe ich seinen Rücken von hinten gesehen weil ich saß dahinter und musste still sein.

00:06:23: ja und habe viele viele Stunden als Kind im studio verbracht und zugehört Unfreiwilligerweise, aber dadurch wird man natürlich relativ früh zum Experten was diesen Job betrifft.

00:06:36: Und wenn die Schauspieler kamen zur Sprachaufnahme da ging immer die Sonne auf und habe ich gedacht das ist ein gut Job!

00:06:44: Die waren immer gut drauf waren auch immer fröhlich.

00:06:48: Ich fand diese Arbeit so toll vor dem Mikro und ob das nur eine Sprachaufnahme war für Synchrone oder ob die Werbung war, ich fand es alles fantastisch.

00:06:56: Und das Tolle an diesem Studio war ist halt ein unfassbar großen Aufnahmeraum.

00:07:00: Das war nämlich ein richtiger Saal.

00:07:01: Da wurden Orchester aufgenommen, Rock-Bands.

00:07:04: Marius Müller-Westernhagen hat da aufgenommen über Lindenberg also hat er seine ersten Schlagzeugjobs gemacht und so.

00:07:11: Da waren unfassbare viele bekannte Leute und diese unterschiedlichen Künstlerischen Gewerke da alle zu sehen, also von einem Orchester.

00:07:20: Da wurden nun alles genau von Noten vom Blatt gespielt wird bis zur Rockband die improvisiert wo das Wild losgeht und die da Bier trinken.

00:07:27: Also ich dachte auch früher in meinem Studio die sind alle so gut drauf.

00:07:30: heute weiß ich die waren alle betrunken.

00:07:31: Ja ja wahrscheinlich

00:07:36: Das war toll.

00:07:37: Und da hat meine Mutter mir dann irgendwann meinen ersten Gesangtsjob verschafft und da hab ich dann eine Werbung gesungen.

00:07:43: Weißt

00:07:43: du noch, was das war?

00:07:44: Nein, das weiß ich nicht mehr.

00:07:46: Ich war auch nicht allein mit vier oder fünf anderen Kindern zusammen.

00:07:49: Gott sei Dank weil ich konnte noch nicht lesen und ich konnte mir den Text nicht merken.

00:07:52: Ja

00:07:53: krass!

00:07:53: Konnte schon ziemlich früh gut singen aber...und ich habe dann halt den anderen Kindern auf die Lippen geschaut und hing dann so ein halben Buchstaben hinterher.

00:08:00: Aber es hat funktioniert.

00:08:04: Das war dein Start?

00:08:05: Ja, das war mein Start.

00:08:06: Und dann haben wir gesungen für Rainbow Bride und für ... Es gab so ein Lolli, das war eine Pfeife.

00:08:15: Ich weiß nicht mehr wie du siehst, aber das war einer der ersten Spots.

00:08:19: Ersteren gibt's gar nicht das Wort, ne?

00:08:20: Nee, nee!

00:08:21: Also die Pfeipe war einer von den ersten

00:08:24: Spottes.

00:08:24: Ah ja, ja.

00:08:26: Hast du auch angefangen mit Synchron in dem Alter?

00:08:29: Nein, mit Synchron habe ich erst sehr spät angefangen.

00:08:32: Mit Ende zwanzig, würde ich sagen.

00:08:35: Was?!

00:08:35: Ja... Das

00:08:36: hat gedauert.

00:08:36: Ich habe alles andere gesprochen, bevor ich Synchronen gesprochen hab, weil es so schwer war da reinzukommen.

00:08:40: Ja

00:08:40: interessant!

00:08:41: Also wenn man nicht das Glück hat wie viele Kinder die wir hier auch kennen oder Kolleginnen aus unserer Generation, die hier aufgewachsen sind in den Synchronstudios... Da war ich nicht.

00:08:52: Ach interessant!

00:08:53: Ich habe auch so früh angefangen mit Synkronen.

00:08:56: Auch bei Alster war ich als Kind immer dabei.

00:08:58: Wir müssen uns eigentlich kennen aus unserer Kindheit

00:09:01: theoretisch.

00:09:02: Stimmt, haben wir schon eine Tantine gesehen oder?

00:09:04: Bestimmt!

00:09:06: Ja und ich habe dann mein erstes Synchro da weiß nicht noch, da konnte ich halt auch noch nicht lesen und musste auf ein kleines Podest weil ich zu klein war ans Mikro zu kommen und musste immer die Sätze auswendig lernen.

00:09:16: das ist so was ich weiß.

00:09:17: aber ich sechs wahrscheinlich kurz vor der Einschulung oder so.

00:09:20: ja und ich hab' dann schon gesprochen

00:09:22: als Kind

00:09:23: immer mit Fabian Haaloff und allen die es schon so als Kinder angefangen haben Und dein Vater war bei Alster als Tonmeister?

00:09:32: Genau, er war der Fest angestellt.

00:09:33: Ja ewig also Ende der Sechziger oder Mitte der Sechsigerte da angefangen und

00:09:39: bis

00:09:41: Mitte der Achtziger hat er sich dann selbstständig gemacht wie man später die Loftstudios mit gegründet in der Stresemannstraße und die ja auch bis vor wenigen Jahren noch mit sehr erfolgreich geführt.

00:09:51: Und er ist jetzt eigentlich rein theoretisch in Rente, arbeitet aber vom morgens bis abends weiter.

00:09:56: Natürlich!

00:09:57: Kinofilme und Fernsehfilme... Ist unterwegs und macht das nicht nur in Hamburg sondern es ist auch in Berlin oder München unterwegs dann.

00:10:04: Ach, wie toll!

00:10:04: Das sind Berufe wo man nicht aufhört?

00:10:06: Oder

00:10:07: stellst

00:10:07: du dir eine Rente vor selber?

00:10:09: Nee bloß

00:10:10: nicht.

00:10:10: Ich auch nicht.

00:10:10: Auf gar keinen Fall.

00:10:15: Ach, interessant.

00:10:17: Du hast mit Singen angefangen und hast du dann auch in deiner Jugend weitergesungen im Studio?

00:10:21: Ist das so weitergegangen oder...

00:10:23: Das habe ich!

00:10:24: Ich hab vorwiegend Werbung gesungen und hab für Milchschnitte den ersten deutschen Rap gesungen damals.

00:10:30: Das war für Holger Kopp.

00:10:32: Das ist der Kopf- und Sänger von Beagle Music.

00:10:34: Er hat Like Eyes on the Sunshine geschrieben.

00:10:37: Und von der Gage habe ich mir meine erste Stereoanlage gekauft.

00:10:42: Mit zwei Kassetten

00:10:45: Ja,

00:10:45: Dex da drin.

00:10:46: Wo man überspielen konnte?

00:10:49: Genau und konnte selber dann auch auf der einen aufnehmen oder auf der anderen was abspielen.

00:10:54: Das heißt ich konnte selber Hörspiele produzieren zu Hause und Geräusche dazu... Du

00:10:57: konntest Sound schon dazu abspilen!

00:10:59: Genau eine Stadtparkatmosphäre oder eine Autobahn oder Gluxen im Hafen oder Tuten im Hafem und dazu konnte ich dann Hörspiele aufnehmen.

00:11:09: Echt?!

00:11:10: Wie alt warst du da?

00:11:11: Weißt du das

00:11:11: noch?

00:11:12: Da war ich so Acht Jahre alt ungefähr.

00:11:15: Okay,

00:11:17: und hast du selber Geschichten dir ausgedacht oder hast du andere

00:11:19: nach?

00:11:20: Ich habe mir viel ausgedachte und ich habe auch viele Comics aufgenommen.

00:11:24: Ich hab gerade neulich wieder eine Kassette gefunden von Hürspiel drauf ist, von dem ich gar nicht mehr wusste dass sie es jemals aufgenommen haben.

00:11:30: Das waren Spiru und Fantasio und der Zauberer von Rummelstorf!

00:11:36: Und warst du der alleinige Sprecher?

00:11:37: Oder hattest du auch

00:11:38: Gasten

00:11:39: ein?

00:11:39: Ich hab später mit Schulfreunden einige Hörspiele zusammengemacht, aber die CS-Links-Werke habe ich alle alleine gesprochen.

00:11:45: Alle Rollen den Erzähler und auch die weiblichen Rollen alles durcheinander.

00:11:49: Interessant!

00:11:50: Mein Sohn hat sich neulich eins dieser Hörspiele länger angehört und war da ganz begeistert von.

00:11:56: Das Comic dann auch geholt und hat dazu geguckt ob das auch stimmt was ich da alles erzähle...

00:12:00: Ja.

00:12:00: ...und das hat er schon immer gemacht.

00:12:04: Der Ansatz, meine Grundstimmung dahinter ist bis heute die, die es damals auch war.

00:12:09: Siehst du?

00:12:10: Das hat sich eigentlich gar nichts geändert.

00:12:12: Wie toll!

00:12:13: Ich höre das oft von Menschen, dass wir in unserer Kindheit schon das machen was unsere Berufung ist oder was wir das so lieben.

00:12:23: Auch wenn ich im Studio aufnehme weil ich halt als Kind viel dabei war und mich da sowohl gefühlt habe, das ist für mich der sicherste Ort, wenn ich in einem Studio vor eine Mikrositze Oder?

00:12:35: Das fühle ich mich so wohl.

00:12:37: Es ist verrückt, egal ob es ein Kellerstudio ist und kein Tageslicht reinkommt!

00:12:41: Das finden immer andere Leute.

00:12:42: Mein Mann war mal mit und hat gesagt, aber du hast ja gar keinen Tageslicht hier.

00:12:45: Ist das nicht komisch

00:12:46: für

00:12:46: dich?!

00:12:46: Und ich sag gar nicht!

00:12:48: Das ist Gewohnheit!

00:12:49: Ich fühl mich sowohl...

00:12:51: Was nicht heißt dass ein Tageslichtstudio nicht auch schön

00:12:53: ist?

00:12:53: Nicht auch toll ist wie hier gerade, das ist

00:12:55: auch schön.

00:12:56: Aber es lenkt ab

00:12:57: und total.

00:13:00: Also ich, also diese Atmosphäre im Studio und was du vorhin beschrieben hast.

00:13:03: Diese Lockerheit die natürlich auch einfach Menschen aus unserer Branche haben müssen weil wir immer kreativ und frisch produzieren müssen.

00:13:11: Das ist wie am Set wenn man immer Witze macht zwischendurch um einfach in Frisch zu bleiben aber es ist eine angenehme Atmosfere.

00:13:17: Finde ich auch ganz

00:13:18: wichtig beim Aufnehmen dass das eine eine lockere Arbeitsatmosphere

00:13:22: ist

00:13:23: ohne dass es jemals Überschwenken wird.

00:13:25: Ja,

00:13:25: überalbern wird oder...

00:13:27: Sonst geht die Konzentration

00:13:29: nicht mehr und

00:13:30: gibt's natürlich ein gutes Maß das es einzuhalten gilt.

00:13:32: aber das geht meistens von allein.

00:13:35: Ja weil alle sind Profis und alle

00:13:37: wollen was tolles aufnehmen.

00:13:38: Alle

00:13:38: wollen tolles Produkt haben!

00:13:40: Und fröhlich nach Hause gehen und sagen heute habe ich einen guten Job gemacht.

00:13:43: Auf jeden

00:13:43: Fall.

00:13:43: Ich glaube es hat den Leuten da auch gefallen?

00:13:45: Auf jeden fall, auf jeden Fall und wir sind am besten wenn wir locker und frei sind.

00:13:49: deswegen ist Das Schöne, daran ist die Atmosphäre wird geschaffen.

00:13:54: Dass wir das so schön abliefern können auch.

00:13:56: Ja total und wie ging es weiter?

00:13:58: Also du hast viel aufgenommen.

00:14:01: selber was im Studio hast gesungen war für dich dass dann klar Du willst es beruflich machen oder ja

00:14:07: das war mir eigentlich immer klar.

00:14:09: also natürlich habe ich zwischendurch auch mal wieder andere Sachen gesehen nicht interessant aber ich wollte eigentlich immer ins studio.

00:14:14: das fand ich toll.

00:14:16: und Dann ist es aber so dass meine Eltern sich getrennt haben.

00:14:20: Früher, als ich noch klein war und was nicht so auffiel weil wir in derselben Stadt gewohnt haben auch relativ nah beieinander.

00:14:28: aber irgendwann sind wir dann nach Braunschweig gezogen mit ihrem neuen Mann.

00:14:32: die haben da Jobs gefunden in Braunschwijk als Ärzte und meine Mutter hatte mittlerweile Medizin studiert und war ganz raus aus der Musik Und da war ich nicht im Studio auf einmal mehr.

00:14:43: Stimmt!

00:14:43: Da gab es das nicht für mich und... Stimmt,

00:14:46: oh, das war hart für dich?

00:14:47: Ja,

00:14:47: ja, bestimmt.

00:14:48: Das war ... Na ja, der schockt.

00:14:50: Wenn man in eine neue Stadt kommt ist erst mal...

00:14:53: Sowieso aus dem Umfeld.

00:14:55: Aber wobei ich sagen muss das es im Braunschweig relativ schnell so war dass ich mich da wohlgefühlt habe.

00:15:00: also es hat ein paar Wochen gedauert.

00:15:01: dann kam ich da.

00:15:03: auch hatte ich Freunde und bin am Anfang sehr viel allein durch die Gegend gefahren hab mir die Museen angesehen und bei den Comic-Läden Und das aber eine sehr schöne Stadt und auch ne Stadt wo man überall mit dem Fahrrad gut hinkommt Und die Jugendjahre dazu verbringen war toll.

00:15:20: Das ist eine super Stadt.

00:15:22: Ich war dann an den Wochenenden in Hamburg, das war meistens so dass ich mit dem Zug nach Hamburg gefahren bin und bin abends im Hauptbahnhof angekommen um halb acht oder so, durfte dann mit dem Taxi ins Studio fahren wo mein Vater gearbeitet hat.

00:15:37: Und dann war er ja noch irgendwas aufgenommen.

00:15:39: ich fand das alles cool.

00:15:40: Ich konnte mit zuhören

00:15:42: oder auch nicht du

00:15:43: wirst dabei sein oder ich habe an der Bar gesessen und hab Cola getrunken oder da stand eine Kiste mit Comics die gerade vom Verlag geschenkt worden waren weil die Spots für diesen Verlag aufgenommen hatten.

00:15:55: Konnt ich Comics lesen oder Videos gucken?

00:15:57: Das war so cool.

00:15:59: Es war eine coole Zeit und eine cool Branche!

00:16:03: Absolut.

00:16:03: Es ist heute immer noch,

00:16:04: mir anders!

00:16:05: Das ist anders aber es ist immer noch cool.

00:16:09: und wie ist das denn gewesen in Braunschweig?

00:16:11: Hast du dann weiter deine Hörspiele aufgenommen?

00:16:13: Ja da habe ich für mich weiter Hörspiele aufgenommen und ja hat mir begeistert die Theateraufführung von der Theater-Agen der Spuren angesehen und das wollte auch mal machen und die

00:16:22: Theater

00:16:23: spielen und dabei sein

00:16:24: auf

00:16:24: der Bühne stehen Und singen und sprechen.

00:16:27: Aber dann ist es erst mal so gekommen, dass meine Mutter und ihr damaliger Mann als Ärzte als Entwicklungshelfer nach Afrika ausgewandert sind.

00:16:36: Da

00:16:36: bin

00:16:36: ich nach Simbapwe und da haben sie mich mitgenommen.

00:16:41: Dann war ich erstmal für fast zwei Jahre raus aus Braunschweig und habe in Simbappe gelebt.

00:16:48: Was muss

00:16:48: das?

00:16:48: Wusste ich nicht!

00:16:50: Ich

00:16:51: dachte immer, jeder weiß das.

00:16:52: Nein!

00:16:53: Das ist was ich am Anfang sagte.

00:16:54: Ich kenne dich zu wenig...

00:16:57: Und da war ich zuerst auf einem Englischsprachigen Internat im Bula Vaio.

00:17:04: Das war ein ganz schöner Kulturschock, reines Jungs-Internat und alle tragen Schululiformen und Schlips und Anzüge bei ... Bei ... Ja.

00:17:13: ... bei sieben und dreißig Grad draußen, das war also ein bisschen verrückt.

00:17:17: Okay!

00:17:18: Und es war so auch wie eine Zeitreise.

00:17:20: Also wenn so Marty McFly in die fünftiger zurückfliegt, dass ist das Gefühl was ich im Bola Vaio hatte weil... dass so wie in den Fünfzigern war, also diese Stadt.

00:17:29: Und ich hab aber da auf diesem Internat natürlich auch viele Freunde gefunden und nach drei Monaten sind meine Eltern in die Stadt versetzt worden wo das Internat war und dann durfte ich zu Hause wohnen und das war für mich eine Erleichterung unter Erlösungen.

00:17:45: und ich habe viel Sport gemacht an der Schule, hab geschwommen bis heute sehr liebe ich schwimmen liebe ich heiß und innig.

00:17:55: Ich habe zum ersten Mal auf dieser Schule Theater gespielt.

00:17:58: Ach,

00:17:59: auf Englisch wahrscheinlich?

00:18:00: Auf Englische!

00:18:01: Genau und Happy Days von Mr.

00:18:06: Harrison hieß das Stimme und ja so eine Eheverwechslungskommödie usw.

00:18:14: Das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht.

00:18:16: Es war unfassbar toll.

00:18:17: Toll?

00:18:18: Ja.

00:18:19: Ja und dann kam ich nach zwei Jahren zurück, nach Braunschweig.

00:18:23: Ich durfte auch um meine Eltern zurück weil festgestellt wurde dass meine Leistung in der Schule in Afrika doch

00:18:28: deutlich

00:18:28: unter denen lagen wie sie sie von mir in Deutschland gewohnt waren.

00:18:33: Und da konnte ich zurück.

00:18:34: in meiner alte Klasse beziehungsweise Oberstufe war das ja das löste

00:18:37: sich

00:18:38: sowieso alles auf euch.

00:18:39: Ich war zurück auf meine alten schule und hatte meine alten Freunde wieder um mich und es war so als wäre ich nie weg gewesen.

00:18:46: ganz irre.

00:18:49: weiter Theater gespielt an der Schule.

00:18:51: Da gab es einen Theaterregisseur, den Ali Schulze und er hatte auch ein eigenes Theater zu Hause das Theater Drach in Meerdorf.

00:19:00: Und da haben wir nach der Schule dann auch weitergespielt.

00:19:03: Das war ein sehr guter Regisseur und er war sehr erfolgreich mit seiner Inszenierung.

00:19:07: Es war immer ausverkauft.

00:19:08: Toll.

00:19:12: Dann habe ich parallel angefangen Musik zu machen.

00:19:15: Es gab einen Gitaristen an dieser Schule, mit dem habe ich die Band Seven Eleven gegründet und an den Wochenenden sind wir dann manchmal – wenn es ganz toll lief – mein Vater Zeit hatte nach Hamburg gekommen und haben in diesem Weltstudio das mein Vater da hatte, indem er auch schon Stevie Wonder aufgenommen hat und Milwa oder James Last und solche Leute.

00:19:36: Und da durften wir unsere Demos!

00:19:39: Wahnsinn!

00:19:40: Wahnsinn.

00:19:40: Das waren

00:19:41: ziemlich irre, da haben wir siebzehn.

00:19:43: Ja cool.

00:19:43: Es war unfassbar cool.

00:19:45: Unfassbar.

00:19:45: Ja richtig cool

00:19:47: Und zwar noch richtig zusammen mit der Band im Studio.

00:19:49: Ja, alle zusammen und dann hast du Abi gemacht?

00:19:52: Dann habe

00:19:52: ich Abi gemacht...

00:19:53: Dich bei Schauspielschulen bevormen oder was war dein Plan?

00:19:56: Ich hatte erst mal keinen Plan.

00:19:58: Ich hab eine unfassbare Prüfungsangst.

00:20:00: Ich glaube das ist eigentlich diese große Prüfungsangste.

00:20:04: Der Grund war warum ich das nie gemacht habe an einer Schauspielschutzbewerbung.

00:20:07: Ich kannte ja die Filme wie kleine Heier und so weiter und ich sah mich nicht in dieser Situation.

00:20:12: Ich habe überhaupt kein Problem auf eine Bühne zu gehen vor dreitausend Leuten und dir ein Stück vorzuspielen.

00:20:18: Aber wenn ich weiß, da sitzen drei Leute die ich jetzt beurteilen sollen, das ja schon ganz furchtbar ist... Ja

00:20:23: auf jeden Fall!

00:20:24: Das ist fürchterlich!

00:20:27: Und dann auch den Erwartungen gerecht zu werden, die ich gar nicht kennen kann von diesen Leuten und der Willkür ausgeliefert zu sein dass sie sagen wie weit zurück in die Zukunft rausgeht?

00:20:37: Du hast keine Zukunft kleiner.

00:20:38: Ich weiß nicht ob ich so eine Ablehnung wegstecke.

00:20:42: Also das hat mich erstens gehindert und zweitens wollte ich ja auch immer in die Musik.

00:20:47: Und wollte eigentlich an einer Band singen.

00:20:49: Ich dachte, ich mache das so!

00:20:51: Ich werde erstmal als Musiker berühmt und dann werde ich automatisch Schauspieler.

00:20:57: Das ist ein Abwasch,

00:20:58: ein Aufwäsch, die sagt

00:20:59: man.

00:21:00: Dann habe ich parallel zur Schule und zum Zivildienst in einer Band gespielt, die auf Hochzeiten gespielt hat mein erstes Geld verdient.

00:21:10: Das war unfassbar gut bezahlt damals.

00:21:12: Ich habe unglaublich viel Erfahrung gesammelt, unfassbare viele verschiedene Songs gesungen von verschiedenen Künstlern.

00:21:18: Damals war es so das Covern als.

00:21:20: da wurde darauf herabgeschaut dass gar nicht als als vollwertiges Musik machen ist aber total wichtig.

00:21:26: natürlich lernt wie funktionieren Songs und wie reagiert das Publikum darauf?

00:21:33: Und ich hatte zum achtzehnten Geburtstag, habe ich einen Sendemikrofon geschenkt bekommen für ein Schuh.

00:21:38: Es ist im Achtundfünfzig und dann konnte ich in diesen ganzen Bierzelten und Sälen durch das Publikum laufen und musste nur aufpassen dass sich auf meinen Kauberstiefeln nicht da glitscher und gleite was das eine oder andere mal passiert ist.

00:21:52: Ich hab es immer wieder heil auf die Bühne zurück geschafft.

00:21:55: Okay

00:21:55: okay krass!

00:21:57: Das hast du gemacht aber du hast auch irgendwas studiert?

00:22:01: Das kam später.

00:22:02: Ich bin dann nach Hamburg gegangen, habe zuerst bei meinem Vater gewohnt und dann in einer kleinen Wohnung im Winterhude in der Werbung an Film-Sets gearbeitet, als Runner.

00:22:16: Also man macht alles an diesem Set und erster was ich feststellte das die beleucht da mit einem Stativ ein Loch in einen Türrahmen hauen und dann sagt Rasmus geh mal zum Lappenwagen!

00:22:25: Da hinten ist Tippaxe, das holst du mal?

00:22:27: Okay.

00:22:27: In so einer Altbau Willer dann mal eben so schnell so'n Lackschaden mit so Tippaxes ausgewählchen.

00:22:32: Da hab ich mir gedacht Ich werde niemals in meinem Leben Ein Film Team in meine Wohnung lassen.

00:22:36: Ja

00:22:37: weil Du weißt was passiert.

00:22:37: Das würde ich heute nicht tun.

00:22:41: gearbeitet und das hat mich aber ziemlich ausgelaut auf die Dauer.

00:22:45: Also, äh ... Das ist ja auch natürlich wenn man grad so ein Job macht wo man als Erste am Filmset morgens ist um fünf Uhr Und als Letzter um zwölf Uhr dann geht oder solche Werbedreht waren lang zu der Zeit.

00:22:57: Ja,

00:22:58: glaub ich Du hast dann studiert?

00:23:01: Dann hab' ich angefangen

00:23:02: zu studieren.

00:23:02: Ich habe mich eingeschrieben für Lehramt

00:23:05: Ach okay

00:23:07: für die Fächer Englisch und Geschichte, weil das kannte ich.

00:23:09: Das waren meine Lieblingsfächer in der Schule und habe auch für Pädagogik alle Scheine des Grundstudiums zusammen.

00:23:17: Kann ich hier noch mal kurz sagen?

00:23:20: Okay!

00:23:21: Ich hab aber weiterhin nebenbei Musik gemacht und habe in einer Rockband gespielt und habe dann auf einer Hochzeit einen Keyboarder getroffen.

00:23:31: Und er hat mir gesagt, also wenn du mit Musik Erfolg haben willst, dann musst du in Hamburg zum Pop-Kurs gehen.

00:23:36: Aha!

00:23:37: Der berühmte Pop-Course?

00:23:38: Ja genau der Kontaktstudiengang Popularmusik wie er damals hieß.

00:23:44: Gibt es den noch?

00:23:45: Den

00:23:45: gibt das noch.

00:23:46: Das ist auch nach wie vor empfehlenswert für alle die sich kreativ musikalisch ausdrücken möchten

00:23:51: und

00:23:52: gleichgesinnte suchen.

00:23:53: da findet ihr sie.

00:23:54: Toll.

00:23:54: Unfassbarer kreativer Pool.

00:23:56: Ich wollte damals gar nicht mehr singen, ich wollte Gitarre spielen.

00:23:58: Ich wollte E-Gitarist werden.

00:24:00: Ich habe Unterricht genommen bei Andreas Becker in Hildesheim.

00:24:03: Das war mein großes Vorbild und bin dann immer mit dem Zug hingefahren was unfassbar aufwendig war.

00:24:11: aber ich wollte bei ihm Unterricht haben.

00:24:13: Er ist leider mittlerweile vor ein paar Jahren gestorben Aber was er mir musikalisch und gitaristisch mitgegeben hat auf dem Weg ist, durch kein Geld der Welt aufzuwiegen.

00:24:22: Das war wirklich unfassbar toll!

00:24:24: Und dafür bin ich ihm unfassber dankbar.

00:24:27: Dann habe ich mich bei den Pop-Kurs beworben als Gitarist... ...und habe eine Freundin von mir gebeten nochmal am Ende bei einem Stück Cello für mich mitzuspielen.

00:24:37: Also

00:24:38: ich spiele ja keinen Cello aber sie spielte das und das ist Sonja Glass die später weltberühmt wurde mit Boy.

00:24:45: Wir haben dann das letzte Stück gemeinsam performt und ich habe das gesungen, das Stück.

00:24:49: Und ... Ich hab den Anruf bekommen vom Popkurs.

00:24:52: Katja Boddenberg hat mich angerufen gesagt, du bist aufgenommen aber nicht als Gitarist sondern als Sänger.

00:24:57: Oh!

00:24:58: Wow!

00:25:00: Okay?

00:25:01: Ja gut... Ich hab doch so viel geübt und trainiert und gemacht

00:25:05: damit ich

00:25:05: ein toller Gitarst werde und das singen was ich eigentlich, wo ich nie viel Zeit investiere, was ich immer so aus dem Laden herausgemacht hab hat mir dann da die Tür aufgemacht, dass ich an diesem wahnsinnig tollen Popkost-Teil nimmt durfte bei Jane Comerford, bei Peter Weyer und Anselm Kluge.

00:25:21: Und Uro Dahmen und Karin Plugg.

00:25:23: Und Edith Jeske hat mich wahnsinnigt gecoached im Texten, hat dafür gesorgt, das aus mir ein richtiger Texter geworden ist.

00:25:33: Da habe ich dann Mathias Straß kennengelernt mit dem ich Vier Jahre lang die Band Lust zusammengemacht habe, eine Deutsch-Rockband in Bremerhaven.

00:25:42: Ach cool!

00:25:43: Cool.

00:25:43: und warst du ein bisschen frustriert, dass Du fürs Singen genommen wurdest und nicht für das Gitarre spielen?

00:25:48: Nein gar nicht, was?

00:25:49: da hab ich sofort umgeschaltet und war dankbar und hat mich gefreut weil beim Singen habe ich diese Nervosität nicht, die ich bei Gitarres spielen habe.

00:25:58: Kannst Du Dir das erklären?

00:25:58: warum?

00:26:00: Ich glaube weil ich es von Anfang an gemacht habe Weil meine Mutter und meine Tante immer mit mir gesungen haben Meine liebe Tante Carti.

00:26:08: Gesungen wurde immer zu Harassana und die Verbindung bei dem Singen ist ja auch viel direkter als wenn du ein Instrument in der Hand hast, wo du auch noch einen Plastikteil in der hand hast.

00:26:19: Stimmt.

00:26:19: Jedenfalls...

00:26:21: Hast du diesen Studiengang gemacht?

00:26:22: War das ein Vollzeitstudium?

00:26:24: Nein, nein.

00:26:24: Das sind zwei intensiv Monate oder fast Monate einmal im Frühjahr des Jahres und einmal im Spätsommer glaube ich.

00:26:33: Und also im Frühjar finden sich dann verschiedene Bands zusammen und präsentieren bei einem internen Abschlusskonzert ihre Arbeiten bis heute so.

00:26:40: Und dann am Ende des zweiten Studien-Durchgangs wird das denn live präsensiert.

00:26:45: Wir waren damals in der Fabrik und nach dem Konzert kam Peter Weihe zu mir einer unserer Dozenten und hat gesagt Was ihr da zusammen macht, das ist was Besonderes und das solltest du weitermachen.

00:26:57: Du und der Stürzelste, mit dem Namen von Matthias in den Gitaristen gewesen.

00:27:01: Und er hat gesagt aber mach es jetzt gleich und macht es sofort!

00:27:04: Es kann sein dass ein paar Läufe braucht bis es klappt und du darfst jetzt nicht denken... Du hast ewig Zeit und kannst dir ewig rumprobieren.

00:27:11: Du musst das in den nächsten Jahren

00:27:12: schaffen.".

00:27:12: Ja, ja.

00:27:14: Witzigerweise hatte ich genau diesen Satz gerade gedacht... naja!

00:27:16: Ich habe noch ein paar Jahre Zeit und er hat da in meine Gedanken reingeguckt und hat diesen Satze gesagt.

00:27:22: Und ich wusste, ich muss das jetzt machen.

00:27:23: Jetzt machen?

00:27:24: Dann habe ich mein Studium gekanzelt.

00:27:27: Okay.

00:27:28: Habt ihr es meiner Mutter erzählt?

00:27:29: Ich habe parallel angefangen zu sprechen und habe die ersten Sprecherjobs gemacht, was ganz gut lief.

00:27:34: Glücklicherweise hat das gut funktioniert.

00:27:37: Das hat auch gedauert nicht... ich musste davon vorn anfangen aber es hat funktioniert.

00:27:43: Und ich hab zu meinem Vater erzählt und er sagte, oh Gott sei Dank!

00:27:47: Ich dachte schon du wirst Lehre.

00:27:48: Oh, das ist schön.

00:27:51: Das ist schön!

00:27:52: Das ist immer dein Künstler als Papier.

00:27:54: Ja

00:27:54: und dann ging das los.

00:27:57: Dann habe ich mit der Band in Bremerhaven, hatten die ein tolles Studio sich zusammen gebaut und mit dem alten Analogen Mischpult und einer Bandmaschine und dann haben wir da aufgenommen.

00:28:08: Ich war an den Wochenenden in Bremenhaven von Donnerstags bis Montag früh bin immer mit der Brummelbahn dahin gefahren hab im Zug Texte geschrieben und wir haben aufgenommen und aufgenommen.

00:28:17: uns sind aufgetreten und aufgetretet und haben gespielt und gespielt.

00:28:21: Und es war super!

00:28:22: Das ist toll.

00:28:24: Ich habe auf deiner Homepage mir ein paar Songs angehört von dir und da ist immer Regen dabei, von welcher Band ist das?

00:28:30: Das ist von dem Projekt Borowsky & Roselle, das hab ich nach Lust

00:28:33: gemacht.

00:28:34: Jetzt kommt die weniger erfreuliche Seite der Geschichte.

00:28:37: wir haben mit Lust in dieser Zeit auch wahnsinnig viele Showcases für Plattenfirmen gespielt.

00:28:44: Das muss

00:28:44: man sich so vorstellen, man hat einen Gig, einen Auftritt Und möglichst da, wo die Leute einen kennen und feiern.

00:28:50: Das heißt wir wanderten prima Hafen im, sag mal Krokodil oder so... ...und der Laden war grappelt voll!

00:28:56: Ja.

00:28:57: Und dann kam aus Hamburg von Sony oder von Edel A&As von der Plattenfirma und haben sich das angehört.

00:29:04: Oh wow!

00:29:04: Es war tough weil zuerst wir nicht genommen worden sind.

00:29:09: Dann hatten wir innerhalb von Ich glaub, zwei Monaten drei Zusagen von drei verschiedenen Plattenfirmen.

00:29:16: Die alle zurückgezogen wurden weil diese Platten Firmen Einsparungen machen mussten oder Pleite gemacht haben.

00:29:22: Das war das große Plattenfirmsterben in der Zeit.

00:29:25: die sind nach Berlin gegangen also unfassbar nach dem Gehk die Zusage für einen Plattenvertrag zu bekommen um dann eine Woche später zu sagen wir hatten jetzt internes Meet and Do und wir können das nicht machen mit euch und es geht auf mich und weil wir müssen jetzt hier bis nach Berlin und so.

00:29:41: Und das war tough, echt

00:29:43: tough.

00:29:44: Habt ihr denn jemals eine Platte rausgebracht?

00:29:46: Wir haben zwei rausgebracht selbst produziert und was auch gut ist eigentlich Rückblicken betrachte weil so ist die Musik so gewesen wie wir sie machen wollten.

00:29:56: und natürlich ist es toll wenn man einen weltberühmten Produzenten hat der viele tolle Produzent mit denen ich gerne etwas aufgenommen hätte.

00:30:04: Das war frustrierend und das hat der Band auch nicht gut getan, weil wir dann irgendwann versucht haben diesen Plattenfirmen zu gefallen.

00:30:10: Und wir haben unsere Musik geändert und haben frechere Texte geschrieben die dann patzig wurden oder sowas.

00:30:17: Oder die Musik wurde härter, das wollte ich eigentlich gar nicht.

00:30:19: Und dann hat sich die Band aufgelöst einfach weil die Leute auch wieder Geld verdienen mussten als der Matthias Straß und der Matthäus Peterreit.

00:30:26: Zwei meiner engsten Freunde und der Mathias Peterreitz ist vor ein paar Jahren leider gestorben.

00:30:31: Die mussten weiter arbeiten und haben bis Musicals gespielt im Primer Hafen.

00:30:36: Matthias spielt bis heute hier beim König der Löwen, zurück in die Zukunft.

00:30:40: Und er ist ein ganz toller Gitarist.

00:30:45: Dadurch hat sich die Band dann aufgelöst nach Berlin gefahren, hab da in den Synchro-Studios gesprochen.

00:30:52: Das war denn in zwei Tausendzwei und habe weinend im Auto die letzten Demos von Lust gehört.

00:30:56: Ich wusste, das steckt noch potenziell.

00:30:58: Wir können dann auch was machen!

00:30:59: Und die Band ist nicht da wo sie sein kann.

00:31:01: musikalisch weiß ich wir können doch mehr und wir haben damals aufgehört.

00:31:07: Dann habe ich mich wieder beim Popkurs beworben.

00:31:10: Aha!

00:31:12: Ah, ich habe es in der Vita gesehen.

00:31:14: Ich

00:31:14: habe wieder diesen Popkurs machen dürfen weil ich gesagt habe ich muss wieder eine neue Band finden Und habe dann auch tolle Leute gefunden, mit denen ich zusammengearbeitet habe.

00:31:24: Ich hab Juliet Jacobsen dort kennengelernt, mit der ich viele Sachen später aufgenommen habe.

00:31:30: Sie hat viel in meiner Songs gesungen.

00:31:32: Alex Pengler eine fantastische Sängerin, die auch als Wohle kurscht

00:31:36: unterliegt.

00:31:37: Ja ja genau!

00:31:39: Toller Mensch und mit der habe ich auch wahnsinnig viel denn zusammen produziert und aufgenommen.

00:31:45: Über Sonja Glass hab ich glaub' ich Alexander kennengelernt.

00:31:48: Der Literist von Udo Lindenberg und auch später von Jan Delay, und der hat mich dann Matthias Drussell vorgestellt mit dem ich dann dieses Popprojekt gemacht habe

00:31:57: wo ... Ja, immer

00:31:58: immer wenn Regen fällt... Das

00:32:00: ist so schön!

00:32:00: So

00:32:00: ein schönes Lied!

00:32:03: Und auch da ist der Weg wieder ähnlich gewesen.

00:32:05: Wir haben diese Songs produziert und wir haben sie den Plattenfirmen geschickt und also mehr Desinteresse kann man sich gar nicht vorstellen.

00:32:12: Ich hör die Songs bis heute und denke Verrückt.

00:32:14: Eigentlich verrückt, dass es uns nicht gelungen ist die Person zu finden, die daran glaubt und sagt ich mach das mit euch

00:32:21: und

00:32:22: wir machen eine tolle Platte zusammen.

00:32:24: Ja!

00:32:24: Ich finde das toll, dass du das erzählst Rasmus weil Erfolge oft diese Momente sind wo jemand einfach dieses Glück hatte und man kriegt nicht mit den vielen vielen die dieses Glück dann nicht hatten Und genau so gut sind eigentlich.

00:32:37: Du könntest Tokyo Hotel heute sein.

00:32:39: Ich hab's

00:32:39: gedacht, weil

00:32:40: ich den Song gehört habe!

00:32:41: Wo

00:32:41: ist der Unterschied?

00:32:42: Über Tokyo Hotel muss ich eine Sache sagen... Das war nämlich zu der Zeit als Lust gerade, dass sich die Band aufliste und das Video, ich habe durch den Monsun-Punkt von Tokyo Hotel im Fernsehen gesehen, habe sofort gewusst, da hätten wir hinkommen können.

00:33:00: Rückblickend lässt es sich nie sagen, warum es bei dem einen funktioniert und beim anderen nicht.

00:33:05: Ohne dass ich mich jetzt mit den Jungs von Tokyo Tests auf eine Stufe stellen möchte.

00:33:10: natürlich das sind unfassbare Künstler und auch herzwei unfassbar irre Typen

00:33:16: als Menschen.

00:33:18: Ja, dass es bei den einen klappt und bei den anderen trotz gleicher Intelligenz, gleicher Kreativität

00:33:26: Songs die gut sind.

00:33:27: Also gute Songs zu schreiben ist ja ein Handwerk und diesen einen Song denn zu haben der die Leute überzeugt, der auf einmal hochblicken lässt.

00:33:38: Also wir waren zum Beispiel in Hamburg bei einer Plattenfirma und haben die ersten Demos mit Lust vorgestellt.

00:33:43: Und da sagte der A&A zu uns, also wenn ich den Song jetzt hier höre dann denke ich grad dran dass ich meine Fahrradkette noch putzen muss.

00:33:51: Das kann's

00:33:51: ja irgendwie nicht sein!

00:33:54: Unfassbar die Leute!

00:33:55: Aber der gleiche A&R war ein Jahr später auf dem Gag und wollte uns dann haben.

00:34:00: Und das hat aus anderen Gründen nicht geklappt aber den konnten wir tatsächlich überzeugen.

00:34:07: Was für ein Business?

00:34:09: Ich

00:34:09: muss mal jetzt einen Thema aufmachen, weil das so gut passt.

00:34:13: Wir beide Rasmus sind große Falco-Fans!

00:34:16: Ja

00:34:16: und du hast mir mal die Biografie, also dein Manager geschrieben hat über die Arbeit mit Falco geschenkt... Wie

00:34:22: es wirklich war von Hausfrock.

00:34:24: ...die Wahrheit über Falco und ich lese das gerade.

00:34:26: Ich habe das im Urlaub angefangen zu lesen.

00:34:29: Und ich bin total erschüttert, weil ich Fan war als ich Kind war.

00:34:33: Ich war mit zwölf beim Falco Konzerts, mein erstes Popkonzert bei dem ich war und ich war riesiger Falco-Fan.

00:34:39: Und jetzt lese ich in dem Buch die Hintergründe, wie Falco halt ... gestruggelt hat mit sich und dem Leben.

00:34:45: Und auch den Erfolg nicht so wollte, wie er dann war.

00:34:48: Ja ja ja.

00:34:49: So unverlünftig damit umgegangen ist oder auch

00:34:51: mit den Leuten,

00:34:52: die ihn getragen haben.

00:34:53: Total!

00:34:54: Wie er die behandelt hat.

00:34:56: Ich muss denken an die Geschichte... ich war fassungslos als ich das gelesen habe von Rockmeer Amadeus.

00:35:01: Sein größter Hit, sein größter hit.

00:35:03: Ich hab ihn auf dem Weg eben im Auto gehört.

00:35:05: Ich kann alles mitsingen noch von damals Und dass er im Studio stand und dieses Lied nicht singen wollte.

00:35:11: Weil er gesagt hat, ich als Wiener kann nicht über Mozart aus Salzburg singen!

00:35:15: Die Leute werden sich über mich lustig machen, werden mich auslachen... ...und dann hat er glaube ich das Lied eingesungen und vor der Aufnahme gesagt.. ..und das mache jetzt nur weil mein Manager das will.

00:35:23: irgendwie

00:35:24: so!

00:35:25: Das ist unglaublich!

00:35:26: Ich konnte das gar nicht fassen, als ich das gelesen habe.

00:35:30: Und da hab' ich gedacht, so ist diese Musik.

00:35:32: Welt ist unglaublich und wie man verloren ist als so sensibler Mensch vielleicht, wie Falco.

00:35:38: Wie das...

00:35:40: Ja doch oft egal wie gut man ist, den eigenen Erfolg nicht verstehen kann oder nicht verstehen können was Erfolg hat und was nicht.

00:35:47: Man bekommt auf einmal Applaus für Dinge die man mühelos aus dem Arme

00:35:50: geschippelt hat.

00:35:51: Die man mühelos gemacht

00:35:52: hat!

00:35:52: Und andere Dinge wo man Jahre für ihre Arbeit genau Herzblut

00:35:55: und wie

00:35:56: lange das gedauert hat bis der Song.

00:35:58: Es wird überhaupt nicht wahrgenommen, dass es so ein Song überhaupt gibt.

00:36:02: Wie schafft man das da mental gesund durchzugehen?

00:36:06: Tja gute Frage, wie man immer wieder Menschen hat um einen rum die einen Erden die einen auffangen wenn's bei mich gut geht und eigene Techniken wie Sport und Tagebuch schreiben.

00:36:21: Irgendwie zurück in eine Normalität kommen, ein Hund ist gut.

00:36:25: Habt ihr einen Hund?

00:36:26: Wir haben einen Hund.

00:36:27: Ein Englisch-Pointer von Sizilien.

00:36:31: Die dafür sorgt dass ich im Winter um sechs Uhr raus muss morgens.

00:36:34: Ja

00:36:35: das hält einen aber gesund.

00:36:39: Das ist spannend wenn du das so erzählst.

00:36:41: Ich finde es sehr interessant.

00:36:42: jetzt muss ich noch was erzählen Rasmus Denn im Jahr es war das Jahr, in dem wir beide.

00:36:49: den Strasbergkurs gemacht haben.

00:36:51: Weißt du das?

00:36:51: Ja,

00:36:52: natürlich weiß ich das.

00:36:53: Darf ich das erzählen?

00:36:54: Das

00:36:54: darfst du erzählen!

00:36:55: In meiner Phase als junge Schauspielerin hatte ich plötzlich das Gefühl... Ich möchte Strassbergtraining machen.

00:37:01: Ich möchte dieses Basic-Schauspieltraining aus New York machen was Marlon Brando gemacht hat und all meine Vorbilder.

00:37:09: Und dann habe ich gesucht nach einem Lehrer einer Lehrerin in Hamburg weil ich nicht nach New York konnte wollte.

00:37:18: Ich weiß überhaupt nicht mehr, wie.

00:37:19: Aber ich hab ihn gefunden und er hat Straßberg-Training angeboten!

00:37:23: Und dann habe ich eine kleine Gruppe zusammengestellt – in dieser Gruppe warst auch du!

00:37:28: Wir sind in einem Auto, ich glaube gemeinsam dahin gefahren nach Haseldorf aus dem Land.

00:37:32: Ja richtig!

00:37:33: Da war noch Alfonso Loser dabei und meine Freundin Insa, meine Freundinnen Annabelle, das weiss ich noch….

00:37:38: und sind wir hingefahren und haben Stuhlentspannung gemacht So eine Basic-Übung.

00:37:43: Viel gestönt,

00:37:44: viel

00:37:44: immer gesäuft auf einem Stuhl geguckt wo man verspannt ist und in den Schmerz rein den Körper bewegt und gelockert und gelöst.

00:37:52: wir haben Sense-Memory Übungen gemacht.

00:37:54: Wir haben richtig tolle Schauspielübung gemacht.

00:37:56: Ja

00:37:56: das stimmt

00:37:57: So eine tolle Zeit.

00:37:59: Ja, wir haben aber noch eine andere Verbindung.

00:38:02: Ich kannte nämlich jemanden aus deiner Familie bevor wir uns kannten und zwar war das deine Mama.

00:38:08: Marianne Bernhardt, die eine Schauspielerin wurde.

00:38:11: Oh,

00:38:12: Rasmus ja!

00:38:13: Und die mir alles beigebracht hat... Wirklich?

00:38:15: Habt ihr viel gearbeitet?

00:38:16: Das weiß ich gar

00:38:17: nicht so genau.

00:38:17: Wir haben viel zusammengearbeitet also alle zehn Tage würde ich sagen bei ihr.

00:38:21: Wirklich?!

00:38:22: Und zuerst haben wir nur Sprecherziehungen gemacht und später sind wir in Gdichte eingestiegen und wollen Und sie hat meinen Gehen überprüft.

00:38:31: Ich musste in verschiedenen Rollen gehen, weil ich sagte es ist immer richtig wie man geht.

00:38:35: Das ist

00:38:35: der

00:38:36: Beginn einer Rolle, das habe ich auch sofort verstanden und glücklicherweise fand Sie dass ich relativ gut gehe.

00:38:41: Okay okay!

00:38:43: Trotz meiner Kauberstiefel.

00:38:44: Ja.

00:38:45: Und sie hatte mir alles beigebracht was ich in diesem Beruf noch brauchte und nicht konnte und ich wusste Bis heute trage ich sie in meinem Herzen bei mir.

00:38:57: und schön ist, dass auch mein Sohn jetzt ihre Sprache übernimmt durch mich.

00:39:02: Und automatisch eigentlich ziemlich sauber und gut sprechen kann ohne das er jemals Unterricht hatte.

00:39:07: Das ist

00:39:08: Marianne zu verteilen!

00:39:09: Ach, die würde sich so sehr freuen wenn Sie uns hier sehen würden, dass wir miteinander sprechen.

00:39:16: Ich habe auch von ihr meine gute Sprache bekommen und gelernt.

00:39:21: Auch wenn ich jetzt unterrichte, mache ich viel von ihr und meine Kinder sprechen auch sehr gut!

00:39:28: Und manchmal korrigier' ich ein bisschen... Wenn irgendjemand sagt hörst du das?

00:39:32: Dann sage ich höherst du das mit dein schönes Öl.

00:39:34: Das hab ich natürlich von Marianne.

00:39:36: Klar weil sie es auch auf eine so gute Art einem beigebracht hat.

00:39:40: Du klingst ja auch wie Marianne?

00:39:41: Ja, ich klingle ein bisschen wie Marianna.

00:39:44: Weiß

00:39:45: ich nicht.

00:39:45: Hat sie das gesagt?

00:39:47: Wind, wind!

00:39:48: Wirklich probier's.

00:39:50: Wind, Wind!

00:39:52: Ja...

00:39:52: Manchmal, ich spreche viel Voice over eine Rolle die Sie vorher gesprochen hat und manchmal klinge ich eins zu eins wie Sie und dann unterbreche ich immer und sage guck mal, das war jetzt Marianne.

00:40:02: Das kommt dann aus mir raus.

00:40:04: Es ist ganz schön.

00:40:05: Ja,

00:40:05: wie schön.

00:40:06: Das ist eine Verbindung, die bleibt und es ist schön dass sogar dein Sohn profitiert.

00:40:09: Deine Mama Das ist ein Schlüsselmensch in meinem Leben.

00:40:13: Ist sie bis heute?

00:40:15: So, wo sind wir?

00:40:17: Wo

00:40:17: sind

00:40:17: wir eigentlich?

00:40:19: Wir waren beim zweiten Popkurs oder bei der Band.

00:40:22: Jetzt musst doch irgendwann kommen auch dein Kurzfilm

00:40:26: Mein Kurzfilm.

00:40:27: Ich habe auf meinen Synchronausflügen in

00:40:31: Berlin,

00:40:33: durch eine Freundin ich aus Afrika kannte einen Mann kennengelernt.

00:40:36: Der heißt Arne Yish und Arne war ein Filmfan.

00:40:40: Und wir beide Filmfans trafen nun aufeinander der Arne und ich und wir haben uns den ganzen Abend unterhalten über Interna Jones, über Star Wars zurück in die Zukunft, Titanic und damals war es noch so dass das in Deutschland alles nicht anerkannte Filme waren.

00:40:54: Ja

00:40:54: stimmt!

00:40:55: Das war

00:40:57: Mainstream und deutsche Filme sind anders.

00:40:59: Das fing so ... Kleiner, ich wurde schon erwähnt.

00:41:02: Es waren die ersten Filme allein und der Frauen ... Das waren ja die Ersten, die ein bisschen witziger waren?

00:41:07: Das gab die Danny Levy-Filme dann.

00:41:08: Die waren toll!

00:41:10: Abgeschminkt von Katja von Gagnet.

00:41:12: Bandits

00:41:13: natürlich, super!

00:41:16: Also langsam fing das an, dass auch in Deutschland eine Art Genre stattfand.

00:41:21: Ich lernte also Arne kennen und relativ schnell haben wir uns angefreundet und haben einen Drehbuch zusammengeschrieben Das heißt Baddie Powers über eine Comicfigur, die verboten werden soll und die dann auf einmal in der Realität auftaucht.

00:41:35: Also als Animationsfigur.

00:41:37: Und dann gegen ihre eigene... dafür ihr weiteres Dasein kämpft damit sie als Comic weiter existieren kann.

00:41:44: Das ist ein bisschen wie falsche Spiel mit Roger Rabbit oder wie

00:41:46: es klingt?

00:41:47: Genau, hochfreie Roger Rabbit von Robert Zemeckis.

00:41:50: Das sollte so als Realfilm gedreht werden und diese Figur sollte halt gezeichnet werden.

00:41:54: Arne hatte Animationsfilm studiert an der Conrad Wolff, also bis heute ein exzellenter Zeichner und Disney-Stil.

00:42:02: So was hat er alles schüttelt aus dem Ärmel.

00:42:04: Toll!

00:42:04: Unfassbar gut.

00:42:06: Und mit dem Drehbuch war es wieder wie mit den Songs und den Plattenfirmen.

00:42:09: Wir gingen von Filmproduktion zu Filmproduktionen.

00:42:13: niemanden gefunden, der gesagt hat das machen wir mit euch und alle haben nur abgewunken gesagt ja ich weiß ihr stellt euch das so vor wie Roger Rabbit aber so sieht es dann sowieso nicht aus und so geht das nicht.

00:42:25: Und wir waren dann auf einer Autotour durch Frankreich, zuerst in Annessee auf einem Filmfestival wo ein Animationsfilm lief den Arne gemacht hatte und sind dann die Rüde Napoleon nach Nizza runtergefahren.

00:42:37: und an dem Tag habe ich gesagt oder haben wir gesagt Wir müssen einen Kurzfilm machen.

00:42:42: Wir müssen ein Film machen, in dem wir zeigen... ...wir können das umsetzen!

00:42:46: Realfilme und Animationsfilme einem.

00:42:49: Ich war zu der Zeit schon befreundet Lutz Markensi.

00:42:53: Ein Wahnsinnschorbild

00:42:54: von mir und eine Inspiration bis heute.

00:42:59: Und den hatte ich über zwei Freundinnen kennengelernt die auch Musikerin waren The Walgors Anja und Nina aus Berlin.

00:43:07: und die haben gesagt, Lutz ist unser Patenonkel.

00:43:10: Der ist auch Synchro-Schauspieler.

00:43:13: So hab ich ihn dann kennengelernt.

00:43:15: Wir hatten ihm von Betty Powers erzählt und er hatte gesagt da mach' ich mit und hat jetzt ein Letter auf Intent geschrieben.

00:43:20: also man musste damals für Förderungen und so immer so Letter off Intents von fünftausend Leuten haben, die sagten bei dem Projekt bin ich dabei damit man Förderung bekommt bekamen wir aber trotzdem nicht.

00:43:31: Und dann wusste ich, okay wir haben Lutz und wir können mit Lutz einen Kurzfilm drehen.

00:43:35: Der macht das bestimmt.

00:43:36: Also was können wir machen?

00:43:37: Lutz kommt in ein Hotel!

00:43:38: Das war so der erste Satz und dann haben wir daraus die Story von Der Beste gesponnen.

00:43:44: Wir haben zwei Jahre auf diesen Kurzfilmen hingearbeitet und haben den dann tatsächlich mit eigenen finanziellen Mitteln... Ich habe halt durch meine Werbejobs ein unfassbares Einkommen gehabt habe das in diesen Kurzfilm investiert.

00:44:01: Und eine wiederum hat auch alles, was er hatte, investiert in diesem Kurzfilm und hat Storyboards gezeichnet.

00:44:07: Wir haben das Drehbuch geschrieben, wir haben den Film produziert, wir hatten Regie geführt... Du

00:44:15: hast die Musik geschrieben?

00:44:15: Ich hab die Musik geschrieben an, hat diese Wahnsinns-Animationen begleitet.

00:44:21: Auch Leute dabei, Ulf Grenzer der beim kleinen Eisbär mitgemacht hat, Bernd Gottschalk.

00:44:28: Also es gibt, um jetzt zu spoilern.

00:44:29: Es gibt in diesem Kurzfilm eine fünfzehn-sekündige Animationssequenz an der ein Jahr gearbeitet worden ist.

00:44:37: Wahnsinn!

00:44:38: Unfassbar lang.

00:44:39: Das hat gedauert und gedauerd.

00:44:41: Und irgendwann war dieser Film fertig.

00:44:44: Er wurde vertont und ich habe die Filmmusik bei meinem Vater im Studio aufnehmen dürfen.

00:44:48: Ich hab das erste Mal für einen Quartett geschrieben.

00:44:54: Die Geigen haben mit dem Mehrfach aufgenommen, das auch orchestral wie möglich zu machen.

00:44:58: Und dann haben wir die Premiere gemacht im Grindelkino im Saal eins.

00:45:04: Damals hatte man ja noch thirty-fünf Millimeter Kopien.

00:45:06: Der Film wurde auf Supersechzehn gedreht und muss ich auch noch kurz erzählen, in Schloss Grabao gedrehte.

00:45:11: ein

00:45:11: unfassbar tolles Schloss.

00:45:15: Ein reicher Pferdebesitzer für seine Frau gebaut über Jahre hinweg.

00:45:18: So ein Gruselschloss wie aus einem alten Hammerfilmen Was eigentlich der dritte Hauptdarsteller in diesem Film ist, neben Lutz.

00:45:29: Dann

00:45:29: war die Premiere.

00:45:29: Ich wollte noch von dem Pferde erzählen.

00:45:31: Er hat das für seine Frau gebaut und er hat es ihr gezeigt.

00:45:35: Hier wohne ich nicht.

00:45:38: Wirklich?

00:45:39: Und das Schloss blieb verlassen, ja.

00:45:40: Toll!

00:45:41: Dann lief der Film also im Grindel und dann haben wir uns bei Festivals in Deutschland beworben und sind abgelehnt worden von einem Festival nach dem anderen

00:45:51: wie

00:45:51: immer.

00:45:52: Es war furchtbar aber nach einem Jahr kam auf einmal Zusagen aus dem Ausland Und auf einmal waren wir unterwegs.

00:46:02: In

00:46:02: Spanien, der Film lief in Almaria, der filmen lief ins Hans-Sebastian... Das ist so

00:46:07: bekannt.

00:46:07: das Festival da?

00:46:08: Ja

00:46:09: ja!

00:46:09: Unfallsbar gute Festivals und das Publikum war dran an diesem Film, war begeistert.

00:46:15: Der Film lieft in Los Angeles auf dem Filmfestival und auf einmal haben wir Preise bekommen nicht nur einen sondern gleich mehrere.

00:46:23: Dann waren wir zusammen in London.

00:46:26: Da waren wir nicht auf dem Filmfest, sondern wir wollten auf ein Konzert gehen von Ennio Morricone, einer meiner großen Vorbilder

00:46:31: und

00:46:32: bis heute liebe ich seine Musik sehr.

00:46:37: Damals sind wir dann extra nach London geflogen.

00:46:39: das Konzern wurde abgesagt Und wir waren frustriert und es war ja gut London.

00:46:43: Es ist natürlich trotzdem toll, aber wenn das Konzert nicht stattfindet dann sind wir mit gedrückter Stimmung über München nach Hause geflogen weil in München fand auch eine Preisverleihung statt nämlich vom Shocking Shorts Award vom Sender Thirteen Street von NBCUniversal.

00:46:58: Das war ein wichtiger Preis.

00:47:00: Arne hatte mir das schon gesagt, es ist eine coole Sache.

00:47:02: Es sind so Genre-Filme und das könnte ganz gut sein.

00:47:06: Wir waren aber nominiert mit zwei anderen Regisseuren die auch zwei sehr gute Filme gemacht hatten.

00:47:11: Wie der eigentlich weiß ich nicht mehr.

00:47:12: Der andere war Trampa von Ivaléon Manger später ein super erfolgreicher Hörspielregisseur geworden.

00:47:19: Und gegen diese beiden anderen tollen Filme sollte nun der Beste ins Rennen gehen.

00:47:23: Ich hab mir da überhaupt keine Hoffnung gemacht.

00:47:25: also war völlig... Die anderen gewinnen immer.

00:47:28: Wie soll das

00:47:28: gehen?

00:47:29: Dann waren wir abends in einem tollen alten Gebäude, wo die Preisverleihung stattfand und der Saal war rappelvoll.

00:47:36: Da saßen tausend Leute drin oder so.

00:47:39: Und dann kam auf der Leinwand oben, kamen die Bilder... Der NBC-Universal Film Masters Programme Gewinn!

00:47:46: Zwei Wochen in Hollywood und so weiter in den Universal Studios zwei Wochen.

00:47:51: Das muss ja so cool sein.

00:47:52: Ich habe richtig Herzklopfen bekommen als das

00:47:54: sah.

00:47:55: Und dann kam Dorcas Kiefer auf die Bühne und hat den Umschlag aufgemacht.

00:47:59: Er sagte, der Gewinner ist der Beste!

00:48:02: Arne Jüsch und Rasmus Borowski... und die Kamera war immer auf unseren Gesichtern.

00:48:06: Mein Mund stand sperrgelweit

00:48:08: auf.

00:48:10: Wir sind auf die Bühne gekommen und ich dachte vielen Dank herzlichen Dank.

00:48:15: wir haben nicht damit gerechnet Leider auch keine Rede vorbereitet.

00:48:19: Und das ist, liebe Kinder... Auch wenn ihr nie glaubt etwas zu gewinnen, habt immer eine Rede vorbereitet weil irgendwann kommt

00:48:26: der Moment

00:48:27: und ihr müsst sie halten und ihr steht da.

00:48:30: und ich blickte in diese tausend Gesichter und wir stammelten uns dann dadurch dank und haben unseren Eltern gedankt usw.

00:48:37: Das Wichtigste bekamen wir schon zusammen.

00:48:39: aber

00:48:40: Wahnsinn!

00:48:41: Und das war natürlich unfassbar nach Hollywood zu fliegen, eingeladen zu werden.

00:48:47: Wir haben gewohnt im Universal Sheraton und den gleichen Hotel in dem Robert C. Maccas während der Dreharbeiten zu Back to the Future gewohnten.

00:48:55: Und sind jeden Tag bei Universal gewesen und haben also in jede Abteilung reinsehen dürfen.

00:49:01: Die Leute hatten alle der Beste gesehen.

00:49:03: die kannten all unseren Filmen unfassbar professionell.

00:49:06: Haben immer gefragt was macht ihr jetzt?

00:49:07: Was habt ihr das nächste Projekt?

00:49:11: Wir hatten die Gelegenheit, das bei jedem zu pitchen.

00:49:16: waren aber leider an dem Punkt, wo wir Betty Powers erst mal nicht mehr machen wollten.

00:49:19: Sondern etwas anderes und ein neues Projekt.

00:49:21: Ich hatte eine andere Idee und insofern konnten wir leider nicht wie aus einem Guss sagen Wir machen als Team weiter das sondern es

00:49:29: verlief

00:49:30: sich da so ein bisschen.

00:49:31: Also nachträglich sollte man sich selber anrufen und sagen Ey du müsstest ein bisschen besser vorbereiten wenn du da hinfahrt weil diese Gelegenheit bekommt ihr einmal im Leben.

00:49:39: Und wir waren an den Filmsets bei Adam Sandler und kameramann von Jurassic Park da gesessen und haben den bei der Arbeit zugesehen.

00:49:47: Und alle Leute, ob das jetzt ... Ob das jetzt der Setrunner war, den Job mit dem ich angefangen hatte.

00:49:53: Oder ein Kameramann wie Dean Kandy, der Jurassic Park gemacht hat mit Spielberg oder halt Mark Schmuger, der Chef von Universal, der uns eine Stunde eingeräumt hat um sich mit uns zu treffen und zu unterhalten.

00:50:04: Alle haben uns mit offenem Arm empfangen.

00:50:06: Das war so toll!

00:50:08: Und zu verstehen diese Haltung.

00:50:10: Ja es ist eine Frage der Haltung auf jeden Fall.

00:50:13: Auf jeden Fall...und wie hat sich das in deinem Leben dann weiter fortgesetzt?

00:50:17: Das bewegt in dir oder für Kreativität freigesetzt.

00:50:21: Ich habe damals gewusst, ich will jetzt weiter Filme machen.

00:50:24: Ja!

00:50:24: Das war mir ganz, ganz klar.

00:50:25: Also

00:50:26: nach all diesen Jahren wusste ich das geht?

00:50:29: Ich kann etwas auf Papier bringen und daraus einen Film machen und die Leute sitzen nachher im Kino ja und verstehen das.

00:50:36: Und gehen mit und dann dass die Beats funktionieren und das hin und her... dass man Leute inschüren kann in diese Welt und mitnehmen kann.

00:50:47: Und sie danach aus dem Kino gehen und sagen, ich hab was hier erlebt!

00:50:49: Ja auf jeden Fall.

00:50:51: Auf jeden Fall.

00:50:52: Ich hab ja den Film jetzt gestern zum ersten Mal gesehen und war sehr beeindruckt, muss ich sagen.

00:50:58: Ich fand ihn sehr spannend.

00:50:59: Ja, manche haben gedacht, kann ich noch hingucken oder nicht?

00:51:01: Also ihr habt wirklich Spannung aufgebaut!

00:51:03: Ich finde die Geschichte toll... ...ich finde diese animierte Sequenz sensationell, die plötzlich erscheint.

00:51:08: so ein toller Film.

00:51:10: Ein toller Film, ich kann mir gut vorstellen das in einem großen Kino der eine ganz starke Wirkung hat.

00:51:15: Das

00:51:15: ist Grindel-Eins.

00:51:16: Ohja,

00:51:17: Wahnsinn, Wahnsin.

00:51:18: Es wird leider abgerissen des Kinos.

00:51:21: Das ist das Grindel eins gewesen, wo war es?

00:51:24: Ein Drogeriemarkt drinnen gegenüber von den Grindelhochhäusern.

00:51:27: Das war ursprünglich ein Sinarama-Kino

00:51:30: in Hamburg.

00:51:31: Und du wolltest filmenweitermachen.

00:51:33: und wie hast du denn filmenweiter gemacht?

00:51:34: Ich wollte weiter Filme machen.

00:51:35: ich habe dann mit verschiedenen Freunden zusammen verschiedene Drehbücher geschrieben und habe die weiter bei Filmproduktionen gepitscht.

00:51:45: und dass es eigentlich beim Filmemachend der der Stand, den ich heute noch habe.

00:51:49: Also es ist so dass ich auch mal eine Option bekommen habe auf einen Stoff und auch schon Interesse da ist.

00:51:56: aber... Ich habe noch keinen weiteren Film von meinem eigenen Buch verfilmt.

00:52:02: Aber du machst weiter!

00:52:03: Du schreibst weiter?

00:52:04: Ja.

00:52:05: Ich finde das so interessant.

00:52:06: Ich find' das so unglaublich interessant.

00:52:08: Es ist ja für dich was ganz Natürliches, was du mir gerade erzählst.

00:52:12: Und wenn man aber diesen Beruf nicht hat, ich finde von außen betrachtet das so spannend dass man einfach sagt, okay jetzt schreibe ich ein Drehbuch und die Schreibe noch eine Idee.

00:52:21: Und dann schreiber Musik und dann stehe ich im Studio!

00:52:23: Das ist ja so.

00:52:24: das Wollen wenn man eine Idee hat, geht es ja von allein.

00:52:28: natürlich kommt bei jedem kreativen Projekt irgendwann der Punkt wo's nicht so schnell geht oder man nicht weiterkommt.

00:52:35: Es ist nicht immer nur von alleine alles funktioniert.

00:52:40: Wenn da Antrieb da ist und eine Geschichte interessiert oder ein Song bewegt und berührt dann macht man das.

00:52:49: Und wie baust du dir ein Gefühl von Sicherheit-Rasmus?

00:52:52: Wie funktioniert das, wenn ... Das habe

00:52:54: ich nicht!

00:52:55: Okay.

00:52:56: Also meinst Du Selbstsicherheit oder meinst du ... Nee, nee,

00:52:59: nee.

00:52:59: Nicht Selbstsichheit.

00:53:00: Wenn du einen Drehbuch schreibst, kriegst du ja erst mal kein Geld und du musst dein Leben so bauen, dass du trotzdem Geld

00:53:04: verdienen sollst.

00:53:05: Ja, das muss immer über das Sprechen funktionieren.

00:53:08: Oder über

00:53:09: die Regierenden Songs.

00:53:11: Das muss dann das andere mit tragen in der Zeit.

00:53:14: Find'

00:53:14: ich toll.

00:53:15: Das ist ein anderer ... Lebensstil.

00:53:17: Für dich ist es normal, aber für andere Menschen ist das sehr besonders!

00:53:22: Also irgendwann hinterfragt man das ja nicht mehr was man tut sondern macht einfach weiter weil es einen interessiert und weil es nur diesen Plan gibt.

00:53:31: So ist

00:53:31: das?

00:53:32: Weil es alternativlos ist?

00:53:33: oder vom Gefühl Ja

00:53:34: Und eine Sache war aber bisher immer so dass wenn ich mich entschieden habe Ich mache jetzt nur noch das und schreibe nur noch Drehbücher War's oft so dass es an einer anderen Stelle auf einmal weiter ging.

00:53:43: Einmal hab' ich angefangen Synchron zu sprechen.

00:53:47: Ja,

00:53:47: muss ich was sagen?

00:53:48: Das ist eine Beobachtung die auch habe wenn.

00:53:51: Ich habe sehr selten in meinem Leben Akquise gemacht für Sachen sehr sehr sehr selte.

00:53:55: aber Wenn ich dann irgendwie mal etwas mache und was rausschicke oder so Dann passiert immer was Aber wo ganz anders Und meine Meinung ist Oder meine Interpretation ist wenn ich meine Energie einfach auf Ich bin bereit was zu tun Stelle Dann kommt was, vielleicht nicht das, was ich dachte.

00:54:13: Aber es passiert dann was.

00:54:14: und wenn ich weniger Aufträge habe, dann denke ich oft, dass ist einfach das,was ich jetzt gerade ausstrahle.

00:54:18: Jetzt brauche ich grade diese introspektive, dieses in mich gekehrt sein und in mir etwas arbeiten und dann gehe ich irgendwann wieder

00:54:25: raus.".

00:54:25: Und dann musst du das für dich auch in der Zeit nutzen?

00:54:27: Ja!

00:54:28: Das nutze ich dann auch.

00:54:29: Manchmal hab' ich dann kurz Ängste ob wieder was kommt aber dann,wenn ich innerlich soweit bin, kommt was.

00:54:35: So ist's.

00:54:35: So is's

00:54:36: oder?!

00:54:36: Ja, ja!

00:54:39: Jetzt müssen wir weiter sprechen.

00:54:41: Rasmus über deine Masterclasses Musik-Filmmusik weil das ist ein neuer Bereich der dann kam.

00:54:46: Jetzt

00:54:47: geht es zurück zum Kurzfilm.

00:54:48: also der Kurzfilm lief auch auf einem Filmfestival in Emden und da habe ich einen schottischen Produzenten kennengelernt hier im MacPherson und er hatte da einen Film laufen den ich auch wahnsinnig toll fand Und zwar auch ein Genrefilm.

00:55:08: Dieser Produzent kam auf mich zu und hat gesagt, ich finde euren Film, den ihr da gemacht habt ganz toll.

00:55:13: Besonders toll finde ich deine Filmmusik.

00:55:16: Irgendwann kam der Anruf aus Schottland mit der Frage ob ... diese Filmproduktion, meine Filmmusik aus der Beste für einen weiteren Kurzfilm verwenden dürfe.

00:55:26: Wie interessant!

00:55:27: Ja

00:55:28: und habe gesagt ich kann auch was Neues schreiben sondern nein nein nein sie wollen genau diese Musik haben die passt wunderbar okay und der ist super geworden.

00:55:36: der

00:55:36: Film

00:55:36: auch ein Genre-Film.

00:55:38: ja

00:55:38: Meet the Campels heißt er und Meet mit M E A T also wie Fleisch, das ist der Fleischer Die Campels.

00:55:45: Okay.

00:55:48: Dann haben wir wieder, glaube ich, zwei Abends voneinander.

00:55:49: Aber haben Sie dann deine Musik

00:55:51: genommen?

00:55:52: Ja, Sie haben die Musik genommen.

00:55:54: Und dann habe ich ein Jahr später wieder einen Anrufer Schottland bekommen von den Produzenten und er hat mich gefragt, ob ich für die BBC, für die Serie T-Cup Travels, für fünfundzwanzig Folgen, was ich Lust hätte dafür, die Musik zu schreiben.

00:56:08: Ich hab mir das Exposé da angesehen und relativ schnell verstanden dass es sehr viel Musik ist.

00:56:13: Dann habe ich meinen Freund Alexius Chalene ins Boot geholt, den ich bei einer Masterclass in Blankenese kennengelernt habe über dem Oscarpreis Trigger Jan Katschmarek

00:56:23: Masterclass für

00:56:25: Komposition.

00:56:25: Für Filmmusik.

00:56:26: und Jan Katzschmarek hat einen Oscar bekommen, damals für Finding Neverland.

00:56:30: also der kam aus Hollywood und war da wo wir alle hin wollten und wollen.

00:56:35: ja

00:56:36: und da habe ich einen fantastischen Komponisten aus der Schweiz kennengelernt nämlich den Alexios und Alexius kam nach Hamburg und ich hab ihn gefragt ob wir zusammen dieses Projekt machen wollen und das hat er dann gemacht.

00:56:49: Und dann haben wir für zwei Staffeln, solange es diese Serie gab.

00:56:53: Für forty-fünf Folgen je fünfzehn Minuten Musik komponiert und in Prag mit dem City of Prague Philharmonic Orchestra eingespielt.

00:57:02: Wahnsinn!

00:57:03: Und dirigiert wurde das von Nick

00:57:05: Rainn

00:57:06: und der auch schon zwei James Bond Filmmusiken orchestriert hat, nämlich The Living Daylights und The View to a Killz war mein absoluten Lieblingsbond für Musiken und die hat Nick beide gemacht und das war natürlich wow ihn kennenzulernen und mit ihm zusammenzuarbeiten.

00:57:21: ich bin dann zur Mischung nach Glasgow geflogen War dann immer wieder in Schottland über mehrere, das ging ja über bis die zweite Staffel fertig war, wenn es dann glaube ich insgesamt vier Jahre oder

00:57:33: so.

00:57:33: Spannend!

00:57:34: Das ist der Weg.

00:57:36: Jetzt habe ich ganz vergessen zu erzählen dass ich bevor ich das gemacht habe auch zweimal nach Warschau geflogen bin und da mit dem Radiosymphonieorchester Aufnahmen gemacht habe nämlich Nach der Beste, als man mir sagte ja für so einen kurzen Film geht das.

00:57:51: Ja aber du kannst denn nicht für ein großes Orchester schreiben und ich dachte mir wieso?

00:57:54: Das ist doch das gleiche nur dass da mehr Geigen sitzen habe ich

00:57:59: einfach selber...

00:58:00: Aber ich mir selber einfach was geschrieben und habe das aufgenommen.

00:58:05: Ich habe auf deiner Homepage mir angehört, alles was da war und ich fand besonders schön die Essence of Love.

00:58:11: Ist das von dieser Produktion?

00:58:12: Das

00:58:12: ist von der Produktion aus Warschaum mit dem Radiosyphonie-Office.

00:58:15: Da hab' ich...ich hab geweint als ich das gehört hab', so schön Rasmus!

00:58:18: So schön wirklich wie sich das steigert noch die Stimmen dazukommen.

00:58:23: es ist wunderschön.

00:58:24: Danke dass du dir die Zeit genommen

00:58:26: hast,

00:58:26: ein sehr langes Stück.

00:58:27: Ja, ist ein

00:58:28: lange Stück ein sehr schöne Stück.

00:58:29: Ein sehr sehr schöner Stück.

00:58:32: ja

00:58:33: Lass uns noch ein bisschen übers Sprechen sprechen, denn mein Podcast heißt ja natürlich sprechen und geht hier um die Stimme und ums Sprechens.

00:58:39: Und du bist ja auch mein Gast weil du Profisprecher bist.

00:58:42: Sag mir mal was du daran liebst vor dem Mikro zu stehen und zu sprechen?

00:58:48: Ich glaube es ist diese Verdichtung des selbst ins Mikrospreche.

00:58:55: dann höre ich mich auf eine Art und Weise wie sonst nur wenn ich mir die Bettdecke über den Kopf ziehe und da spreche usw.

00:59:04: Und natürlich dann noch mal verstärkt, irgendwie ist man da noch tiefer in sich drin als man das zumindest auf akustisch hier sein könnte.

00:59:13: Das ist so schön formuliert!

00:59:15: D.h.,

00:59:16: du hörst dich auch gerne beim Sprechen?

00:59:18: Ja na klar aber ich glaube es geht allen so.

00:59:20: Nein, nein, das geht nicht jeweils so.

00:59:23: Mir geht's auch so... Ich liebe das!

00:59:26: Und genau was du sagst, die Verdichtung des Selbst.

00:59:28: Also jetzt zum Beispiel wenn ich meine Stimme höre, höre ich wirklich Eva.

00:59:33: Wirklich Eva.

00:59:35: Manchmal stelle ich mich sehr auf mein Gegenüber ein dann höre einen Teil von Eva und Teil vom anderen.

00:59:43: aber wenn ich... also jetzt mit dir zum Beispiel höre ist sehr mich.

00:59:47: Das freut mich total.

00:59:48: Sind ja auch beide ganz dicht dran?

00:59:49: Wir sind beides sehr dicht dran.

00:59:51: hallo hallo

00:59:53: Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt.

00:59:55: Ja guten Tag!

00:59:56: Da können wir mit den Stimmen spielen aber ich finde das die Stimme... Ich sage wenn nicht Coaches auch oder wenn ich eine Keynote halte dass unsere Stimme ist unsere Persönlichkeit und Wir können in unserer Stimme hören wie wir sind als Mensch.

01:00:11: Und wir können auch daran arbeiten wenn ich Stimmentrainings gebe Dass die

01:00:15: Essenz

01:00:15: rauskommt von einem selber so und Das mag ich halt auch sogar am Mikrofon

01:00:23: Ja, es macht einfach so wahnsinnig viel Spaß.

01:00:25: Und gerade beim Synchron die Möglichkeit in kurzer Zeit so viele verschiedene Rollen zu schlüpfen ohne dass man im Schnee arbeiten muss oder durchspringen und trotzdem kann man das machen.

01:00:39: Ja

01:00:39: absolut!

01:00:40: In einer Art und Weise ist schon sehr besonders.

01:00:43: Sehr besonders.

01:00:44: Das

01:00:44: liebe ich sehr und dafür bin ich unfassbar dankbar.

01:00:47: Ja, das ist sehr schön.

01:00:48: Und für mich ist es wirklich echtes Schauspiel, was passiert beim Synchronen.

01:00:53: Ist das auch?

01:00:54: Wir kommen noch beide aus einer Zeit, wo man durchaus mal zu dritt vor dem Klub gestanden hat im Studio und so ab und zu gibt es das jetzt wieder, dass auf einmal man zu zweit vom Mikro steht und ja wir wollten die Rollen zusammen aufnehmen weil das dann doch irgendwie besser ist.

01:01:10: Natürlich ist das besser!

01:01:11: Ja klar, weil dann hast du die Interaktion unterspielt.

01:01:15: Das ist immer so toll, wenn man bei Heike Dine-Curting ist und die ganzen Leute da sind.

01:01:19: Die letzten Star bei TKKG und die ganze vier waren da und ich war dabei Und das ist so anders natürlich vom Spiel Wenn man abnehmen kann und sich hört und reagieren kann.

01:01:29: auch Ich finde wir haben einen guten Bogen geschlagen.

01:01:36: oder fehlt uns noch.

01:01:37: was liegt ihr noch etwas auf dem Herzen?

01:01:40: Ja, ich möchte mich noch bedanken wie ihr erst mal bei dir das du mich hier eingeladen hast.

01:01:45: Er hat mich sehr und ich habe mich hier sehr wohl gefühlt bei dir.

01:01:47: Das freut mich Und ich möchte natürlich allen Freunden und den Fans da draußen danken für den Support der letzten Jahre und Jahrzehnte und die Unterstützung und meiner Familie meine großen Familie Die alle meinen Berufssupporten und es auch toll finden dass ich das mache was ich mache.

01:02:06: da gibt es Zeiten, wo ich selber nicht zum Einkaufen komme und nicht zum Essen kochen.

01:02:10: Und wenn das supportet ist durch meine Frau oder durch meinen Sohn der das ja auch mittragen muss, dann ist das Gold wert.

01:02:18: Das

01:02:18: stimmt!

01:02:19: Das ist richtig schön.

01:02:21: Ich habe immer eine Frage dich am Schluss stelle die stelle ich dir auch.

01:02:24: Wofür möchtest du gerne auf dieser Welt in dieser Welt deine Stimme erheben?

01:02:30: Es ist jetzt eine deepe Frage.

01:02:32: doch mal zum Schluss

01:02:34: Dafür, dass jeder so sein darf wie er sein möchte.

01:02:37: Ja.

01:02:39: Rassus ich danke dir sehr für das Gespräch!

01:02:41: Das ist sehr schön und ich habe jetzt zum Schluss noch ein Geschenk für dich von meinem Kooperationspartner von Gretaß Pastillen.

01:02:48: Bekommenst du eine Dose Black Currant und eine Dase Ginger Lemon für deine Stimme?

01:02:53: Die sind bestimmt sehr lecker für meine Stimme.

01:02:56: Balsam für deine stimme.

01:02:57: Großartig, großartig.

01:02:58: Genieße sie.

01:03:01: Dankeschön

01:03:02: Und ich danke euch allen fürs Zuhören.

01:03:04: Wir freuen uns über Feedback und eure Gedanken zu unserem Gespräch, wir hoffen, wir konnten euch inspirieren auf eurem Weg als Künstlerinnen und Künstlern und auch als Menschen!

01:03:16: Und wir würden uns freuen wenn ihr diese Folge teilt, wenn ihr fünf Sterne als Bewertung hinterlässt dass der Podcast viel ausgespielt wird und viele viele Menschen davon mitbekommen können.

01:03:26: Und jetzt sage ich, bis zum nächsten Mal macht es gut und denkt immer daran Love your voice denn deine Stimme das bist du eure Eva.

01:03:38: Das war natürlich sprechen!

01:03:40: Dein Podcast rund um Stimme sprechen und Personality mit Eva Weismann.

01:03:45: Diese Folge wurde euch präsentiert Mit der freundlichen Unterstützung von Greta's Pastillen.

01:03:50: Ballsam für deine Stimme.

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