#43 Sarah Gülzow: Was deine Stimme über dich verrät
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit der Logopädin und Sprecherin Sarah Gülzow vom Medical Voice Center in Hamburg.
Sarah und mich verbindet die gemeinsame Leidenschaft für die Stimme. Kennengelernt haben wir uns vor einigen Jahren, als sie selbst ein Sprechercoaching bei mir gemacht hat. Heute arbeiten wir beide mit Menschen daran, ihre Stimme freier, gesünder und authentischer werden zu lassen – aus unterschiedlichen Blickwinkeln, die sich wunderbar ergänzen.
Wir sprechen darüber, warum Stimme weit mehr ist als Sprechen, weshalb Atmung, Körper und Persönlichkeit untrennbar zusammengehören und warum unsere Stimme oft verrät, wie es uns wirklich geht.
Außerdem erfahrt ihr, warum so viele Menschen unter Heiserkeit, Räusperzwang oder Stimmermüdung leiden, welche Berufsgruppen besonders gefährdet sind und wie schon kleine Veränderungen eine große Wirkung auf die Stimme haben können.
Eine Folge voller Wissen, praktischer Tipps und spannender Einblicke – für alle, die ihre Stimme besser verstehen und bewusster einsetzen möchten.
Viel Spaß beim Zuhören! Wir freuen uns auf euer Feedback.
Love your voice. Denn deine Stimme, das bist du.
Eure Eva
Werbung
Ihr möchtet mehr über meinen Werbepartner erfahren? Unter www.grethers.ch findet ihr alle Informationen.
Transkript anzeigen
00:00:01: Natürlich sprechen.
00:00:03: Dein Podcast rund um Stimme, Sprechen und Personality mit Eva Weismann.
00:00:09: Diese Folge entsteht mit freundlicher Unterstützung von Gretas Pastelen – balsam für deine Stimme!
00:00:15: Erhältlich in deiner Apotheke.
00:00:17: Herzlich willkommen bei einer neuen Folge.
00:00:19: natürlich sprechen wie schön es ihr dabei seid!
00:00:23: Diese Folge wird ein wirklicher Fach-Podcast denn ich habe eine Fachfrau zu Gast die sich sehr, sehr gut mit der Stimme auskennt.
00:00:32: Deswegen ist das eine Folge in der ihr sehr viel lernen könnt, ein paar neue Übungen kennenlernen werdet und wirklich eintauchen könnt in die Welt der Stimme.
00:00:44: Herzlich willkommen liebe Sarah Gülzo in meinem Podcast!
00:00:48: Hallo Eva!
00:00:49: Ich stelle dich vor du bist Logopädin am Medical Voice Center und Du bist Sprecherin.
00:00:54: darüber kennen wir bei uns erzählt auch mal wie wir uns kennengelernt haben.
00:00:57: Sarah.
00:00:57: Wir
00:00:59: haben uns tatsächlich kennengelernt, weil ich ein Sprechercoaching bei dir hatte.
00:01:07: Und damals haben wir so eine Mischung gemacht eigentlich aus Sprecherkochting und Linklater-Training.
00:01:13: Ich
00:01:13: habe mich
00:01:14: eingetaucht das erste Mal und hab meine Liebe für Linklator entdeckt!
00:01:18: Das
00:01:18: war total spannend und ich komme später noch mal darauf zurück.
00:01:23: aber ganz viele Aspekte die mir auch in meinem Job viel bringen.
00:01:28: Ja, darüber werden wir unbedingt sprechen.
00:01:31: Also du bist Logopädin hier in Hamburg und wie wird man Logopädin?
00:01:39: Wie bist Du das geworden?
00:01:40: Du kommst aus München.
00:01:42: Deine Eltern sind in kreativen Berufen tätig.
00:01:45: Und wie ist das bei Dir gewesen?
00:01:48: Also, ich glaube der Wunsch Logopädin zu werden kam ziemlich früh.
00:01:53: Ich wollte irgendwas mit Sprache und irgendwas mit Medizin machen.
00:01:57: Und bin da... Perfekte
00:01:59: Mischung!
00:01:59: Genau,
00:02:00: perfekteMischung genau.
00:02:02: Bin da so ein bisschen auch über meine Patentante hingekommen die Moderatoren ist und meinte ah hey es gibt so einen Beruf den nennt sich Logopäden.
00:02:10: und dann habe ich mich entschieden ah ich glaub nur die Ausbildung will ich nicht machen.
00:02:15: Ich würde das eigentlich total gerne dual studieren und bin dann nach Hamburg gezogen dafür von München aus.
00:02:22: Und hab da ein duales Logopädiestudium gemacht, das heißt ich habe angewandte Therapiewissenschaften studiert und bin genau beim Examen als Logopäden gemacht.
00:02:32: Was war das Duale daran?
00:02:35: dieses extra Thema war?
00:02:36: Genau, also ist es sozusagen das Examen als Logopädin habe ich am Werner Otto-Institut gemacht.
00:02:42: Das ist quasi ein Institut wo du richtig auch schon selber therapierst und angewandte Therapiewissenschaften ist.
00:02:49: ja wahnsinnig wissenschaftliches Arbeiten und verstehen wir können nicht mal eine Praxis leiten und genau so juristische Fälle dahinter verstehen schon sehr breit gefächert.
00:03:00: Und die Kombi fand ich sehr, sehr cool
00:03:02: weil das
00:03:03: eine eben ein Deep Dive in die Wissenschaft war und das andere eben die Ausbildung zu Logopäden und beides bringt mir sehr viel für den Beruf, den ich jetzt gerade mache.
00:03:15: Ja
00:03:16: und erzähl mal ein bisschen wenn man sich eine Logopädin vorstellt haben ja viele Leute in ihrem Leben Erfahrungen damit gemacht.
00:03:24: Also wahnsinnig viele Leute eigentlich auch, wenn ich Leute coache ganz viele sagen als Kind war ich bei der Logopädin weil ich konnte nicht das und dass oder so.
00:03:33: Und wenn ich jetzt total oberflächlich spreche denke ich eine logopäden bringt einem beides man nicht mehr lispelt.
00:03:43: Erzähl mal bisschen wie breit gefächertes ist was man lernt als logopädIn
00:03:48: genau also da.
00:03:50: Es ist so unterteilt in verschiedenste Bereiche.
00:03:53: Das eine ist tatsächlich Kindersprache, da kann man auch wenn man möchte wirklich quasi den ganzen Tag Kinderpatientinnen behandeln.
00:04:02: Da geht es dann viel um die Aussprache und um ganz selten auch mal Stimmenstörungen.
00:04:08: aber das der Großteil ist wirklich wie bekommen die mehr Wortschatz?
00:04:11: Wie lernt richtig Wörter auszusprechen?
00:04:16: Stottern
00:04:16: ja
00:04:17: auch Genau.
00:04:18: Ich hatte viele Babys mit Futterstörungen zum Beispiel, die dann nicht richtig gesaugt haben oder so.
00:04:23: Interessant!
00:04:24: Also es ist wirklich wahnsinnig breit gefächert gerade was Kinder angeht und ich glaube das Schöne an dem Beruf ist aber wir können ja wirklich in allen Alterskategorien arbeiten mache ich jetzt nicht mehr.
00:04:35: aber so prinzipiell als Lugipänen kannst du mit Leuten nach einem Schlaganfall arbeiten Du hast wahnsinnige viele wie nenn das Neuroge... Degenerative Krankheiten bei denen du weißt, was wir parken sollen.
00:04:47: Das heißt, die quasi fortwährend sind.
00:04:50: Ich habe mal auf einer Wachkommersstation gearbeitet auch ein wichtiges Thema.
00:04:54: und dann wird unterschiedend zwischen Kindersprache, Futterstörungen quasi bei Kindern beziehungsweise wie nenn das Dysphagie also eine Schluckstörung
00:05:04: bei
00:05:05: meistens älteren Leuten.
00:05:07: oder nach Erkrankungen.
00:05:09: Dann gibt es die Dusatri, also quasi dass die Sprache nach Erkrankungen oder eben sowas wie MS etc.
00:05:18: verwaschen klingt.
00:05:20: dann wird das aufrechterhalten.
00:05:24: aber es gibt eben auch den Bereich, den ich jetzt mache und dann gibt es auch sehr viel.
00:05:29: Und das ist eben das Thema Stimme.
00:05:31: Stimme und Sprache.
00:05:35: Ich mach' das gerade nur noch mit Erwachsenen und hab mich darauf sozusagen spezialisiert weil ich gemerkt habe, dass es dann doch meine große Liebe hat sich so in einem Studium heraus kristallisiert, dass ich einfach wahnsinnig gerne mit Stimme arbeiten möchte.
00:05:52: Genau, und aber
00:05:53: es ist wunderschön.
00:05:54: In allen Bereichen kann man da tätig sein.
00:05:57: Das fand ich auch immer so ganz cool daran.
00:05:59: Also das ist sehr, sehr gemünscht.
00:06:00: Sehr breit gefächert.
00:06:01: Wahnsinn!
00:06:03: Wenn du möchtest kannst du dich darin auch wahnsinnig spezialisieren in irgendwas auch im nie schicksten Bereich.
00:06:10: Ich habe direkt eine Frage.
00:06:12: Und zwar... ...ich hab jetzt jemanden vor Augen.
00:06:15: wenn ein Mensch List bildt oder halt ja eine Zungenvielstellung hat die zu einem komischen S-Laut führt habe ich schon ganz oft beobachtet, wenn ich die Eltern dazu kennenlerne oder einen Elternteil dass der oder die das auch macht.
00:06:32: Also gibt es bestimmte Sprachfehler die gar nicht aus mir selber kommen sondern die ich mir abgeguckt hab bei jemandem.
00:06:41: Sehr gute Frage.
00:06:41: Ja, es
00:06:43: ist gut nackt, gleich tiefer als Minute eins!
00:06:46: Also wovon wir schon sprechen können gerade auch so bei Stottern zum Beispiel?
00:06:49: Es gibt auf jeden Fall genetische Dispositionen, nennen wir das also heißt wirklich... Bereiche, wo man sagen kann das kann auch genetisch vererbt sein und dass andere sind tatsächlich Dinge die wir uns eben abgeguckt haben.
00:07:02: Und die Frage ist immer so ein bisschen.
00:07:04: ich meine klar unsere Eltern sind wahnsinniges Sprachvorbild auch Stimmvorbild.
00:07:09: Die frage ist immer So ein bisschen was es abgegückt?
00:07:11: Was ist vielleicht auch Da ist ein kleines Geschwister hingekommen und plötzlich bin ich nicht mehr das jüngste Kind.
00:07:18: Und vielleicht ist so'n bisschen Lispel, auch so'nn bisschen was... So
00:07:21: klein bleibt?
00:07:22: Genau!
00:07:22: Ein Kleinkind-Behäbia sozusagen.
00:07:25: Und dann müssen wir unterscheiden, dass es habituell ist, dass etwas mit der Zungenmuskulatur zusammen hängt.
00:07:32: Kann ich da stärken oder ist das eben abgeguckt?
00:07:36: Also da gibt's so verschiedenste Aspekte Und das ist auch für mich eigentlich auch das Coole daran, dass wir immer so ein bisschen total
00:07:43: forschen.
00:07:43: Genau, ja.
00:07:44: Wir müssen verstehen woher das
00:07:46: kommt.
00:07:48: Das ist spannend!
00:07:50: Da sind wir schon beim Thema Anamnese.
00:07:52: Du hast mir das im Vorgespräch auch gesagt, dass das Wichtigste eigentlich die Anamnesegespreche sind, die du mit Patientinnen führst um rauszufinden, woher etwas kommt.
00:08:02: oder auch fühlst du auch die Gespräche heraus zu finden was den Menschen selber stört?
00:08:10: Ist das auch?
00:08:11: Ja, auf jeden Fall.
00:08:12: Also ich gucke natürlich... Was ist da überhaupt so?
00:08:15: der Leidensdruck, wenn also gewisse Sachen sind bei denen die Person sagt, ist mir eigentlich total egal?
00:08:21: Warum sollte ich das dann behandeln?
00:08:24: Wenn es halt so ist oder die Person einfach wahnsinnig sympathisch-honsiordisch vor sich hin unschältt,
00:08:30: dann
00:08:30: sind das immer Punkte bei denen ich denke, na ja, wenn die Person das überhaupt nicht juckt warum soll ich das behandeln?
00:08:36: Ich glaube, bei der Anamnese ist es immer wichtig.
00:08:39: Es gibt bestimmte Bereiche in denen es sehr relevant für mich ist weil es keinen organischen Befund gibt zum Beispiel.
00:08:47: Das heißt da überlegen wir nochmal genau was eigentlich der Hintergrund und ja wir können später kommen auf ein paar Störungsbilder wo das sehr relevant ist.
00:08:58: Ja, erzähl mal erstmal von deinem Alltag.
00:09:00: Du bist im Medical Voice Center als Logopädin.
00:09:03: Ihr seid ja eine Spezialklinik rund um die Stimme und das Besondere bei euch ist dass ihr so breit aufgestellt seit von Mitarbeitenden.
00:09:12: Das ist also nicht nur Ärztinnen und Ärzte sondern halt ganz tolle Logopädenen, die bei euch sind.
00:09:18: Wer ist alles bei euch?
00:09:19: Und was ist das besonderen?
00:09:21: Also das besondere bei uns und auch der Grund, warum ich da so wahnsinnig gerne arbeite ist dass wir in einer interdisziplinäre Stimmklinik sind.
00:09:29: Etwas was ja einfach nicht so häufig vorkommt.
00:09:34: und auch also wir haben quasi ChirurgInnen die die Stimmlippen operieren.
00:09:41: Wir haben eine Fognaterin, die endoskopiert durch die Nase schaut von oben und dann auch genau analysiert wie schwingen eigentlich die Stimmlippen?
00:09:52: Wir haben jetzt insgesamt momentan drei Logopädinnen.
00:09:57: Wir haben eine Opernsängerin und Gesangspädagogen.
00:10:02: Also das ist quasi super breit gefächert, was da für Leute zusammenkommen.
00:10:08: Und wir tauschen uns alle sehr aus.
00:10:10: Ich glaube, dass es für mich sehr besonders macht, ist, dass wir uns echt Zeit nehmen für Personen.
00:10:15: Das
00:10:16: heißt, eine Person kommt meist mit einem Stimmproblem.
00:10:19: Wir fokussieren uns eben hauptsächlich auf die Stimme Und dann wird die von allen Seiten sozusagen beobachtet bzw.
00:10:29: wir analysieren, woher könnte das kommen?
00:10:31: Es wird sehr genau geguckt was da organisch los ist und ob sich da nicht irgendwas versteckt hat, was bisher nicht gesehen wurde.
00:10:40: Wobei man sagen muss Wir sind auch häufig eine Zweitmeinung sozusagen weil es eben sehr spezialisiert auf Stimme ist.
00:10:49: Das nennen wir flexibles Endoskop.
00:10:51: Wir können damit also wahnsinnig nah ran und haben eine sehr gute Aufnahme, und sehen eben wie das schwingt.
00:10:57: Und da wir den ganzen Tag quasi nichts anderes machen sind wir da schon sehr spezialisiert drauf und reden gemeinsam als Team darüber was man operativ machen könnte, was können wir in der Stimmtherapie machen?
00:11:11: Ist es manchmal auch eine Sandwich-Methode, können wir beides machen?
00:11:15: So oder so sind wir immer im Gespräch.
00:11:19: Ja, das ist toll.
00:11:20: Und beim Thema Stimme total sinnvoll
00:11:22: auf einer
00:11:24: Metaebene auch, dass man miteinander spricht und kann.
00:11:29: man kannst du sagen gibt es bestimmte Erkrankungen oder Beschwerden die immer wieder vorkommen womit Leute zu euch kommen?
00:11:38: Also ganz typisch natürlich das Thema Heiserkeit, Stimmanstrengung wie nennt auf Vocal vertiegt, das ist sozusagen eine Stimme.
00:11:50: Wahnsinnig müde am Ende des Tages oder dass sie wirklich ganz wegbricht und einfach mal ein zwei Tage überhaupt nicht kommt.
00:11:57: Also eine Arphonie.
00:11:58: also das genau.
00:12:00: da sind so verschiedene Punkte die wahrscheinlich viele Menschen auch kennen.
00:12:05: Und die Frage ist immer so ein bisschen, kommt eine Heiserkeit mal vor aufgrund von der Erkältung oder einer durchzechten Nacht?
00:12:14: Oder ist das wirklich ein Thema, dass die Person immer wieder hat und auch wirklich einen Leidensdruck deswegen hat.
00:12:21: Dann versuchen wir herauszufinden was sind eigentlich so die Ursachen und was können wir als Team machen um der Person zu helfen.
00:12:29: Da gibt es verschiedenste herangehensweisen, je nachdem was auch für eine Berufsgruppe das ist zum Beispiel.
00:12:35: Und ja wir stellen dann sozusagen für uns eine Idee oder ein Programm zusammen, was wir machen können.
00:12:42: Was ihr machen könnt und es Heiserkeit, eine typische Heiserheit ist oft eine Überlastung wahrscheinlich einfach der Stimme aber manchmal sicherlich auch irgendwie tatsächlich etwas was an den Stimmlücken kaputt ist oder?
00:12:58: Ja sehr allgemein gefragt Was gibt es für Beispiele?
00:13:03: Es kann natürlich aufgrund von einem organischen Befund sein.
00:13:10: Also das ist tatsächlich, was eine Stimme ist.
00:13:13: Da gibt's alle möglichen verschiedenen Bereiche, weswegen sie sein können.
00:13:16: Es gibt auch Heiserkeit kombinieren mit einer einfach nicht so kräftigen Stimme.
00:13:23: Das kommt manchmal vor bei einer Altersstimme also Männern die zum Beispiel älter werden.
00:13:29: Bei Männern ist die Tendenz, dass sie im Alter eine etwas höhere und nicht mehr ganz so kräftige Stimme.
00:13:33: Bei Frauen wird die Tendenz ja etwas tiefer also genau quasi andersherum was natürlich auch mit Testosteron abbauen zu tun hat.
00:13:40: und da zum Beispiel kann es sein das die Stimmlippen einfach noch nicht zu hundert Prozent schließen also dass da so ne kleine ovale Lücke ist bei der Schließung.
00:13:52: Ja, und dann überlegen wir auch natürlich was für Kräftigungsübungen kann man machen um diesen Stimmschluss zu ermöglichen oder auch so ein bisschen Schmackes hinterzubringen in die Stimme damit sie wieder kräftiger wird.
00:14:05: Sag mal ein Beispiel, womit kriegt man Schmacke?
00:14:07: Das möchte bestimmt jeder hören!
00:14:13: Also bei einer Altersstimme zum Beispiel ist es so dass dass es eben nur zum Teil verbessert werden kann.
00:14:21: Wir gucken immer, was sind so die Rahmenmöglichkeiten?
00:14:24: Es können auch etwas in den Stimmbluten bespritzt werden.
00:14:29: Da ist das ein bisschen Try-and-Error sozusagen, was das bringt.
00:14:32: aber prinzipiell Natürlich können wir auch über Terrabanne, Bänder etc.
00:14:39: arbeiten um so ein bisschen Spannung aufzukauen und in den Körper.
00:14:43: Ich bin immer großer Fan von ganz körperlich auch Tonos aufzubauen.
00:14:46: ich bin gar nicht so'n Fan von Endspannung, ich bin eher fan von auch mal in die Spannungen gehen Und alles was sozusagen an Muskulatur im Körper ist muss auf der Glottis eben nicht ausgebadet werden.
00:14:59: Also das heißt... Der ganze Körper
00:15:01: unterschrift Das ist sehr cooler sein.
00:15:05: Ja,
00:15:06: das ist so zu sagen meine Hauptcheese.
00:15:08: Ja aber
00:15:08: oft die Stimme übernimmt was im Körper fehlt.
00:15:11: Richtig Anspannung.
00:15:13: Das heißt wir gucken vor allem was für können wir ganz körperlich machen um da ein bisschen Tonus wieder reinzubringen?
00:15:18: Absolut.
00:15:19: Absoluter
00:15:20: gehe ich ja sofort mit.
00:15:22: Total.
00:15:23: und was für Berufsgruppen?
00:15:25: kommen zu euch?
00:15:26: Ich stelle mir ja vor dass zu euch nur Schauspielerin, Schauspieler und Sänger und Sängerin kommen Aber das ist gar nicht so.
00:15:32: oder
00:15:35: Es kommen viele Menschen, die auf der Bühne stehen zu uns und ich habe eine ganz tolle Kollegin Jale Papila, die sich viel mit den Sängern auseinandersetzt weil sie eben Opernsängerin ist.
00:15:46: Ich arbeite wahnsinnig gerne mit Schauspielerinnen und Sprecherinnen, welche aus dem Bereich kommen und das ist auf jeden Fall ein Bereich bei dem ich sagen würde einen Hintergrund es auch dass Sie einfach irgendwann etwas faul werden im Im
00:16:01: Üben.
00:16:02: Es ist quasi das Know-how komplett da, aber das Üben wird irgendwann vernachlässigt nach zehn, fünfzehn Jahren in dem Beruf.
00:16:11: und das andere sind ganz breit gefächert.
00:16:15: Leute die einfach wahnsinnig viel mit der Stimme arbeiten Das sind ganz viele Lehrerinnen, Erzieherinnen, Leute die den ganzen Tag eine wahnsinnigen Lernpegel
00:16:24: haben
00:16:25: und im Studium nie gelernt haben, interessanterweise mit der Stimme umzugehen.
00:16:29: Das
00:16:29: ist verrückt oder?
00:16:30: Es kommt nicht raus!
00:16:30: Ja es ist total verrückt weil das wäre eigentlich was für mich essentiell wäre dass die das schon prophylaktisch sozusagen erlernen und dann nicht kaputte Stimmen nach Bayern arbeiten.
00:16:42: Auf jeden
00:16:43: Fall ich habe immer wieder auch in meinen Coachings Lehrerinnen.
00:16:46: Ich hab in letzter Zeit sehr viele Ärztinnen auch bei mir die viele Vorträge auch halten müssen.
00:16:54: Sie haben zum Teil keinen Bock, sich gegen die Männer durchsetzen zu müssen.
00:16:57: Weil die Männer einfach sich hinstellen mit einer Hutzpe und ihre Futterige halten und die Frauen sich oft immer noch unterlegen fühlen oder schlecht behandelt fühlen.
00:17:05: Und die kommen dann zu mir ins Coaching und üben einfach sich zu behaupten.
00:17:09: Genau ganz großer Punkt ist auf jeden Fall bei Frauen für mich Raum einnehmen dürfen – Mit einer aufmatieferen Stimme, mit einer volleren Stüme... Also das einfach nicht.
00:17:23: Wenn wir dann so hoch sprechen, wird der Kekopf oft nach oben gezogen.
00:17:26: Und dann machen wir ganz schön engen, wenn wir das die ganze Zeit quasi so machen und dass wir dann versuchen irgendwie so etwas netter zu wirken.
00:17:35: Also ein großer Punkt Lehrerinnen ist natürlich auch dieses Rachen verengen und dann versuchen mit Druck quasi
00:17:41: überzukommen.
00:17:43: Das funktioniert auch nicht so gut.
00:17:45: also auch psychologisch gesehen funktioniert es nicht so Gut.
00:17:47: ja und das andere ist einen Bereich in dem ich Was ich ganz interessant finde ist, wir haben auch einige Notare zum Beispiel.
00:17:55: Also die einfach unfassbar viel reden müssen den ganzen Tag und die kommen auch häufig zu uns.
00:18:04: Die Notare müssen ja immer alles vorlesen wenn was beurkundet wird oder so.
00:18:08: Ich weiß das noch als sie unser Haus gekauft haben.
00:18:09: Das wird jeder Satz im Vertrag wird vorgelesen.
00:18:12: Ja, das ist eine ganz witzige Geschichte.
00:18:16: Notar im Flieger kennengelernt und der hat mir dann erklärt, dass er zum einen gerade vom Oktoberfest kommt und seine Tochter besucht hat.
00:18:24: Aber unter seiner Stimme deswegen ein wenig heiser sei aber das schon auch sehr viel in seinem Alltag passiert und dass er stimmlich eigentlich überhaupt nicht gewappnet ist für diesen immensen Sprechanteil den er pro Tag hat.
00:18:39: Und hat mir auch erzählt, dass es eben ganz viele Menschen an seinem Umfeld gibt die auch Notare sind die das gleiche Problem haben.
00:18:47: Und das ist genauso mit Ärztinnen auch, denn natürlich schon eine dankbare Arbeit weil es so alltags nahe ist also können genau überlegen okay was sind denn so die Sachen die vorgelesen werden müssen und auch anhand dieser Texte das ganze üben?
00:19:01: wann atme ich eigentlich ein?
00:19:02: habe ich da einen Atem?
00:19:05: Ja!
00:19:05: Ich atme ja ein Genau.
00:19:09: Und bei Lehrerinnen und Lehrern ist es, glaube ich so schön weil die sind sehr übungswillig.
00:19:15: Ja das glaube ich.
00:19:15: Die geben ja auch immer Aufraben auf und sind selber auch gut.
00:19:18: Und
00:19:18: die haben total Lust ihre Stimme eigentlich kennen zu lernen ihren Körper kennenzulernen.
00:19:24: und dann geht es viel um das Thema wie habe ich eine kräftige Stimme ohne dass sich so pressen muss?
00:19:33: Was kann ich tun um vielleicht auch diese Lautstärke ein bisschen Also muss ich immer schreien, gibt es auch andere Möglichkeiten.
00:19:41: ohne dass ich meine Stimme benutzen muss.
00:19:44: Das ist auch eine sehr coole Arbeit und meistens sehr schnell effektiv, weil die eben so fleißig sind.
00:19:51: Und was würdest du sagen für Lehrerinnen und Lehrer?
00:19:53: Was ist das Wichtigste, was du ihnen beibringst oder was du mit ihnen übst auch?
00:19:58: Wichtigster Punkt ist Atemunterstützung.
00:20:01: der Atem kommt und bringt diese Stimmlip mit in Bewegung.
00:20:06: Ich sage immer, die Stimmlippen sind eigentlich relativ dumm Die machen nichts aktiv, sie werden nur passiv bewegt und die brauchen Antrieb.
00:20:12: Und so wie ein Auto einfach immer Benzin oder so braucht, braucht unsere Stimme eben Atem.
00:20:18: Und ohne diesen Atem habe ich da nicht genug Luft, also nicht genug Stimmung, genug Stimme dahinter.
00:20:25: Ja
00:20:26: ja ja
00:20:28: ja.
00:20:28: Also das heißt Atemunterstützung?
00:20:30: Wie funktioniert Atemfluss?
00:20:31: Wie versuche ich nicht zu verengen im Hals?
00:20:34: Sondern bleibt der ganz entspannt und offen!
00:20:36: Und wie funktioniert es auch vielleicht ad
00:20:39: hoc?!
00:20:39: Also wie ist das, wenn ich jemanden... Wenn ich Kids auch mal rüberrufen muss oder so was da ein ganz aktiver Part ist.
00:20:46: Ich üb mit ihnen auch Rufen.
00:20:47: Ja, so
00:20:47: sehr gut
00:20:48: mache ich auch viel.
00:20:49: Genau.
00:20:51: Und dann einfach auch schauen, was sind vielleicht die Fächer in denen sie arbeiten?
00:20:56: Was können die da...?
00:20:58: Das sind so Standardprogramme.
00:21:00: Können wir irgendeine Atemübung machen direkt jetzt hier zusammen?
00:21:03: Unsere Community.
00:21:06: Also was wir viel machen, das ist jetzt schwer glaube ich die Atemübungen weil ich das am Klavier mache.
00:21:13: Was wir viel Machen ist ein großes Einatmen zu üben und zwar mit leicht gerundeten Lippen und mal unseren Einatm kennenzulernen.
00:21:24: und dann gehen wir in seine kleine Tonfolge quasi am Klavier und guckt mal was macht mein Brustkorb eigentlich?
00:21:32: Und dann bewegen wir uns in so kleinen, wirklich ganz easy Tönen.
00:21:38: Bewegen wir es runter einfach auf dem U zum Beispiel und schauen mal wie klingt meine Stimme dann?
00:21:43: Wie viel Potenzial kann die haben?
00:21:48: Okay!
00:21:50: Bist du auch auf den Bauch fokussiert bei Leuten für die Atmung?
00:21:53: Lässt sie den Baug anfassen zum Beispiel...
00:21:56: Ja, das ist ein Bereich den ich auf jeden Fall mit anschaue.
00:22:00: Wobei ich entgegen jetzt den Übungen die sonst häufig gezeigt werden gar nicht so viel nur in dieses Bauch geht nach vorne denke sondern vor allem Brustkorb geht in die Weite.
00:22:12: also ich denke viel in die weite und sehe das sozusagen als Unterstützung und erkläre dann auch zu dieser anatomische Kette was passiert?
00:22:19: Erzähl
00:22:20: doch mal!
00:22:21: Also mit einer großen Einatmung erleben Menschen häufig viel Platz im Hals und merken dann, aha ich muss also gar nicht einsaugen.
00:22:32: Ich kann auch mal langsam Luft einfließen lassen.
00:22:35: Mein Kehlkopf bleibt entspannt und dann fängt an meine Luftröhre etwas nach unten zu ziehen und mein Zwergball unterstützt quasi diese Bewegungen und dresht alles und mein Brustkorb geht in die Weite.
00:22:51: Bei manchen Menschen geht das nach oben, wir versuchen wirklich in die Weite zu denken.
00:22:54: Und dann gehe ich wirklich mit den Händen auch an den Brustkorb und lass mal erspüren wie ist es eigentlich?
00:23:01: Du bist seitlich!
00:23:04: Genau, ich bin seitlich und versuch da einen oberen Rippen mich lass auch die unteren Rip danach mal spüren und es passiert aber alles step by step.
00:23:12: also wirklich ein bewusstes Taktil ist mal wahrnehmen was passiert im Körper.
00:23:17: Meine Knie sind nicht ganz durchgestreckt, natürlich.
00:23:19: Ich versuche
00:23:20: da so ein bisschen lockerheitere zu lassen.
00:23:22: Manchmal nehmen wir auch einen Backelkissen dazu um ein bisschen mehr Flexibilität im Becken zu schaffen und auch da merken Menschen ganz häufig direkt, ah okay mein Stimme klingt irgendwie ein bisschen dynamischer, bisschen voller, bisschen lockerer.
00:23:36: Genau das sind Übungen ich wahnsinnig gerne mache.
00:23:39: Ja toll!
00:23:40: Und ja und ich muss es gar nicht mit Druck machen sondern da ist eine totale Lautstärke
00:23:47: wenn ich so bewusst werde.
00:23:49: Das ist auch meine Erfahrung, ich arbeite ja mit sehr viel Künstlerinnen und Künstlern und Leuten die eine wirkliche Vorbildung haben mit Stimmtraining und dann arbeite ich aber auch mit Menschen wie du sie jetzt aufgezählt hast – mit Lehrerinnen und Ärztinnen und Professoren.
00:24:04: Und ich merke immer das Wichtigste an dieser Arbeit ist dieses Bewusstsein zu schaffen, dass Menschen lernen zu spüren wie der Atem fließt, dieses Gefühl des einfallenden Atems und hinausströmende Atems ein bisschen wegzukommen von dem Gedanken ich muss ein- und ausatmen weil es dann oft wieder eng macht wenn man sich das vorstellen und mehr dieses Fließen lassen des Atems.
00:24:30: Und dass eigentlich der größte Effekt ist dies bewusst machen ja und nicht das Ausgleichen wollen von fehlenden drei oder vier Jahren Schauspielschule wo ich wirklich mehrfach die Woche Zeit habe, mich ganzheitlich mit meinem Körper und meiner Stimme zu beschäftigen.
00:24:45: Sondern ja oft in kurzen Sessions ... wie viel hast du?
00:24:49: Fünf Stunden, zehn Stunden wahrscheinlich so wie ich auch.
00:24:51: Zehn-zwanzig Stunden ist schon viel wenn ich mit jemandem arbeite.
00:24:53: das heißt Ich muss in kürzester Zeit eigentlich schaffen dass Menschen ein Bewusstsein entwickeln für ihren Atem Für ihre Haltung Für den Stimmsitz was Du vorhin schon erwähnt hast.
00:25:07: diese untere dieser untere Bereich, das untere Drittel der Sprechstimme in dem wir möglichst effektiv sprechen können mit wenig Anstrengung, Indifferenzlage.
00:25:19: Ich versuche dass Menschen spüren wo überall im Körper sie noch locker lassen können, dass mehr Stimmklang kommt und dann auch Ein Gefühl für die Resonanzräume zu entwickeln.
00:25:32: Dass meine Stimme ja nicht nur hier unten so gesättigt im Brustkorb sitzen kann, sondern auch ein bisschen heller sein kann, ein bisschen durch das ganze Gesicht, durch die Knochen gehen können... Da leg ich sehr viel Fokus drauf.
00:25:45: Das ist ja auch was ich jetzt beschrieben habe.
00:25:47: Ist ja Linklater in der Abfolger auch.
00:25:51: Einfach dieses Bewusstsein für die Stimme und den ganzen Körper zu schaffen, um das dann im Alltag immer wieder auch abrufen und sich damit connecten zu können.
00:26:03: Bei uns kommen relativ viele Leute nicht aus Deutschland für unser Patient.
00:26:09: Es ist ein ganz wichtiger Bereich den ich verstanden habe es so effektiv wie möglich diese eine Stunde zu gestalten.
00:26:17: Teilweise habe ich eine Stunde Zeit was eigentlich nicht viel ist.
00:26:21: Ich
00:26:23: merke aber je konzentrierter ich darauf bin, was kann ich eigentlich beibringen?
00:26:26: und vor allem wie können die das eben selber spüren?
00:26:29: Weil am Ende gebe ich eigentlich nur eine Inspiration dafür, was sie dann zu Hause üben können natürlich.
00:26:38: Je effektiver ich mich darauf konzentriere oder je koncentrierter er ist, was Sie machen können, desto besser funktioniert es.
00:26:46: Und das ist so ein bisschen der Unterschied glaube ich zur Praxis Weil da hat man ein Rezept von zehn bis elf Einheiten in der Regel total schön und dadurch kann man natürlich auch ganz viel bewirken.
00:27:02: Wenn Leute eben nur für eine Stunde kommen, dann muss ich da einfach anders rangehen.
00:27:07: Heißt aber nicht dass die das sie nichts mitnehmen?
00:27:10: Also das ist eben... Ich habe ja schon oft erlebt, dass auch danach schon viel verstanden wurde.
00:27:16: Auf jeden Fall!
00:27:18: Das ist unsere Aufgabe als Coaches oder als Therapeutinnen, dass die Menschen das selber spüren.
00:27:24: Es bringt nichts Theorie zu erzählen, manchmal erzähle ich ein bisschen Theorie aber einfach um das man kurz durchatmen kann irgendwie so.
00:27:32: Aber eigentlich geht es darum selber zu erfahren und selber zu spüren.
00:27:37: wie fühlt sich meine Stimme an wenn sie freier ist?
00:27:40: Vielleicht noch nicht, wenn sie frei ist.
00:27:41: Aber freier als vorher.
00:27:43: Und wie fühlt sich meine Stimme an?
00:27:44: Wenn ich ein bisschen loslassen kann beim Sprechen und was zurückhalten muss... Ja!
00:27:50: ...und wenn ich den Atem fließen lasse.
00:27:52: Ich finde auch, dass mit dem Atem das A und O festhalten, wenn jemand festhält, den Bauch festhält und den Atmen nicht fließen lässt.
00:28:04: Spüre ich das bei meinem Gegenüber?
00:28:06: Ich spüre es auch als Publikum im Theater?
00:28:10: Und sie kann mich nicht so erreichen und dieses Loslassen zu üben.
00:28:14: Deswegen ist bei Linklater das Zentrum der Arbeit, der Seufzer der Erleichterung.
00:28:21: Ja, und ich glaube...
00:28:22: ...durchatmen.
00:28:23: Also aufatmen!
00:28:25: Die Frage ist ja auch immer so ein bisschen, was ich anfangs auch schon meine wollen rühren Dinge.
00:28:30: Wenn ich dann mit einer Person arbeite, die sagt, ahja, ich merke mein Zwergfeld ist die ganze Zeit angespannt und den Bauchdeck ist ständig angespannt?
00:28:36: Aber das liegt daran dass mein Chef die ganze zeit auf dem Flur hin und her läuft und nicht die Schritte höre.
00:28:42: Und in dem Moment merke ich Anspannung.
00:28:45: Bereiche, in denen wir überlegen was davon ist eine Dilemma Situation.
00:28:49: Weil sie diese Anspannung einfach immer mit der Person spüren wird.
00:28:53: oder kann ich vielleicht zwischendurch mal ganz bewusst ausatmen und wieder verstehen okay Ich bin safe, so ich kann einfach normal weiter atmen.
00:29:07: Aber ich hatte tatsächlich auch schon die Fälle dass Leuten das auch durch die Therapie erst so bewusst geworden ist Dass das eigentlich Momente sind indem Sie das empfinden und die dann auch mal ins Gespräch gegangen sind mit ihrem Chef.
00:29:20: Und dann mal überlegt haben, muss das denn sein dieser Kontrollgang oder?
00:29:24: Und dann so ganz offen auch erzählt haben ich merke, ich bin da ein bisschen angespannt.
00:29:27: Ja!
00:29:27: Das finde ich natürlich... Also es ist.. Ich glaube das Wannsteim am Job finde ich einfach dass sich wahnsinnig viel in in Welten reingehen kann also in Leben anderer Menschen auch mal oder verstehen kann was is eigentlich deren Alltag?
00:29:39: Es sind wahnsinnige unterschiedliche Jobs verschiedene Herkunftsländer, aus denen die Leute kommen.
00:29:49: Ich arbeite sehr viel mit Transfrauen zusammen, transminieren Personen.
00:29:54: Ich muss ganz kurz was sagen.
00:29:55: wir müssen darüber gleich sprechen.
00:29:56: ich muss einmal kurz etwas noch einhaken weil das so gut war was du gesagt hast dass der Mensch dann plötzlich mit dem Chef spricht und sich dann was verändert.
00:30:03: ne?
00:30:04: Ich finde bei der Arbeit an der Stimme das finde ich den Hammer daran dass es soviel Auswirkungen hat auf mein Leben.
00:30:12: wenn ich damit anfange ist eine so tiefe Transformation möglich und hat so einen starken therapeutischen Aspekt oder Auswirkungen.
00:30:26: Wenn ich anfange, mich mit meiner Stimme zu beschäftigen, anfange zu spüren wie ich klinge oder wie ich Klingen möchte oder warum ich klinke, wenn ich anfinge zu atmen und wirklich dadurch ja auch im Moment anzukommen es ist sowas Großes
00:30:45: Wahnsinn.
00:30:46: Also ich hatte ja vor so einem kleinen Versprecher von Stimmung und Stimmung, aber eigentlich so wahr!
00:30:52: Das ist auch das Erste was man in der Stimmentherapie sozusagen beigebracht bekommt im Studium oder Ausbildung.
00:30:59: Stimme und Stimmungen sind meistens eins.
00:31:03: Du hörst
00:31:03: das an der Stimme?
00:31:04: Du hörste
00:31:04: es total, ob mich jemand anlächelt oder ob jemand gerade niedergeschlagen ist.
00:31:09: Absolut!
00:31:11: Das ist ein ganz wichtiger Aspekt und ich finde einfach auch Stimme zurückgeben zu können.
00:31:16: Das ist ja so ein riesiger Punkt.
00:31:24: Was meinst du damit, Stimme zu zurückgehen?
00:31:26: Ja, ich finde auch wenn das operativ zum Beispiel gemacht wird bei jetzt im Miwok
00:31:32: z.B.,
00:31:33: dass es einfach... Wenn
00:31:35: jemand seine Stimme wiederbekommt?
00:31:36: Wiederbekommt!
00:31:37: Was für ein Geschenk.
00:31:37: wie schön, das begleiten zu dürfen.
00:31:40: Das ist einfach ein mega cooler Bereich, dass du weißt okay die Person kann einfach wieder am Alltag teilnehmen und das gibt's in der Logopädie ja in verschiedensten Bereichen.
00:31:50: Es gibt eben auch mit Sprache, dass einfach Worte wieder sortiert werden und Kopf nahm Starkanfall.
00:31:56: Das sind einfach sehr dankbar, also sehr wertschützend.
00:32:01: Einfach ein schöner Bereich.
00:32:04: Absolut!
00:32:05: Jetzt wolltest du erzählen von den Transfrauen?
00:32:08: Mit denen ihr arbeitet, das ist ja so spannend.
00:32:11: Ich hatte schon zu Gast Markus Hess hier der die ganzen Operationen macht.
00:32:16: ich hatte auch Jale Papila zu Gast.
00:32:17: Das sind zwei Folgen die ihr unbedingt hören müsst wenn ihr diese Folge interessant findet.
00:32:21: Ist es noch eine Vertiefung in diesen Themen und in den Bereichen?
00:32:27: Was ist da dein Part?
00:32:28: Genau also mein Part ist im Endeffekt Transseminierende Personen kommen zu uns dann haben wir an einem Nese zusammen, ich versuche erst mal rauszufinden wie die Transition auch genau ist.
00:32:42: Ob es da irgendwelche Bereiche gibt, die ich beachten muss und ja dann ist das auch sehr unterschiedlich aus welchen Ländern die Personen kommen, wie supportive ist sozusagen überhaupt die Regierung dem Ganzen gegenüber?
00:32:56: oder ist es was bei dem sich auch wirklich verfolgt fühlen?
00:33:00: Das ist auch ein wichtiger Aspekt.
00:33:05: Und dann sprechen wir viel darüber, was die erwartet und bei uns werden Glutoplastiken gemacht.
00:33:14: Das ist sozusagen eine Stimmlippenoperation um Hörer zu klingen.
00:33:20: Dann wird auch darüber gesprochen dass sie wirklich danach, also die haben ein zweifelige Stimmruhe dürfen in der Zeit nicht husten, nicht häuspern, nicht niesen.
00:33:29: das sind schon Genau.
00:33:33: Alle schaffen das, ich bring dann so Alternativtechniken bei und... Dann baut sich das meistens auch ein bisschen ab, auch dieser Räusperzwang, den manche Menschen haben.
00:33:43: Ja.
00:33:43: Und dann testen wir auch deren Stimmlage und schauen mal in welchem Frequenzbereich die Person überhaupt spricht?
00:33:52: Wir machen eine Kameraaufnahme zu sehen was ist der vorhernache Effekt für die Person?
00:33:56: vor allem?
00:33:59: Ich klär eben darüber auf, was sie so erwartet.
00:34:02: Und großer Punkt ist das die nach dieser Stimmfreigabe in jedem Fall erstmal wahnsinnig heiser klingen werden.
00:34:09: Das ist ganz normal weil es auch ein Wundheilungsprozess
00:34:12: ist.
00:34:14: D.h.,
00:34:15: der erste Teil unserer Zusammenarbeit ist auf jeden Fall get rid of the hosiness und versuchen wirklich diese Heiserkeit zu reduzieren.
00:34:24: Denn ein zweiter Part ist, dass wir auch Resonanzarbeit machen und mal schauen wie kann ich eigentlich eine Höhe gehen ohne meinen Kekopf immer so nach oben zu ziehen.
00:34:34: Und dann einer meiner absoluten Lieblingsbereiche weil das eben natürlich sehr nahe ist an dem was sich auch sonst zu mache es Prosody die Modulation.
00:34:42: Wie kann ich
00:34:44: ja
00:34:44: Was macht den Charme der weiblichen Stimme aus?
00:34:47: Dann gehe ich ins Kopfregister, man geht ins Brustregister.
00:34:49: Ich will alles was du vor erwähnt hast.
00:34:51: also diesen Wechsel zu schaffen
00:34:53: Das ist typisch weiblich, oder?
00:34:55: Dass wir
00:34:56: mehr Melodie haben.
00:34:57: Auf jeden Fall dass wir eine Weichheit haben in der Stimme, dass wir nicht so abgehackt sprechen das wir vor allem nicht nur in einer Bruststimme sprechen und monotonen sondern eben diesen Wechsel haben und dass ich jetzt auch als Frau mit eher tieferer Stimme spreche wie Sprecher und dass es authentisch ist wenn wir
00:35:14: eine
00:35:14: Brust Stimme haben Und manchmal gehe ich aber nach oben.
00:35:18: Und dass
00:35:18: dieser Wechsel zwischen hoch und runter, das das so zu sagen... Dass es trainiert wird.
00:35:24: ...dass wir uns mal anschauen was sind die Regeln in der deutschen Sprache zum Beispiel oder im Englischen?
00:35:30: Wann gehen wir hoch wann gehen wir runter?
00:35:32: Was ist so die Dynamik?
00:35:33: Wir können ein bisschen mit Schnelligkeit spielen.
00:35:35: man atme ich.
00:35:38: Es finde ich einen super
00:35:39: coolen Bereich.
00:35:41: Ein
00:35:43: bisschen Schauspieltraining.
00:35:44: Und ich frage dann noch vorab auch immer, was vielleicht Lieblingstexte sind.
00:35:50: Wir können damit spielen arbeiten und mit tollen Texten arbeiten Dialog draus machen oder so.
00:35:58: Also es macht auf jeden Fall sehr, sehr viel Spaß.
00:36:00: Fragst
00:36:00: du manchmal noch Stimmvorbildern auch?
00:36:02: Ja, aber anders fangen wir
00:36:03: mal aus.
00:36:04: Ich frag's, möchtest du klingen wie... keine Ahnung.
00:36:05: Auf
00:36:06: jeden Fall!
00:36:07: Auch um zu verstehen, wie weiblich soll die Stimme klingen.
00:36:10: Soll das eher im anderen grünen Bereich sein, soll das sehr weiblig sein.
00:36:15: Genau.
00:36:16: Das ist quasi der Hintergrund.
00:36:18: und dann gehen sie in die Endoskopie bei unserer Phoniaterin häufig schon am nächsten Tag operiert, genau.
00:36:29: Manchmal aber auch erst später, je nachdem was sie wollen manchmal gar nicht.
00:36:34: und dann fängt nach zwei Wochen gibt es quasi die Stimmenfreigabe, die kommen doch noch mal zu uns und dann beginnt unsere Arbeit an und das ist ganz häufig online weil die eben nicht aus Deutschland sind.
00:36:44: und das funktioniert aber finde ich wunderbar.
00:36:47: Das funktioniert richtig gut, oder?
00:36:49: Ich
00:36:50: hab angefangen online zu arbeiten bei Corona und war natürlich eher skeptisch.
00:36:54: Und dann habe ich gemerkt okay, ich sehe eigentlich fast noch mehr weil ich ja näher dran bin durch die Kamera als wenn ich mit jemandem face-to-face in einem Raum bin.
00:37:02: Und das fand ich auch wirklich einen großen Schritt für Therapie allgemein dass wir alle verstanden haben aha!
00:37:10: Wir müssen jetzt irgendwie ausweichen, wir müssen jetzt online arbeiten und es klappt ja eigentlich sehr gut.
00:37:15: Also, genau.
00:37:16: Das ist absolut cool!
00:37:18: Ja, absolut sehr interessant.
00:37:23: Wir haben vorhin gesprochen schon über andere Stimmstörungen und da möchte ich gerne noch ein bisschen eintauchen weil es so interessant ist jetzt jemanden so vom Fach hier sitzen zu haben.
00:37:35: Es gibt die Globus-Stimmstörung das Globusgefühl.
00:37:39: Genau Was ist das?
00:37:41: Das Globus-Gefühl ist im Endeffekt ein Fremdkörpergefühl im Hals, bei dem Personen das Gefühl haben sie ja immer wie so einen Frosch im Halt oder ein wahnsinniges Spannungsgefühl.
00:37:53: Ohne dass da was ist?
00:37:54: Genau ohne dass man nachweisen kann, dass der jetzt super viel Sekret auf den Schleim, auf den Stimmlippen ist oder sowas.
00:38:01: Also das heißt er isst nachweislich erstmal nichts und Und da ist auf jeden Fall viel therapeutische Arbeit.
00:38:10: Woher kommt das?
00:38:13: Da gibt es alle möglichen Gründe, warum das so sein kann manchmal.
00:38:18: Ist das, wenn jemand als Kind gewürgt wurde oder fest angefasst wurde am Hals oder sowas
00:38:23: auch?
00:38:26: manchmal posttraumatische Belastungsstelle, dass irgendwas mal passiert oder so ein Mikrotrauma das in irgendeiner Form noch einmal rauskommt.
00:38:34: Das ist auf jeden Fall einen Punkt den ich immer abfrage.
00:38:37: Es kann mal mit einem Gefühl des Ertrinkens zusammen und ein Gefühl des Erstickens erwürgen
00:38:41: etc.,
00:38:42: das kann ein Teil sein.
00:38:44: es gibt aber genauso die Möglichkeit.
00:38:49: Ja, es gibt einfach wahnsinnig viele so multifaktoriell.
00:38:53: Ich habe einen Job, ich habe eine Mutter die ich pflegen muss und ich habe ein Mann und drei Kids zu Hause und hab eigentlich gar keine Zeit zu atmen.
00:39:02: und vielleicht ist da auch eine gewisse Wut manchmal in diesem ganzen Pensum, den ich aber ja gar nicht äußern kann weil eine andere Person ist eigentlich die Leidende zum Beispiel und der ist dann gar keinen.
00:39:12: man sagt ja auch ich habe einen dicken Heiß oder Meine Chefin, meinen Chef anschreien.
00:39:18: Ich kann aber gar nicht aufgrund dieser Hierarchie.
00:39:22: Ein Ohnmachtsgefühl?
00:39:23: Ein Kontrollverlust, ein Ohnwachsgefühl!
00:39:27: Und da sind jetzt sehr drastische Beispiele, aber das ist auf jeden Fall was ich häufig erlebe.
00:39:32: Es gibt alle möglichen anderen Gründe – es kann auch mal sein dass jemand extrem viel ins Gym geht und
00:39:38: einfach super stark
00:39:39: hebt und
00:39:41: dann sich das verspannt bis zum Hals.
00:39:43: Genau, immer alles verengt.
00:39:45: Ja interessant!
00:39:47: Das gibt's auf jeden fall auch, aber ein großer Punkt ist glaube nicht so viel Raum
00:39:53: gerade
00:39:53: um
00:39:54: sich zu äußern
00:39:55: in irgendeiner
00:39:56: Form.
00:39:56: Und wie wird das dann therapiert?
00:39:58: Weil dann so jemand muss doch eigentlich in eine Psychotherapie und nicht in eine Stimmklinik, oder?
00:40:03: Ja also das ist manchmal begleitend.
00:40:06: natürlich dass sie dann auch psychotherapeutisch begleitet werden wenn die Themen zu gravieren sind.
00:40:12: ja genau empfehle ich das natürlich auch.
00:40:14: aber im gesamten ändert sich manchmal schon ganz viel auch mit mit einer ganz ausführlichen Anamnese, bei der wir eben verstehen, woher kommt das.
00:40:26: Leute auch in dem Moment selber häufig checken, in was für eine Situation sie gerade
00:40:30: sind.
00:40:30: Das heißt die Anamnisse und das Aussprechen dessen, was Sie bei sich beobachten oder wissen ist schon Teil des Heilungsprozesses?
00:40:36: Genau!
00:40:37: Und die meisten wissen eigentlich, wo her das kommt und wollten sich das vielleicht bisher noch gar nicht
00:40:42: so
00:40:43: eingestehen oder es war ein bisschen unangenehm genau... und dann arbeite ich vor allem an den Muskeln Ich arbeite manuell.
00:40:52: Und
00:40:52: fasst die Menschen an?
00:40:53: Richtig,
00:40:54: genau!
00:40:55: Das ist eine starke Mischform aus Osteopathie und Physiotherapie.
00:41:02: Ein Bereich, den ich einfach sehr gerne mag, weil man da viel verändern kann.
00:41:08: Es ist auch nicht so selten dass viele Emotionen hochkommen.
00:41:12: Weil
00:41:12: das in dem Moment ja ein Bereich ist, in dem wir eben viel festhalten... Und wenn der dann einmal so gelockert ist, das ist schon was, was manchmal loslöst.
00:41:21: Wenn du damit anfängst, wo du um mein Laubniss bittest?
00:41:24: Auf jeden
00:41:24: Fall.
00:41:26: Ganz wichtig!
00:41:27: Erklärst du oft wie sagst du ich werde jetzt ihren Kehlkopf bewegen oder die Muskeln hier rechts und links.
00:41:34: Es ist
00:41:34: ein spezieller Part davon dass auch der Grund warum mich natürlich Frage gab es da Negativ-Erfahrungen.
00:41:42: Ich fasse niemanden einfach so an Halt.
00:41:43: Ich frage ganz bewusst, ich frage auch beim zweiten und dritten Mal ist das okay heute?
00:41:49: Und ich sage auch jedes Mal dazu, das wird ein bisschen unangenehm.
00:41:52: Das soll aber nicht total weh tun und wenn es das tut sofort Bescheid sagen bitte.
00:41:59: Ja dann schaue ich so zu sagen, genau aus der Partie guckt man ja auch wie durchlässig ist so ein Körper, merke ich da irgendwo Blockaden.
00:42:07: Die Form, die ich oder auch meine Kolleginnen machen ist nicht ganz sanft.
00:42:12: Also es gibt ja Osparti und Ospartit.
00:42:14: Ich gehe schon auch tief in den Muskeln rein zu bewegen und zu stretchen unterhalb des Zungenbeins viel.
00:42:21: Ich geh auch an den Mundboden.
00:42:22: Ich dehne da sozusagen alles mal auf.
00:42:25: Manchmal auch CMD-Behandlung, dass ich immer schaue.
00:42:27: Das ist mit dem Kiefer genau wird da viel festgehalten
00:42:31: sehr gut.
00:42:31: Und dann gehe ich auch so richtig ans Zferch fäll.
00:42:33: Wo, sehr gut!
00:42:35: Ich gehe
00:42:35: richtig rein und guck mal...
00:42:42: An die
00:42:42: Rippen Guck mal, ob ich da ein Taxilene Reiz
00:42:45: dienen kann.
00:42:46: So einen
00:42:47: großen Ein- aber auch mal großausatmen.
00:42:50: Ganz wichtiger Punkt bei Asthmatikern ist ja oft das Thema des Ausatmens.
00:42:54: Richtig!
00:42:55: Ja sehr interessant.
00:42:56: und lässt du dabei wenn du jetzt so was hier zum Beispiel massierst am Hals?
00:43:03: Lest du Menschen dann auch etwas aussprechen eine Affirmation oder irgendwas was ihnen dann eingefallen.
00:43:10: Ich lasse los, dass ich als Kind das und das erlebt habe.
00:43:12: Also machst du sowas auch?
00:43:14: Das mache ich eher tendenziell selten.
00:43:17: Ich hab schon mal bewusste Meditationsformen, die ich immer anleite zum Beispiel wenn Leute sich das wünschen und sagen, ich merke, ich brauche mir diese paar Minuten in meinem Alltag um da reinzukommen.
00:43:29: Ich habe das aber noch nie gemacht.
00:43:31: Dann mach' ich das sehr gerne.
00:43:35: Affirmation eher tendenziell selten und während ich im Hals bin es auch schwierig dann zu sprechen.
00:43:40: Aber so am Brustkorb ist es schon, wenn wir eine größere Atmung erzielen, dass wir auf jeden Fall in die Töne gehen und mal schauen, okay, so fühlt das sich an.
00:43:54: Ähnliches wie vorhin, wenn ich eben Unterstützung von unten habe, wenn Ich Unterstützung von meinem Atem habe Und
00:44:01: siehst du dann bei den Leuten, wie es in ihnen arbeitet und wie Sie nachdenken?
00:44:05: Ja.
00:44:06: Schon oder?
00:44:07: Ganz großer Punkt auf jeden Fall!
00:44:10: Oder ich weiß das von mir wenn.
00:44:11: ich habe viel Physiotherapie in letzter Zeit gehabt und ich sage immer meiner Therapeuten Ich arbeite mit alles was Du anfasst gehe ich innerlich mit auch und schicke auch eine Entspannung Mit meinen Gedanken dahin zum Beispiel
00:44:25: Auf jeden fall.
00:44:26: also dass ist ja und es wird natürlich auch ganz viel losgetreten.
00:44:30: Das erste Mal darüber sprechen, das ist eigentlich gerade... und das mache ich gerade aber ich ziehe das halt durch weil es gehört sich so.
00:44:38: Ich schaffe da schon.
00:44:40: Da merken die natürlich häufig auch so.
00:44:41: ja, ich bin grad an einem Punkt an dem mein Körper vielleicht einfach ein bisschen langsamer wird.
00:44:46: also ich kann dieses Pinsum nicht die ganze Zeit halten.
00:44:48: So ist das!
00:44:50: Ich muss jetzt mal kurz was sagen zu meinem Podcast.
00:44:52: Mein Podcast heißt ja Natürlich-Sprechen Und ich möchte genau..das ist mein Fokus.
00:44:57: Das ist so schön dass du das grade sagst.
00:44:59: Wenn es um das Thema Stimme geht, müssen wir über Dinge sprechen.
00:45:05: die uns persönlich bewegen oder dann auch für unsere Rolle, die unsere Rolle bewegt und gucken was das mit unserer Stimme macht.
00:45:11: Und das ist, was du erlebst.
00:45:12: Das muss dich einmal kurz sehen!
00:45:15: Deswegen heißt mein Podcast so, dass das Ziel von meinem Podcast das Thema Stimme von allen Richtungen zu beleuchten und zu sehen wie wichtig das ist.
00:45:25: Dass wir über Dinge sprechen wenn wir eine freie Stimme haben wollen Und das ist halt nicht nur für die Bühne wichtig, sondern auch für unseren Alltag.
00:45:33: Dass wir nicht ein Globus-Gefühl haben zum Beispiel oder einen Räuß was zwangen oder was auch immer.
00:45:40: Ja und auch Emotionen mal zulassen.
00:45:43: Also
00:45:43: ich sage auch wenn da gleich Training kommt dann einfach mal rauslassen.
00:45:46: Das ist nicht schlimm.
00:45:46: also einfach mal akzeptieren dass der Emotion sind
00:45:51: so wichtig
00:45:53: ja und Ich glaube so in allem was was da so passiert für mich einfach das Spannende zu sehen, was entwickelt sich bei der Person?
00:46:02: Was entwickelt sich bein einer Frau, die gewohnt ist.
00:46:04: Auch natürlich Männer,
00:46:06: die erwohnt
00:46:07: sind eigentlich kein Raum einzunehmen oder mal eine Stümmel zu haben gehört zu werden und dazu stehen, was passiert eigentlich beim Menschen wenn sie das Gefühl haben?
00:46:16: ich habe das zum allerersten Mal mit meinem Boss gesprochen und meinem Chef gesprochen und mal gesagt es sparen mich total an wenn du da mal vorbei marschierst.
00:46:24: Was entwickelt sich daraus?
00:46:26: Das sind so viele.
00:46:27: Es ist wie ein Zahnrad, bei dem man ein kleines Ding verändert und plötzlich kommt was ins Rollen.
00:46:36: So ist
00:46:37: das!
00:46:37: Ja, das finde ich schon spannend...
00:46:41: Ich muss dich mal was fragen sagen.
00:46:43: Du bist ja eine junge Frau.
00:46:45: Im Gegensatz zu mir, sagen wir mal so du bist Anfang dreißig?
00:46:48: Wie ist das für dich mit diesen ganzen Themen konfrontiert zu sein?
00:46:51: wie verarbeitest du das oder ist das overwhelming?
00:46:54: und da bist du so distanziert?
00:46:55: hast du eine natürliche Distanz vom Leben mitbekommen oder hast du das bewusst gelernt?
00:47:01: Also tatsächlich hatte ich in meinem Leben wahnsinnig viel Psychologie, Psychiatrie, Klinische, Psychologie etc.
00:47:08: eigentlich schon im Abi und hab das einfach schon immer wahnsinniger gemacht.
00:47:13: Ich habe viele Fortbildungen an dem Bereich gemacht.
00:47:17: Ja also ich glaube dass ich therapeutisch einfach schon... Und das hat mich schon immer auch am meisten oder mitunter am meisten interessiert in meiner Arbeit den therapeutischen Aspekt in dazu haben.
00:47:30: Wenn etwas ganz, ganz gravierend wäre dann würde ich auch natürlich im Team darüber sprechen oder die anderen Fragen und da mal Hilfe holen.
00:47:43: Meine Patentante ist Tiefempsychologe.
00:47:45: Die ist auch immer guter Rat.
00:47:47: Ja ja ja genau also da frage ich dann auch mal nach wenn das so ganz gravieren ist Und fragt sie auch nach guten Adressen.
00:47:57: Du bist dir sehr bewusst über deine Psycho-Higiene?
00:48:00: Auf
00:48:00: jeden Fall, auf jeden Fall und das ist auch ein Bereich den ich eben schön finde und auch gerne gemacht habe.
00:48:07: Ich hab früher mit traumatisierten Kindern im Kindergarten gearbeitet und hab die sozusagen versucht auf deutsches Muttersprachlern den Wurz zu bringen bevor sie in die Schule kommen und da waren auch Heavy Stories.
00:48:20: auf jeden fall lernt man irgendwann, okay kann ich super visionsmäßig mit jemandem darüber sprechen.
00:48:26: Ich habe da irgendwie eine Person die mich ein bisschen begleitet.
00:48:30: Ja aber doch ist es eher etwas was ich schön finde begleiten zu dürfen.
00:48:36: Toll!
00:48:37: Ich habe eine Frage
00:48:39: noch.
00:48:40: Du hast vorhin mal erwähnt Reusbadzwang und es gibt ja
00:48:44: diese Menschen,
00:48:47: die denen das bei sich glaube ich nicht auffällt.
00:48:49: aber wo ist?
00:48:50: natürlich mir total auffällt dass sie sich ständig reusband ständig während zwischendurch.
00:48:58: Was ist das?
00:48:58: Wo kommt es her und wie wird man das los?
00:49:01: Kannst du das so pauschal sagen.
00:49:02: Tolle Frage, Eva!
00:49:09: Reuspartzwang ist etwas was auch wieder aus verschiedensten Aspekten oder aus verschiedenen Gründen passieren kann.
00:49:14: Häufig ist es so wir haben das Gefühl wollen reden oder haben das irgendwie so angelernet Wir haben uns das einfach angewöhnt, dass wir dann davor einmal kurz reuspern.
00:49:23: Ein anderer Punkt ist ich hatte vielleicht mal Corona und habe dann aufgrund von einer Covid-Infektion irgendwann ständig geräuspert oder Erkältung oder so.
00:49:31: Und was passiert ist eigentlich ein tolles Kreis?
00:49:35: Weil meine Stimmlippen klatschen mit so einer wahnsinnigen Wucht gegeneinander, dass meine Schleimhäute das Gefühl haben, aha!
00:49:44: Ich muss nachölen.
00:49:45: Also das heißt, meine Schleiheute sind ja dafür da... dass sie das ganze feucht halten.
00:49:51: Die haben dann das Gefühl, ich muss nachölen und sogar regnen beim Gehirn.
00:49:54: Aha!
00:49:54: Du musst ein bisschen mehr Power geben.
00:49:56: Und
00:49:57: d.h.,
00:49:57: mehr Schleim wird produziert...
00:49:59: Wirklich?
00:49:59: ...und der Teufelskreis geht los weil Personen wirklich ständig reuspern
00:50:02: können.
00:50:03: Richtig.
00:50:04: Und was machen wir jetzt bei Personen die überhaupt nicht reusparen dürfen?
00:50:07: Weil z.B.
00:50:08: in
00:50:09: einer
00:50:09: OP ist ganz genau eine Naht reisen könnte?
00:50:14: Da ist es so, dass ich ein ... wir nennen das Hissing.
00:50:17: Das heißt, ein ganz starkes Ausatmen ohne Stimme.
00:50:20: Das ist nämlich wirklich nur Atem, das ist keine Stimmgebung.
00:50:24: Also einen... Genau!
00:50:28: Ein ganz starker Ausatmung oder mal ein ganz langes AusAtmen passiert und zwar so kurz vor Past-Out.
00:50:47: So lange bis man nicht mehr kann oder eine Drachenatmungen.
00:50:49: Ich sage immer, stellen Sie sich mal vor, Knoblauch gegessen und atmen jetzt ihren Erzweine.
00:50:56: Das ist wie die Staubsauger-Übung bei Linklater, wo man komplett alles ausatmet um dann einen großen Einatem zu provozieren?
00:51:19: Und
00:51:19: würde da aber was sein?
00:51:20: am Ende dieser Ausatmung wäre da irgendein Form von Secret, dann würde das in dem Moment ein leichtes Hüsteln geben dass aber nicht mehr mit so viel Kraft passiert
00:51:28: nämlich ein...
00:51:31: und so geht es auch weg.
00:51:32: und dann empfehle ich immer Also zu trinken und schlucken
00:51:35: lieber.
00:51:37: Und kriegen Leute das dann weg?
00:51:39: Absolut!
00:51:41: Das ist echt interessant.
00:51:42: Nur nur Flexing können wir total abbauen.
00:51:44: Der ist natürlich wichtig, weil die Hauptpunkte in unserem Kehlkopf sind erst mal uns zu schützen.
00:51:52: auf jeden Fall viel wichtiger als Stimmgebung ist erstmal Schutz.
00:51:57: Dass
00:51:57: keine Lebensmittel in die Luftröhre kommen.
00:51:59: Richtig!
00:52:00: Das ist die Primärfunktion?
00:52:02: Ja,
00:52:02: Aspiration.
00:52:04: Genau und das ist natürlich ein wichtiger Punkt, dass wir Territ Schreusmann können oder Husten können.
00:52:09: Aber das sollte eben nicht in Momenten passieren, in denen es nicht passieren sollte,
00:52:14: wo's
00:52:14: nicht notwendig ist.
00:52:16: Sehr interessant!
00:52:17: Jetzt lass uns noch mal sprechen über die Schauspielerinnen und Schausspielern und die Stimmenprofis.
00:52:22: Du hast das früher schon einmal angedeutet und ich möchte da nochmal einen Tauchen oder einen Deep Dive machen zum Thema unserer Freunde am Theater die irgendwann sagen, okay ich muss mich nicht mehr aufwärmen weil ich spiele so viel Theater meine Stimme ist fit und das geht alles wunderbar.
00:52:40: Und du hast vorhin die These aufgestellt dass solche Leute auch eigentlich Training bräuchten.
00:52:48: Also wenn ich mir jetzt zum Beispiel anschaue wie Freunde von mir im Theater ein sechs Stunden Stück spielen Unfassbar.
00:52:58: Und teilweise überhaupt
00:52:59: keine Themen haben,
00:53:01: wahnsinnig viel brüllen müssen.
00:53:04: Dann ist da so eine gewisse Faulheit, würde ich sagen.
00:53:08: Das sind einfach Personen die schon so lange und wahnsinn viele Stücke gespielt haben dass sie da überhaupt keinen Drang mehr sehen manchmal sich aufzuwärmen und da einfach ein bisschen faul werden, dann versuche ich dazu zu motivieren diese Übungen auch wieder aufzugreifen.
00:53:27: Und das ist glaube ich für alle Menschen die auf der Bühne stehen, ein ganz ganz wichtiger Aspekt.
00:53:31: einen Profisportler muss sich auch aufwärmen, obwohl er das schon tausendmal gemacht hat
00:53:35: dieses
00:53:36: neunzig Minuten Fußballspiel.
00:53:37: Für
00:53:38: jedem Spiel wird es aufgewärmt und wird ein Cooldown gemacht oder kälte Tonnen oder was auch immer gesetzt bei jedem Spiel.
00:53:48: Und das sind einfach so Punkte, bei denen wir motivieren können.
00:53:52: Ich glaube, Jale und ich hatten vor kurzem Vortrag darüber was eigentlich der Unterschied zwischen Schauspielerinnen- und Sängerinnern, die dann zu uns kommen.
00:54:02: Das war auch mal ganz interessant, untereinander drüber zu sprechen, was denn eigentlich deine Patienten sind?
00:54:07: Ein großer Punkt ist dass bei Schauspielen gibt es schon häufiger auch mal so das Thema Uedime.
00:54:15: Das sind ein bisschen Stimmlückenverdickungen Auch weil der Lebensstil vielleicht bedeutet, dass sie etwas zu viel rauchen.
00:54:22: Ist anders
00:54:23: als bei Sänger oder Musikildarstellerinnen?
00:54:26: Gerne mal das Gas-Rotwein trinken und... Das ist ein Unterschied!
00:54:31: Ich habe dich
00:54:31: beobachtet, ich arbeite ja mit sehr vielen Leuten aus der Musikerbranche und die sind so diszipliert.
00:54:38: Wir machen Vocal Rest bis Mittags um zwölf.
00:54:40: Die sehe ich keinen Alkohol trinken, die sehe ich eigentlich zum Großteil nicht rauchen Ja, sich schämen
00:54:49: gut.
00:54:49: Toxische Stoffe?
00:54:50: Und sobald ich in der Schauspielwelt bin... Ein Unterschied.
00:54:55: wie Tag
00:54:55: und Nacht gehört
00:54:56: das eigentlich dazu zum guten Spiel, dass es auch ein bisschen abusus ist.
00:55:02: Wie kann das sein?
00:55:03: Weil die Stimme ist die Stimmung.
00:55:04: Ja, auf jeden Fall.
00:55:05: Und das Spiel und das Einsteigen ist gleich!
00:55:09: Ich glaube im Schauspiel hat man natürlich auch so eine gewisse Aginess.
00:55:12: Es gibt manchmal so gewisse
00:55:13: Rollen... Aber wo führt sie mich hin?
00:55:15: Auf
00:55:15: jeden Fall.
00:55:16: also das ist natürlich etwas was ich denn auch versuche als Motivation mitzugeben um es mal auf Dauer sein zu lassen.
00:55:23: Aber es ist auch ein ganz anderer, interessanter Aspekt.
00:55:26: Ist uns auch aufgefallen und zwar der Punkt von... Es gibt manchmal auch gewisse Charakterstimmen die zum Beispiel so klingen wie sie klingen weil sie eben zum Beispiel rauchen oder so.
00:55:38: Und natürlich
00:55:39: aus gesundheitlicher Perspektive total schlimm.
00:55:42: Die werden dann operiert z.B bei uns und da ist auch so bisschen die Frage finde ich das okay?
00:55:49: Weil deine Charakterstimme, dieser wahnsinnig tiefen Stimme ist vielleicht auch genau das was dich in dem Moment so ein bisschen ausmacht.
00:55:57: Ich würde die These aufstellen wenn ich meinen Charakterklang haben will kann ich den doch auch herstellen über einen Stimmentraining und sage okay für den und den Effekt und ich möchte jetzt halt ein bisschen so klingen
00:56:09: oder
00:56:10: nicht?
00:56:10: Kann ich doch auch gesund
00:56:14: machen!
00:56:15: Genau, darauf wollte ich eigentlich
00:56:19: genau.
00:56:20: Ja, sag mal!
00:56:22: Wir müssen sprechen über diesen coolen Vortrag, den wir beim Hamburger Stimmsymposium dieses Jahr gehört haben – über Distortion.
00:56:30: Über Effekte, die grässlich klingen aber dich in Gesundheit herstellen.
00:56:35: So sag was du sagen willst.
00:56:37: Das ist im Endeffekt.
00:56:38: abschließend.
00:56:38: dazu können wir sagen das ist etwas was wir da natürlich besprechen.
00:56:43: Ich fand es nur interessant, das Wort mal zu sehen.
00:56:45: Aha!
00:56:46: Das ist vielleicht manchmal ein Thema.
00:56:48: Was wir natürlich hören wollen, nämlich eine gesunde Stimme, dass das nicht unbedingt das ist was die mit sich, weil jetzt einfach schon Partikaden manchmal auch haben und differen
00:56:56: Stimmen.
00:56:56: Und motiviert haben auch einen bestimmten Sound.
00:56:59: Genau,
00:56:59: das ist auch einfach so deren Character.
00:57:01: So Joe Cocker wäre das typische Beispiel?
00:57:03: ne?
00:57:03: Ganz genau.
00:57:04: So Rheifeisenstimme
00:57:05: oder sowas.
00:57:07: Wo, ja genau.
00:57:09: Was ich beobachtet habe zu dem Thema was mit Schauspielerinnen und Schauspilern ist dass die wenn sie nicht weiter an sich arbeiten und sich nicht aufwärmen Und du halt diese Offenheit die du brauchst halt nicht immer haben kannst auch im Job Dass man sich dann wie soll ich das nennen so Krücken baut oder halt Festigkeiten entwickelt, um bestimmte Sachen weiter hinzukriegen.
00:57:33: Also wie viele Leute haben einen festen Kiefer?
00:57:35: Weil sie dann irgendwann merken, okay diesen Klang den ich hier haben will in der Stimme, den stelle ich halt so her und wenn du dann halt nicht drauf guckst und von außen ein Feedback kriegst, dann verfestigt sich das.
00:57:48: Und bleibt dein Leben lang anstatt dass du zwischendurch immer mal sagst okay was passiert wenn ich loslasse?
00:57:53: kann ich denn auch eine starke Stimme haben?
00:57:56: jetzt höchst du meine Allergie durchsetzen aber egal kann nicht eine starcke Stimme habe ohne dass ich den Kiefer festhaben kann sondern kann ich loslassen und kräftig sein und deswegen muss man im Training bleiben.
00:58:08: Es macht auch... Ich glaube es macht auch etwas.
00:58:09: oder
00:58:10: weißt du was?
00:58:10: Ja
00:58:11: hundert Prozent.
00:58:11: und es macht mit dir dass du einfach ständig mal zu einem Voice-Coaching gehst, dass du mal Workshops mitmachst.
00:58:20: Du bleibst flexibel und ich glaube als Schauspieler musst du einfach wahnsinnig flexibel bleiben auch so in deinem... Du musst!
00:58:26: In deinem Kopfhalt
00:58:27: auf.
00:58:27: Genau, in deinm Lernen.
00:58:29: Also das ist eigentlich ja was total Schönes, dass ich mein Körper...
00:58:31: Und halt durchlässig bleiben.
00:58:33: Ganz genau.
00:58:34: Ich glaube
00:58:34: es ist die größte Herausforderung, die ich auch habe in den Gesprächen hier wenn ich mit Leuten aus der Musikgebranche spreche großen Leute spielen die auf der Bühne so aufmachen müssen, wollen können fürs Spiel und dann aber hinter den Kulissen ist alles so anstrengend es und sie dann auch sich schützen müssen.
00:58:52: Und dass du da mit deiner Stimme weich und weit bleibst in der Mentalität auch ist halt eine ganz ganz wichtige Aufgabe.
00:59:02: Es gibt eine Lieblingsübung die du mir mal gezeigt hast und zwar ist das ne Übung auch eine Linkleiterübung, bei der wir auf dem Boden gelegen haben und dann wirklich in der Mitte unseres
00:59:15: Körpers
00:59:16: so ein Verliebtheitsgefühl
00:59:18: gespürt
00:59:18: haben.
00:59:20: Das war nicht so süß!
00:59:22: Leite
00:59:22: ich den Säufzer der Erleichterung an, kleine Kribbeln auf Höhe von Solarplexus-Zwerchfell weil die Verknüpfungen sind verbunden miteinander.
00:59:31: unser Gefühlszentrum und unser Atemzentrum Ja.
00:59:35: Und das heißt, wenn ich ein positives Gefühl dort auslöse bei mir, dass der Seufzer löse auch gleich einen Atemimpuls aus?
00:59:44: Der echt ist!
00:59:45: Ja und damals hast du auch gesagt, du bist natürlich dann als Schauspieler einer Person sofort super vorbereitet weil Du ja schon so in so ner Emotion drin bist.
00:59:55: Das sind die ganz süße Übungen.
00:59:56: Habe ich gerade dran gedacht, dass es auch das sind die Übung.
00:59:58: Total,
00:59:58: das sind total übungen, die so wichtig sind.
01:00:01: Ich merke, wenn mich mit Profis arbeite mit denen kann ich ja abheben in der Arbeit, weil die sind natürlich so vorgebildet und haben so viel Fantasie.
01:00:09: Und soviel auch Gespür für den eigenen Körper dass es dann ganz schnell geht.
01:00:14: aber
01:00:16: das ist ein Paradox denkt man vorher.
01:00:18: man denkt okay dieser Mensch kann ja alles und dann mache ich diese Übungen Quantensprungen noch an Qualitätsverbesserung oder an Tiefe, die dazukommen kann.
01:00:28: Das ist sensationelles!
01:00:31: Auf jeden Fall und auch andersrum... Ich habe mal Gesangsunterricht genommen und ich meinte dreimal so Entschuldigung, du bist ja auch in dem Bereich Stimme und so.
01:00:38: Also ich hoffe, ich bring dir jetzt was Neues bei.
01:00:40: Und ich dachte immer nein, das ist genau das, was ich erlernen möchte.
01:00:44: Ist ja
01:00:44: deine
01:00:45: Art, das beizubringen und ich deine Art das mal und ich komme gar nicht aus dem Gesangen.
01:00:57: Also Leute, ihr müsst uns Feedback geben zu diesem Gespräch.
01:01:00: Ob euch das was bringt und was ihr mitnehmt und was Ihr dabei denkt und empfindet ist würde mich sehr interessieren.
01:01:07: Ich würde gerne noch zum Schluss eigentlich ein paar Tipps.
01:01:12: an unsere Zuhörerinnen.
01:01:13: Geben für mehr Stimmpower im Alltag, was sind so Tipps die du gerne
01:01:19: verteilst?
01:01:20: Was ich
01:01:20: so wahnsinnig gerne mag ist das einfach so Kaosum...
01:01:26: Wir haben es gemacht
01:01:27: vor der Aufnahme.
01:01:28: Das seht ihr jetzt nicht aber wir müssen am Anfang auch ein bisschen vorbereitet werden.
01:01:32: Ist ein Klassiker, finde ich aber trotzdem
01:01:34: einfach
01:01:34: wahnsinnig schön.
01:01:35: Ich sage immer, stellen Sie sich mal vor etwas Wahnsinnig Leckeres ist in Ihrem Mund.
01:01:41: Ihr Lieblingsessen.
01:01:42: und dann fangen sie an zu kauen mit der Bewegung oder auch mit Stimme.
01:01:46: Also einen ... Mit Kreisen und Lippenbewegungen.
01:02:01: Nicht so leicht mit dem Kreis?
01:02:04: Das gehört doch nicht.
01:02:05: um welche Lippengewirkung!
01:02:06: Was für die Kreise
01:02:09: ne?!
01:02:10: Rechts oben und links oben auch.
01:02:11: Wenn
01:02:11: man sich dann motorisch challenge'n möchte, dann machen wir das auch mal andersherum zu Nichtlieblingssehter.
01:02:15: Genau!
01:02:19: Gehst du auch durch unterschiedliche Tonhöhen durch?
01:02:21: Ein bisschen glissandermäßig?
01:02:22: Genau,
01:02:22: genau.
01:02:22: Und dann nehme ich die Sonne dazu.
01:02:24: Okay...
01:02:37: Ich glaube das Tolle daran ist dass wir eben danach merken, ah da ist nicht nur die Stimme sondern meine ganze mimische Muskulatur habe ich da immer durch
01:02:44: bewegt.
01:02:44: Ich atme sofort tiefer nach so einer Übung.
01:02:47: Das finde ich toll.
01:02:49: Sehr gut, und worauf kann man noch achten?
01:02:51: Was gibst du Leuten mit für Stimmenhygiene, was für Tipps?
01:02:56: Es gibt vieles, was man beachten kann.
01:02:57: Ich glaube ein großer Aspekt ist zum Beispiel in einem Wahnsinn-Glaut-Restaurant oder so.
01:03:02: Was
01:03:03: machen wir da?
01:03:04: Wir müssen nicht gegen Lärm schreien und wir können vielleicht in dem Moment einmal kurz merken... ...ich bin die
01:03:08: ganze Zeit gepresst und hoch!
01:03:10: Und kann ja eigentlich auch tief sprechen.
01:03:12: Ja.
01:03:12: Ich muss gar nicht so hoch und gepresse sprechen.
01:03:14: Die Person versteht mich trotzdem.
01:03:16: Also auch eigentlich ähnlich wie das, was ich vorhin gesagt habe.
01:03:18: Es ist ganz viel wahrnehmen.
01:03:20: wo spreche ich eigentlich und muss ich eigentlich so pressen oder gibt es auch andere Möglichkeiten das ein bisschen zu unterstützen?
01:03:28: Und also ich finde auch so ein bisschen blubbern zum Beispiel mit dem Schlauch weit oben an der Wasseroberfläche Das ist ja einer der Klassiker-Übungen auch, finde ich auch großartig.
01:03:39: Ich finde Liptrills toll bei denen wir mal ... Es sind eigentlich viele Übungen... Ich sage immer das Tolle am Beruf, es sind viele Übungen die man als Kind gemacht
01:03:47: hat
01:03:48: und die wir verlernt haben oder so oder abtrainiert.
01:03:52: Das finde ich super!
01:03:53: Also ich finde dieses vor sich hin ... quasi dieses Liptrill nach oben und nach unten auch irgendwie Sandro, mal richtig in die Kopfstimme und wieder runter.
01:04:02: Finde ich einfach toll.
01:04:03: Ja
01:04:03: stimmt.
01:04:04: Danach merke ich mir, okay ist alles ein bisschen freier.
01:04:07: Ja cool.
01:04:08: Cool!
01:04:08: Toll Sarah.
01:04:10: Ich habe immer eine Frage zum Schluss hier meine Gäste, die stelle ich dir auf.
01:04:13: Wofür möchtest du liebe Sarah deine Stimme erheben?
01:04:18: In dieser Welt?
01:04:19: Ähm... Ich glaube da das jetzt so wahnsinnig nah an meinem Beruf ist, ich merke schon dass ich beim Thema transfeminine Personen Ja, mittlerweile schon einen großen, großen Drang habe meine Stimme dafür zu erheben.
01:04:36: Weil ich finde das da eben viel Ungerechtigkeit herrscht.
01:04:40: und ja und ich glaube einfach dass das zu akzeptieren und auch andere Wege zu akzipieren, dass das hoffentlich bald Normalität ist Ja, und möchte eigentlich auch diesen Personenverein einfach eine Stimme geben.
01:05:00: Und wie schön es sein kann wenn man dann einfach in seinem Körper mit seiner Stimme leben kann.
01:05:06: Wunderbar!
01:05:07: Vielen Dank.
01:05:08: Sehr, sehr gerne und danke fürs Einladen.
01:05:10: Ja,
01:05:11: Sarah!
01:05:11: Danke fürs Gespräch.
01:05:12: Ich will das jetzt professionell gemacht haben.
01:05:15: Das ist richtig gut.
01:05:16: Ihr müsst wissen wir verstehen uns sehr, sehr gut.
01:05:19: Sarah und ich und es war aber kein privates Gequatsche sondern ein sehr professionelles Gespräch.
01:05:26: vielen dank.
01:05:27: ich hoffe wir konnten euch inspirieren und motivieren, euch mit eurer Stimme zu beschäftigen.
01:05:35: Und eure Stimmen lieben und schätzen und genießen zu lernen!
01:05:39: Jetzt sage ich, macht es gut bis zum nächsten Mal und denkt immer daran Love your voice denn deine Stimme das bist du, eure Eva.
01:05:51: Das war natürlich sprechen Dein Podcast rund um Stimme sprechen und Personality Mit Eva Weismann.
01:05:58: Diese Folge wurde euch präsentiert mit der freundlichen Unterstützung von Greta's Pastillen.
01:06:03: Beilsam
01:06:04: für deine Stimme!
Neuer Kommentar